Gregor XII.

Gregor XII. (* 1335 in Venedig; † 18. Oktober 1417 in Recanati; ursprünglich Angelo Correr) war von 1406 bis 1415 Papst.

Sein Pontifikat ist durch das Abendländische Schisma geprägt: Der Gegenpapst Benedikt XIII. beanspruchte die Papstwürde für sich, das Konzil von Pisa wählte zudem 1409 Alexander V. und ein Jahr später Johannes XXIII. zum neuen Papst.

Bereits das zwölftägige Konklave im November 1406, durch das Gregor XII. gewählt wurde, stand im Zeichen dieser Kirchenspaltung: 14 von 18 Kardinälen waren erschienen und sie leisteten im Konklave vor der Wahl sämtlichst den Eid, zum einen für die Union der Kirche einzustehen, zum anderen die Tiara, sollte dies erforderlich werden, niederzulegen. Vor diesem Hintergrund wurde der greise Kardinalpriester von S. Marco in Venedig Angelo Correr zum Papst gewählt.

Eine Entscheidung im Abendländischen Schisma sollte schließlich das Konzil von Konstanz 1415 bringen, das zunächst die Wahl von Johannes für ungültig erklärte, sodann aber auch Gregor XII. zum Rücktritt nötigte, den dieser 1415 seinem früheren Eide entsprechend vollzog. Gregor starb knapp zwei Jahre später als Kardinalbischof von Porto in Recanati.

Weblinks


Vorgänger
Innozenz VII.
Papst (Liste der Päpste)
1406-1415
Nachfolger
Martin V.
Quelle:
Artikel Gregor XII. aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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