Grauwacke ist eine Gruppe alter (paläozoischer) Trümmersedimente, die sich vorwiegend in alten Rumpfgebirgen und als schmaler Streifen nördlich der Zentralalpen finden (Grauwackenzone).
Die relativ weichen, meist dunklen Gesteine stellen eine Klasse von Sandsteinen dar, die aus Quarz, Feldspat (meist Plagioklas), Kiesel- bzw. Tonschiefern und Gesteinsbruchstücken in einer tonigen Grundmasse (Matrix) besteht. Der Matrixanteil des Gesteins beträgt dabei mehr als 15 %, besteht meist aus Tonmineralen, Chlorit und Glimmer und verursacht die meist dunkel(grün)graue Färbung.
Grauwacken lassen sich unterscheiden in Quarzwacken (dominierender Quarzgehalt), Feldspatwacken (Quarz, Feldspat und geringen Mengen an Gesteinsbruchstücken) und lithische Wacken mit einem entsprechend hohen Anteil an Gesteinsbruchstücken.
Sie sind mittel- bis feinkörnig, teilweise auch grobkörnig, stark verfestigt, schlecht sortiert und gerundet, oft gradiert und kleinskalig laminiert. Sie entstehen aus der Abtragung von Gebirgen, haben ein oft ausgedehntes Liefergebiet und wurden nur über kurze Entfernungen transportiert.
Grauwacken sind in den karbonischen Serien des Harzes, des Bergischen Landes und des Rheinischen Schiefergebirges weit verbreitet. Der Name ist ein Ausdruck Harzer Bergleute aus dem 18. Jahrhundert. Die Typlokalität (erstmalige Beschreibung des Gesteins in einem Aufschluss) befindet sich im Harz.
Die Grauwacke im Bergischen Land ist sehr unterschiedlich in der Zusammensetzung anzusehen, welches sich je nach Standort durch diverse Mineralien auch qualitativ stark unterscheidet.