Ein Graph ist in der Graphentheorie ein Gebilde aus Knoten (auch Ecken oder Punkte), die durch Kanten verbunden sein können. Obwohl Graphen vielfach durch eine Zeichnung dargestellt werden, sind sie „nur“ mathematische Strukturen. Dies bedeutet vor allem, dass verschiedene Bilder denselben Graphen darstellen können.
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Ein Graph G ist ein Paar zweier endlicher Mengen V und E. Dabei bezeichnet V die Menge der im Graph enthaltenen Knoten und E die Menge der Kanten des Graphen. Die Bezeichnungen der Mengen entstammen dem Englischen: V für vertex (engl. für „Knoten“) und E für edge (engl. für „Kante“). Für V und E gilt
und in der Regel auch
, also das Ausschließen eines sogenannten Nullgraphen.
Außerdem besitzt jeder Graph eine auf der Kantenmenge E definierte Abbildung Ψ mit

Ein Graph G = (V,E) heißt gerichtet, wenn zu jedem
das durch Ψ zugeordnete Paar (v,v') geordnet ist (
) . Anschaulich bedeutet ein gerichteter Graph, dass sich die Kante
von einem Knoten
zu einem Knoten
durch einen Pfeil darstellen lässt.
Ein Graph G = (V,E) heißt ungerichtet, wenn zu jedem
das durch Ψ zugeordnete Paar {v,v'} nicht geordnet ist, wenn also gilt:
Es sei angemerkt, dass in einem Graphen G durchaus gerichtete Kanten zusammen mit ungerichteten Kanten auftreten können.
Ein Graph heißt gewichtet (auch: bewertet), wenn die Kantenmenge E mit Werten versehen ist. Die Bewertung eines Graphen wird durch eine quadratische Bewertungsmatrix
mit m = | V |beschrieben.
In praktischen Anwendungen können die Bewertungen zum Beispiel Kosten, Gewinnen oder Zeiten entsprechen.
Man unterscheidet in der Graphentheorie vor allem zwischen ungerichteten und gerichteten Graphen sowie Graphen mit Mehrfachkanten und ohne Mehrfachkanten. Hypergraphen sind eine weitere Form von Graphen, die untersucht werden.