Gottlieb Christoph Harleß (* 21. Juni 1738 in Kulmbach; † 2. November 1815 in Erlangen) war ein deutscher Humanist.
Gottlieb Christoph Harleß (ursprünglich Harles) studierte seit 1757 in Erlangen, Halle, Jena, wurde 1761 Mitglied des philologischen Seminars in Göttingen, habilitierte sich 1764 in Erlangen, wurde 1765 außerordentlicher Professor daselbst, übernahm jedoch nach wenigen Monaten eine Professur am Gymnasium in Koburg, kehrte 1770 als ordentlicher Professor der Poesie und Beredsamkeit nach Erlangen zurück, gründete 1777 das philologische Seminar daselbst und starb 2. Nov. 1815.
Seine außerordentlich zahlreichen Schriften, besonders die Ausgaben vieler griechischer und lateinischer Klassiker, haben meist nur noch historischen Wert. Die bedeutendsten sind:
Besonderes Verdienst erwarb er sich durch die Besorgung der 4. Auflage von Fabricius' "Bibliotheca graeca" (Hamb. 1790-1809, 12 Bde., doch nicht ganz vollständig; dazu "Index", Leipzig 1838).
Sein Leben beschrieb sein Sohn Johann Christian Harleß (Erlangen 1818).
| Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen. |