Gottlob Friedrich von Hack (* 18. Oktober 1843 in Meimsheim bei Brackenheim; † 15. Januar 1911 in Urach) war von 1872 bis 1892 Oberbürgermeister von Stuttgart.
Inhaltsverzeichnis |
Gottlob Friedrich Hack wurde am 18. Oktober 1843 in ärmlichen Verhältnissen in Meimsheim bei Brackenheim im heutigen Landkreis Heilbronn geboren. Der Junge galt als hochbegabt und wurde entsprechend gefördert. Mit 14 Jahren begann er eine Ausbildung in der Kommunalverwaltung und beim Gerichtsnotariat. Mit 18 Jahren machte Hack als externer Prüfling am renommierten Eberhard-Ludwigs-Gymnasium in Stuttgart das Abitur.
Anschließend studierte Hack an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen Staatswissenschaften und promovierte auch auf diesem Gebiet. Er arbeitete als Mitarbeiter des württembergischen Wirtschaftspolitikers Ferdinand von Steinbeis und des Stuttgarter Oberbürgermeisters Heinrich von Sick. 1868 erhielt er einen Lehrauftrag an der staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Tübingen, wenige Zeit später wurde er dort zum Professor berufen – im Alter von 27 Jahren.
Am 18. Juni 1872 wurde Gottlob Friedrich Hack mit überwältigender Mehrheit (6033 von 6145 abgegebenen Stimmen) zum Nachfolger des Stuttgarter Oberbürgermeister Heinrich von Sick gewählt und im September des selben Jahres in seinem Amt vereidigt. In seiner 20-jährigen Amtszeit entwickelte sich Stuttgart von einer beschaulichen Residenzstadt zur Industriemetropole. Während seiner Amtszeit wuchs Stuttgart von 90.000 auf 144.000 Einwohner.
Unter Hack wurden das Sozial- und Gesundheitswesen der Stadt neu geordnet, ein Straßenbahnnetz aufgebaut und die Wasserversorgung verbessert. Außerdem wurden die ersten Fachämter Stuttgarts geschaffen, für die Hack akademisch ausgebildete Techniker in die Stadtverwaltung holte. 1891 gründete er die Stuttgarter Berufsfeuerwehr.
Hack wurde vom württembergischen König Karl geadelt und trug seither auch den Namenszusatz „von“. Von 1882 bis 1884 saß Gottlob Friedrich von Hack als Abgeordneter im württembergischen Landtag, er musste sein Mandat aber nach nur zwei Jahren aus gesundheitlichen Gründen wieder niederlegen. 1892 wurde er so krank, dass er auch sein Amt als Stuttgarter Oberbürgermeister aufgab und sich erst 49 Jahre alt zur Ruhe setzte. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er mit seiner Frau in Urach am Fuß der Schwäbischen Alb. Dort ist Prof. Dr. Gottlob Friedrich von Hack am 15. Januar 1911 im Alter von 67 Jahren gestorben.
Christian Heinrich Günzler | Gottfried Eberhard Hoffmann | Eberhard von Wächter | Karl Friedrich von Dizinger | August Willibald Feuerlein | Georg Gottlob Gutbrod | Heinrich Sick | Friedrich Hack | Emil Rümelin | Heinrich von Gauß | Karl Lautenschlager | Karl Strölin | Arnulf Klett | Manfred Rommel | Wolfgang Schuster
Brockhaus-1809: Ephraim Gottlob Krüger · Christian Gottlob Neefe
DamenConvLex-1834: Reissiger, Karl Gottlob
Eisler-1912: Lipps, Gottlob Friedrich · Frege, Gottlob · Schulze, Gottlob Ernst · Fischhaber, Gottlob Christian
Pagel-1901: Küchenmeister, Gottlob Friedrich Heinrich · Stage, Georg Gottlob · Schmidt, Benno Gottlob · Orthmann, Ernst Gottlob · Tuke, Daniel Hack
Schmidt-1902: Franckh, Friedrich; Franckh, Friedrich Gottlob · Liebeskind, August Gottlob · Beck, Karl Gottlob