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Gorzów Wielkopolski

Gorzów Wielkopolski
Wappen von Gorzów Wielkopolski
Gorzów Wielkopolski auf der Karte von Polen
Gorzów Wielkopolski
Gorzów Wielkopolski
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Lebus
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Fläche: 86,0 km²
Geographische Lage: 52° 44' N, 15° 14' O
Höhe: 111 m n.p.m
Einwohner: 125.416 (31. Dez. 2005)
Postleitzahl: 66-400 bis 66-414
Telefonvorwahl: (+48) 95
Kfz-Kennzeichen: FG
Wirtschaft & Verkehr
Straße: Stettin-Zielona Góra
Nächster int. Flughafen: Stettin-Goleniów, Zielona Gora
Verwaltung (Stand: 2007)
Stadtpräsident: Tadeusz Jędrzejczak
Adresse: ul. Sikorskiego 3-4
66-400 Gorzów Wielkopolski
Webpräsenz: www.gorzow.pl

Gorzów Wielkopolski [ˈgɔʒuf vʲɛlkɔ'pɔlski]     Gorzów Wielkopolski ?/i (deutsch Landsberg an der Warthe) ist eine Großstadt in der Woiwodschaft Lebus.

Inhaltsverzeichnis

Polnische Namensgebung

Der polnische Name bedeutet wörtlich übersetzt Bergen in Großpolen (Góra: Berg). Nachdem zunächst nach dem Krieg der Name Gorzów nad Wartą (Bergen an der Warthe) gewählt wurde, nannte man die Stadt später erst Gorzów Wielkopolski. Diese Namenserweiterung Großpolen bezieht sich dabei auf die polnische Region Großpolen, zu der das Gebiet einst gehörte. Der Name wurde in Abgrenzung zur deutschen Vergangenheit und in Anlehnung an die polnische Frühzeit der Region gewählt.

Geographische Lage

Die Stadt liegt im westlichen Teil Polens am Fluss Warthe, rund 80 km nordöstlich von Frankfurt (Oder) und 130 km nordwestlich von Posen. Zum Grenzübergang nach Deutschland bei Küstrin sind es etwa 45 km. Nördlich und südlich erstrecken sich weitläufige Waldgebiete.

Geschichte

Nachweislich war das Gebiet des späteren Landsberg bereits frühgeschichtlich besiedelt. Im Jahre 1257 wurde Landsberg von Siedlern aus dem Gebiet der heutigen Länder Brandenburg, Niedersachsen und Westfalen nach Brandenburger Recht gegründet und gehörte zum niederdeutschen Sprachgebiet. Es sollte als Bollwerk gegen die nahe gelegene polnische Grenzfestung Zantoch dienen. Bis in das 16. Jahrhundert trug die Stadt den Namen Neu-Landsberg. Im 13. Jahrhundert wurde die Marienkirche erbaut. 1321 wurde die Stadt mit Stadtmauern und Toren gesichert. Im 14. Jahrhundert hatte sich Landsberg zum wirtschaftlichen Zentrum seines Umlandes entwickelt, für 1360 wird die Stadtschule erstmals erwähnt. Während des Dreißigjährigen Krieges wurden alle Vorstädte zerstört. Danach entwickelte sich Landsberg zu einem bedeutenden Umschlagplatz im Handel mit dem benachbarten Polen. Im 18. Jahrhundert sorgte die Etablierung des Tuchmacherhandwerks und des Wollhandels für einen weiteren Aufschwung.

Nach der Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staat nach dem Wiener Kongress gehörte Landsberg/Warthe seit 1818 zum gleichnamigen Kreis im Regierungsbezirk Frankfurt in der preußischen Provinz Brandenburg, seit 1939 Mark Brandenburg. Seit 1857 war Landsberg an die Preußische Ostbahn angeschlossen und erlebte dadurch erneut einen wirtschaftlichen Aufschwung. 1892 wurde die Stadt aus dem Landkreis ausgegliedert und erhielt den Status eines Stadtkreises. Die Verwaltung des Landkreises blieb jedoch weiterhin in der Stadt. In den 1920er Jahren setzte sich die Bezeichnung „Landsberg (Warthe)“ durch.

Im Zweiten Weltkrieg schrieb Gottfried Benn in der Kaserne unter anderem den Roman des Phänotyp (1943). Im Frühjahr 1945 wurde die Stadt durch die Rote Armee erobert. Die bisherige Landsberger Bevölkerung wurde am 6. März 1946 enteignet und, soweit nicht im Krieg geflohen, vertrieben bzw. bis 1949 zwangsausgesiedelt. Die an ihre Stelle getretene neue Stadtbevölkerung stammt überwiegend aus Zentralpolen und dort vor allem aus der bisherigen Region Großpolen.

Sehenswürdigkeiten

Dom St. Marien
Dom St. Marien
Die „Swinster“-Statue
Die „Swinster“-Statue

Verkehr

Der innerstädtische Verkehr in Landsberg wurde ab 29. Juli 1899 durch elektrische Straßenbahnen der Elektrizitäts-Werk und Straßenbahn AG Landsberg (Warthe) bedient.

Persönlichkeiten

Städtepartnerschaften

siehe auch

Weblinks

Commons
Commons: Gorzów Wielkopolski – Bilder, Videos und Audiodateien
Quelle:
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