Die Gläserne Manufaktur ist eine Autofabrik des Volkswagen-Konzerns in Dresden. Sie entstand auf dem Gelände des ehemaligen Messeplatzes am Straßburger Platz mitten in Dresden, nur etwa 1,5 km von der barocken Innenstadt entfernt. Das Gebäude verfügt neben den Fertigungsanlagen auch über Gastronomie- und Kultureinrichtungen.
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Die Anlage wurde vom Münchener Architekturbüro Gunter Henn entworfen. In der Planungsphase war der Bau der Fabrik Gegenstand von kontroversen Diskussionen, vor allem wegen der Lage am Rand des Großen Gartens. Besonders unter Umweltschützern führte der Bau zu starken Protesten. In erster Linie wurde das höhere Verkehrsaufkommen an LKW kritisiert, welche die neue Produktionsanlage in der Innenstadt von Dresden beliefern sollten. Zur Abmilderung des Problems schlug VW die teilweise Ersetzung der Lastwagen durch eine Frachtgut transportierende Straßenbahn, die CarGoTram vor. Mit Ausnahme der Karosserien werden nun alle Bauteile mit der CarGoTram vom VW-Logistikzentrum Friedrichstadt zur Fabrik transportiert.
Tierschützer sorgten sich angesichts der großen Glasfassaden um die Vögel, Architekten bemängeltem vor allem die Disharmonien mit der nahe gelegenen barocken Innenstadt. Außerdem musste der Bahnhof „Straßburger Platz“ der Dresdner Parkeisenbahn versetzt werden. Der alte Bahnhof wurde abgerissen und ein neuer gebaut, welcher an das Design der Gläsernen Manufaktur angepasst wurde. Eine Bürgerinitiative sammelte 17.600 Unterschriften gegen den Bau der VW-Manufaktur am Großen Garten - zu wenig, um einen Bürgerentscheid zu erzwingen. Mitte 1999 erfolgte die Grundsteinlegung.
Offiziell eröffnet wurde die Fabrik am 19. März 2002. Vier Tage lang, bis zum 23. März 2002, war danach die Öffentlichkeit zur kostenlosen Besichtigung der Gläsernen Manufaktur eingeladen. Die Fertigung begann jedoch schon vor der offiziellen Eröffnung. Ferdinand Piëch, der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, und der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder gaben am 11. Dezember 2001 das Startsignal für die Produktion. Betrieben wird die Gläserne Manufaktur vom VW-Tochterunternehmen „Automobilmanufaktur Dresden GmbH“. Die Fabrik wurde vor allem für die Produktion des VW Phaeton geplant und soll Kunden und Besuchern einen Einblick in den Herstellungsprozess des Autos bieten. Im Werk selbst findet allerdings nur die Endmontage der Fahrzeuge statt.
Von Mitte 2005 bis Ende 2006 wurde auch ein Teilkontingent des ebenfalls zum VW-Konzern gehörenden Bentley Continental Flying Spur in Dresden endmontiert, da die Phaeton-Produktion das Werk aufgrund zu geringer Nachfrage nicht auslastete. Die Karossenfertigung für die genannten Modelle erfolgt in Zwickau.
Das Foyer der Manufaktur kann vielfältig genutzt werden. So wurde im Jahr 2002 aufgrund der Hochwasserschäden an der Semperoper die Inszenierung von „Carmen – eine Version“ (nach Georges Bizet) einen Monat lang in der Gläsernen Manufaktur aufgeführt.
In der Gläsernen Manufaktur existiert ein Restaurant mit Bar.
PKW-Marken: Audi | Bentley | Bugatti | Lamborghini | Seat | Škoda | Volkswagen
Nutzfahrzeuge: Volkswagen Nutzfahrzeuge
Dienstleistung: gedas | Volkswagen Bank
Produktion: Gläserne Manufaktur | Auto 5000
Sonstiges: AutoUni Wolfsburg | Autostadt | AutoMuseum Volkswagen