Gottlob Heinrich Bergmann (* 12. Juni 1781 in Erichshagen; † 29. Oktober 1861) war ein deutscher Arzt und Obermedizinalrat in Hildesheim. Er war Arzt an der Irrenanstalt Celle und später Direktor der Irrenanstalt Hildesheim.
Bekannt wurde er durch seine eigentümliche anatomische Richtung, die er in mehreren Schriften niederlegte. Von der alten Ansicht ausgehend, dass im Dunste der Hirnhöhlen das Pneuma sitze, beschrieb er nämlich gewisse zarte Markfasern in den Gehirnventrikeln als Chorden, welche er als Emanationen des Pneumas auffasste. Diesen Chordensystemen wies er bestimmte Vermögen zu, womit sie zwingend auf den Geist zurückwirken und die Gesetze des Seelenlebens bedingen sollten. Seine mystische Theorie wurde jedoch von seinen Zeitgenossen nicht anerkannt.
1845 verlieh Hildesheim ihm die Ehrenbürgerschaft.
Brockhaus-1809: Ephraim Gottlob Krüger · Christian Gottlob Neefe
Brockhaus-1911: Bergmann [3] · Bergmann [2] · Bergmann
DamenConvLex-1834: Reissiger, Karl Gottlob
Eisler-1912: Lipps, Gottlob Friedrich · Schulze, Gottlob Ernst · Frege, Gottlob · Fischhaber, Gottlob Christian · Bergmann, Hugo · Bergmann, Julius
Meyers-1905: Bergmann [2] · Bergmann [1]
Pagel-1901: Küchenmeister, Gottlob Friedrich Heinrich · Schmidt, Benno Gottlob · Stage, Georg Gottlob · Orthmann, Ernst Gottlob · Bergmann, Ernst
Pierer-1857: Bergmann [2] · Bergmann [1]
Schmidt-1902: Franckh, Friedrich; Franckh, Friedrich Gottlob · Liebeskind, August Gottlob · Beck, Karl Gottlob · Bergmann von Olpe · Bergmann, J. F.