Ghoti ist ein fiktives Wort aus der englischen Sprache. Die Erfindung wird dem irischen Schriftsteller George Bernard Shaw zugeschrieben. Das Wort soll die fehlende Logik der englischen Schriftsprache, beziehungsweise deren verstümmelte Phonem-Graphem-Korrespondenz persiflieren, denn „Ghoti“ wird wie das englische Wort „fish“ [fɪʃ] (dt.: „Fisch“) ausgesprochen.
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Obwohl dieses Konstrukt als beliebtes Argument für eine englische Rechtschreibreform gilt, so hat es doch seine Haken:
Somit kann das Wort nur als goatee (= Ziegenbart) [gəʊ̯tiː] ausgesprochen werden.
Durch eine Rechtschreibreform in Richtung einer Lautschrift würde außerdem viel etymologische Information verloren gehen. Sämtliche Argumente können allerdings nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass die gegenwärtige Rechtschreibung der englischen Sprache ein – im Vergleich zu anderen Sprachen – sehr hohes Fehlerpotenzial birgt (sowohl bei Menschen, die die Sprache als Fremdsprache lernen, als auch bei Muttersprachlern).
Eine andere Lesart, die bekannt geworden ist, setzt sich folgendermaßen zusammen:
Demnach dürfte man das Wort „Ghoti“ also überhaupt nicht aussprechen, da kein genanntes Graphem in diesen Wörtern einen eigentlichen Laut repräsentiert.
Neben „Ghoti“ gibt es noch andere Persiflagen, deren Ursprung unbekannt ist:
Wenn
dann sollte es möglich sein das englische Wort „potato“ (dt.: „Kartoffel“) ghoughphtheightteeau zu schreiben.
Wenn
dann sollte es möglich sein, das Wort „ship“ (dt.: „Schiff“) tiogh zu schreiben.
Der Entwickler der Star-Trek-Sprache „Klingonisch“, Marc Okrand, hat bewusst für „Fisch“ das Wort ghotI' [ɣotɪʔ] gewählt.
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