Gruppenfertigung

Der Begriff Gruppenfertigung steht für eine Fertigungsablaufart und beschreibt die logisch-räumliche Anordnung der Maschinen in einer Fertigungsstätte.

Oftmals ist es nicht möglich, ein Produkt nur in reiner Fließfertigung herzustellen. Deshalb werden in der Praxis immer häufiger Kombinationen verschiedener Fertigungsverfahren angewendet, bei denen einer Gruppe von Mitarbeitern die Verantwortung für die Produktion einer Produkt-, Baugruppen- oder Teilefamilie übergeben wird. Dabei werden alle Arbeitsplätze und Maschinen, die für die Produktion erforderlich sind, zu einer Fertigungsgruppe zusammengefasst, in der die Mitarbeiter die Steuerung und Organisation der Produktion in Eigenverantwortung übernehmen. Dies nennt man eine "Fließinsel". Die spätere Zusammenführung der einzelnen Produkte der Fertigungsgruppen ergeben das ganze vollständige Produkt.

Vorteile des Verfahrens

  • Durch die Reduktion der Transportwege entstehen geringere innerbetriebliche Transportkosten
  • Die Lagerkosten werden durch die geringere Lagerung von Zwischenbeständen reduziert
  • Der Produktionsvorgang ist leichter überschaubar und damit besser organisier- und rationalisierbar
  • Sehr förderlich in Hinblick auf die Motivation, Teamfähigkeit und Kooperationsbereitschaft der Mitarbeiter sowie daraus resultierender geringerer Krankenstand
  • Mitarbeiter lernen, verschiedenartige Aufgaben in ihrer Gruppe zu übernehmen

Nachteile des Verfahrens

  • Verringerte Anpassungsfähigkeit an veränderte Betriebs- und Marktsituationen, jedoch trotzdem noch flexibler als Fließfertigung
  • Erfordert neuen Mitarbeitertyp "Generalist", der nicht auf ein bestimmtes Gebiet spezialisiert ist
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Artikel Gruppenfertigung aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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