| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
![]() |
|
|
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Thüringen | |
| Landkreis: | Ilm-Kreis | |
| Verwaltungsge- meinschaft: |
Oberes Geratal | |
| Koordinaten: | 50° 45′ N, 10° 49′ O | |
| Höhe: | 400 m ü. NN | |
| Fläche: | 23,32 km² | |
| Einwohner: | 3523 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 151 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 99330 (alt: 52-14) | |
| Vorwahl: | 036205 | |
| Kfz-Kennzeichen: | IK | |
| Gemeindeschlüssel: | 16 0 70 024 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | An der Glashütte 3 99330 Gräfenroda |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Frank Fiebig (WASG) | |
Gräfenroda ist eine Gemeinde im Ilm-Kreis (Thüringen).
Inhaltsverzeichnis |
Gräfenroda liegt in etwa 400 Metern Höhe im Tal der Wilden Gera. Gräfenroda ist der größte Ort ohne Stadtrechte im Ilm-Kreis und nach Einwohnern der viertgrößte Ort des Ilm-Kreises. Der Ort ist mit 5 km Länge auch das längste Dorf im Kreis. Nördlich von Gräfenroda erhebt sich der 490 Meter hohe Läusebühl, südlich liegt der 508 Meter hohe Gräfenrodaer Berg. Südwestlich des Ortes beginnt der Thüringer Wald. Westlich von Gräfenroda befindet sich die Lütschetalsperre. Die Lütsche mündet in Gräfenroda in die Wilde Gera. Talaufwärts befindet sich in 3 km Entfernung die Talbrücke Wilde Gera, die die imposanteste Brücke der A71 darstellt.
Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Liebenstein - Geschwenda - Geraberg - Gehlberg - Oberhof - Frankenhain
Gräfenroda wurde erstmals 1290 n. Chr. urkundlich erwähnt. Ende des 19. Jahrhunderts lag in Gräfenroda die Geburtsstätte der Gartenzwerge, die heute in einem "Museum über die Geschichte der Gräfenrodaer Gartenzwerge" zu besichtigen ist. Bis 1920 gehörte Gräfenroda zum Amt Ohrdruf im Herzogtum Sachsen-Gotha. Während des Nationalsozialismus wirkte und lebte der für seine antisemitische Propaganda berüchtigte Artur Dinter in Gräfenroda. 1945 floh er nach Zell am Harmersbach, um einer Bestrafung zu entgehen.
Gräfenroda ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Oberes Geratal.
Gemeinderatswahl 2004:
Sehenswert sind neben der Kirche das Gartenzwerg-Museum, das Heimatmuseum im Haus Grevenrot und das Raubschloss oberhalb des Ortes.
Für Veranstaltungen wird die Alte Lache, eine Waldbühne am Ortsrand, genutzt. Bekannt ist sie vor allem für die hier stattfindenden Steinhebermeisterschaften.
Gräfenroda ist eine wirtschaftlich nicht stark ausgeprägte Gemeinde. Der größte Arbeitgeber im Ort ist die Schulz Fördersysteme GmbH mit 76 Mitarbeitern. In den Jahren vor dem demokratischen Umbruch gab es verschiedene Sägewerke sowie eine Tonwarenfabrik, die auch die Heimat der Gartenzwerge war. Nach 1990 brach ein Großteil der Industrie des Ortes zusammen. Heute pendeln die meisten Gräfenrodaer zur Arbeit nach Arnstadt oder Ilmenau.
Gräfenroda liegt an der B88, die Ilmenau und Gotha verbindet. Nach dem Ort ist auch eine Autobahnabfahrt der A71 benannt, die ca. 4 km südlich liegt. Von Gräfenroda führen des weiteren Straßen nach Gehlberg/Oberhof und Plaue. Gräfenroda liegt auch an 2 Eisenbahnlinien: an der Bahnstrecke Erfurt–Schweinfurt besitzt der Ort 2 Bahnhöfe (Gräfenroda-Bf und Dörrberg) auf der der Mainfranken-Thüringen-Express (RE-Halt in Gräfenroda-Bf) verkehrt und die Ohratalbahn Gräfenroda–Gotha beginnt am Hauptbahnhof, ein weiterer Bahnhof ist hier Gräfenroda-Ort.
| Commons: Gräfenroda – Bilder, Videos und Audiodateien |
Alkersleben | Altenfeld | Angelroda | Arnstadt | Böhlen | Bösleben-Wüllersleben | Dornheim | Elgersburg | Elleben | Elxleben | Frankenhain | Frauenwald | Friedersdorf | Gehlberg | Gehren | Geraberg | Geschwenda | Gillersdorf | Gossel | Gräfenroda | Großbreitenbach | Herschdorf | Ichtershausen | Ilmenau | Ilmtal | Kirchheim | Langewiesen | Liebenstein | Martinroda | Möhrenbach | Neusiß | Neustadt am Rennsteig | Osthausen-Wülfershausen | Pennewitz | Plaue | Rockhausen | Schmiedefeld am Rennsteig | Stadtilm | Stützerbach | Wachsenburggemeinde | Wildenspring | Wipfratal | Witzleben | Wolfsberg