Google Maps

Google Maps bezeichnet einen am 8. Februar 2005 gestarteten Dienst von Google, der es einem ermöglicht, Orte, Hotels und andere Objekte zu suchen, um deren Position dann auf einer Karte oder auf einem Bild von der Erdoberfläche (Satelliten- und Luftbilder) anzuzeigen. Dabei kann der Anwender zwischen einer reinen Kartendarstellung, einem Luftbild und einer Ansicht wählen, die sowohl eine Karte als auch das Luftbild darstellt.

Im April 2006 wurden von Google für den größten Teil von Deutschland hochauflösende Satellitenbilder bereitgestellt. Kurz danach ging der deutsche Webdienst maps.google.de in Betrieb. Dieser befindet sich noch in der Betaphase. Google Maps bietet auch einen Routenplaner an.

Navigationselemente erlauben es, sich auch ohne Suchbegriff auf dem Karten-/Bildausschnitt fortzubewegen. Weiterhin lässt sich ein Zoom benutzen, der es ermöglicht, eine Auflösung einzustellen, bei der z. B. auch einzelne Autos erkennbar sind. Allerdings ist dies nur für begrenzte Teile der Erde möglich (u. a. für die USA). Weiterhin sind auch die Breitengrade, in denen sich die Arktis befindet, nicht verfügbar.

Beachten sollte man, dass sich in den Bildern Copyright-Hinweise befinden, die Teile der Bildfläche aufhellen. Die zunächst bestehende Möglichkeit, Satellitenbilder direkt zu drucken, wurde am 21. Juli 2006 entfernt, beim Anklicken des Druckbuttons erscheint nunmehr in einem neuen Fenster die zugrundeliegende und für viele Gebiete noch immer nur ohne jegliche Details bestehende Karte. Wie von jeder Webseite, lassen sich die Daten jedoch nach wie vor mit verschiedenen Methoden ausdrucken, beispielsweise durch Screenshots.

Seit April 2007 hat Google den Maps-Service personalisiert. Es lassen sich nun Karten abspeichern und freigeben. Es können einfach eigene Overlays erstellt werden.

Google Maps und Google Earth

Google bietet mit der Software Google Earth erweiterte Funktionalitäten zur Erkundung der Daten von Google Maps an. Dabei wird vor allem auf die dreidimensionale Ansicht der Erde Wert gelegt, die in Google Maps nicht möglich ist. Allerdings kennt Google Earth ausschließlich die Satellitendarstellung, wobei die Software wählbare Elemente (z. B. Straßen) zusätzlich einzeichnet. Eine reine Kartendarstellung wie bei Google Maps ist mit Google Earth nicht möglich. Google Earth hat seit der Version 4.1 eine Funktion, mit der man das betrachtete Gebiet in Google Maps anzeigen lassen kann. Die Software Google Earth und der Web-Dienst Google Maps basieren auf nahezu identischen Datensätzen, wobei die Software derzeit (Stand Oktober 2005) in einigen Bereichen eine höhere Auflösung bietet und auch das Verkehrsnetz in Europa (Vektordaten) mit angezeigt wird. Die Software wird für Windows, Mac OS X und Linux kostenfrei angeboten. Die Rasterdaten basieren auf Satellitenaufnahmen verschiedener „Generationen“. Hierbei sind sehr unterschiedliche Qualitäten in der höchsten Zoomstufe erkennbar.

Literatur

  • Rich Gibson, Schuyler Erle: Google Maps Hacks. O'REILLY, Februar 2006, ISBN 0596101619
  • Brown, Martin C.: Hacking Google Maps and Google Earth. Hoboken, N.J.: Wiley, 2006, ISBN 978-0-471-79009-9
  • Michael Purvis, Jeffrey Sambells, Cameron Turner: Google Maps Application Development. Apress, August 2006, ISBN 1590597079

Weblinks

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