Große Säuberung

Die „Große Säuberung“ (russisch: Большая чистка, Transliteration: Bolshaya chistka) fand in den Jahren 1936 bis 1938 statt und war der Höhepunkt der so genannten „Stalinschen Säuberungen“ (russisch Tschistki). In jenen Jahren fielen etwa 1000 Menschen pro Tag den „Säuberungen“ zum Opfer und wurden getötet.

Von den sieben Mitgliedern des ursprünglichen Politbüros (Bolschewiki) während der Oktoberrevolution von 1917 war Stalin der einzige, der am Leben blieb. Lenin war bereits verstorben, vier andere wurden inhaftiert und exekutiert bzw. in der Haft ermordet; der sechste, Leo Trotzki, ging nach Mexiko ins Exil, nachdem er aus der Partei ausgeschlossen worden war, und wurde 1940 durch einen sowjetischen Agenten ermordet.

90% derjenigen Parteigenossen, die 1934 am Parteitag der Sieger als Delegierte teilgenommen hatten (und dort versuchten, Stalins Allmacht zu schmälern), wurden in öffentlichen Schauprozessen (Moskauer Prozesse) zum Tode verurteilt, darunter auch der Großteil der Funktionäre und Minister. Von 1.966 Delegierten wurden 1.108 verhaftet und kamen beinahe alle um. Trotzdem waren die Prozesse und Exekutionen der früheren Führer der Bolschewiki aber nur ein kleiner Teil der „Säuberungen“.

Quelle:
Artikel Große Säuberung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
Lizenz:
Kategorien:
Bookmarks
delicious wong linkarena google