Gravensteiner

Gravensteiner
Standard Nr
Herkunft Gravenstein (Südjütland/Nordschleswig, Dänemark, 1669)
Art Kulturapfel (Malus domestica)
Kreuzung aus Zufallssämling
Liste der Apfelsorten

Der Gravensteiner ist ein rot-gelber herber August-Apfel.

Die Sorte wurde 1669 als Zufallssämling gefunden und stammt vermutlich aus Gravenstein an der Flensburger Förde in Südjütland (Nordschleswig).

Sie ist eine der kostbarsten europäischen Apfelsorten. Die Schale ist zart wachsgelb mit karmesinroten Tupfen und Strichen, doch gibt es auch eine stärker rote Abart. Dieser rote Gravensteiner ist eine Knospenmutation. Das Fruchtfleisch ist saftig, fein gewürzt und hellgelb.

Der Baum fällt durch kräftigen Wuchs auf, das Holz ist braunrot, die Blätter sind groß und glänzend dunkelgrün. Er beansprucht zum Gedeihen einen ausgesprochen feuchten Boden, der auch im Sommer nicht trocken wird. Bevorzugt werden die Nähe von Wasserläufen und Teichränder. Ein milder, feuchter Lehmboden wäre am besten. Zu hohe Grundwasserstände dagegen verträgt der Gravensteiner nicht. Auch verlangt er gegen Wind geschützte Lagen.

In Österreich ist diese Sorte für die Produktion von hochwertigen, reinsortigen Destillaten (Obstler) beliebt (speziell in der südlichen Steiermark).

In Dänemark wurde der Gravensteiner am 18. September 2005 durch Ernährungsminister Hans Christian Schmidt zum "Nationalapfel" gekürt, obwohl sein Marktanteil gegenüber Äpfeln aus Übersee inzwischen deutlich zurückgegangen ist.

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Quelle:
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