Gulf Air

Gulf Air

Gründung: 1950
IATA-Code: GF
ICAO-Code: GFA
Rufzeichen: Gulf Air
Sitz: Bahrain
Allianz: keine
Flottenstärke: 34
Ziele: Nationale und internationale Ziele

Gulf Air (Arabisch: طيران الخليج) ist die staatliche Fluggesellschaft von Bahrain und dem Oman. Gulf Air ist Mitglied der Arab Air Carriers Organization.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Anfänge: Gulf Aviation

Als die 40er Jahre sich dem Ende neigten, begann der britische Pilot Freddie Bosworth einen Flugtaxiservice von Doha und Dhahran nach Bahrain. 1950 expandierte er und registrierte seine Fluggesellschaft mit dem Namen „Gulf Aviation“ als private Gesellschaft. Die Flotte bestand zu dieser Zeit aus sieben Avro Anson und drei de Havilland DH.86B; diese Flugzeuge reichten aber nicht aus und da die Flotte auch modernisiert werden musste, wählte Bosworth die de Havilland Dove als neues Muster aus. Die Einflottung des Typs erlebte er jedoch nicht mehr, weil er während eines Demonstrationsfluges in Croydon am 9. Juni 1951 verunfallte und starb.

Ab 1951 begann eine langjähriges Engagement der British Overseas Airways Corporation (BOAC) an der Fluggesellschaft, das bis 1971 andauerte. Sie wurde Hauptaktionär der Gulf Avitation mit einem Anteil von 22%. Ab April 1970 wurde auch London in das Flugnetz aufgenommen, als Flugzeug wurde eine Vickers VC10 verwendet.

Der Einstieg vierer Emirate: Gulf Air

Nach der Beendigung des Engagements der BOAC übernahmen Bahrain, Katar, Abu Dhabi und Oman die Anteile. Am 1. Januar 1974 wurde die Gulf Avitation dann der Nationalcarrier der vier Staaten und auf den bis heute verwendeten Namen Gulf Air umgetauft. Sogleich wurde eine Flottenexpandierung beschlossen: Man leaste Lockheed L-1011 TriStar und Boeing 737 und baute mit ihnen das Streckennetz massiv aus.

Mit dem weiteren Wachstum der Luftfahrtbranche in den 80er Jahren wuchs auch Gulf Air. 1981 wurde man Mitglied der IATA. 1988 stießen die ersten Boeing 767 zur Flotte, mit denen unter anderem Dienste nach Frankfurt am Main aufgenommen wurden. 1992 flog man als erste arabische Fluggesellschaft Australien an. Einen weiteren Kapazitätssprung brachte die Einflottung der Airbus A340-300 im Mai 1994.

Gulf Air im 21. Jahrhundert

Als die Fluggesellschaft 2000 ihren 50. „Geburtstag“ feierte, wurden die ersten Airbus A330-200 in die Flotte aufgenommen. Doch der 11. September gehen auch an der Gulf Air nicht spurlos vorüber: Im Mai 2002 wurde James Hogan Präsident und CEO der Airline. Er veranlasste ein drei Jahre dauerndes Restrukturprogramm, das zu einem völlig neuen Unternehmenskonzept führen sollte, um dem stetigen Schuldenzuwachs entgegenzuwirken. Der Drei-Jahres-Plan wurde im Dezember des selben Jahres einstimmig angenommen, trotzdem trennte sich Qatar von den Anteilen an der Fluggesellschaft.

2003 wurde schließlich auch das Outfit der Airline generalüberholt, um das - auch durch diverse Abstürze verursachte - negative Image der Fluggesellschaft zu verbessern. Am 1. Juni 2003 wurde mit der Gulf Traveller eine Tochtergesellschaft gegründet. 2004 wurde die Rückkehr in die Gewinnzone mit dem besten Ergebnis seit 1997 verkündet; somit zeigte der Drei-Jahres-Plan bereits seine Wirkung.

Im September 2005 entschied sich bereits der zweite Staat, Abu Dhabi, sich bei der Airline zurückzuziehen, da man mit der Etihad Airways in Konkurrenz zur Gulf Air trat; als Folge strich man Abu Dhabi 2006 aus dem Flugplan. Ende April dieses Jahres unterzeichnete man ein Open Skies-Abkommen mit Thailand, dass eine unlimitierte Anzahl von Flügen zwischen Bahrain und Thailand garantieren soll.

Einer Allianz (wie z. B. Star Alliance) gehört Gulf-Air nicht an. Sie arbeitet allerdings mit verschiedenen Fluglinien zusammen, unter anderem American Airlines, Olympic Airways, KLM, Saudi Arabian Airlines, Royal Jordanian, Thai Airways etc. Die Fluglinie ist Hauptsponsor des in Bahrain stattfindenden Formel 1-Grand Prix.

Im Sommer 2006 verließ James Hogan Gulf Air, um beim größten Konkurrenten, Etihad Airlines anzuheuern. Am 31. Januar 2007 wurde sein Nachfolger bekannt: Es ist der Schweizer André Dosé, früher Chef der Fluggesellschaften Crossair und Swiss, der CEO der Gulf Air per 1. April 2007 wird.

Ziele

Gulf Air fliegt Ziele in Afrika, Asien, Australien, Europa, dem Nahen Osten und dem Indischen Subkontinent an.

Die Verkehrsknotenpunkte sind Bahrain International Airport (BAH) und Seeb International Airport (MCT), Muscat. Das Luftfahrt-Drehkreuz befindet sich in Manama (Bahrain).

Zwischenfälle

  • Am 10. März 1997 musste ein Airbus A320 der Gulf Air in Abu Dhabi einen Start abbrechen, wobei die Geschwindigkeit bereits so hoch war, dass man über die Startbahn hinausrollte. Dort brach das Bugrad zusammen, keiner der Insassen wurde dabei verletzt.
  • Am 23. August 2000 stürzte ein Airbus A320 der Gulf Air nach einem Durchstartmanöver auf dem Flughafen von Bahrain ins Meer, weil die Piloten die Kontrolle über das Flugzeug verloren hatten. Dabei kamen alle 143 Insassen ums Leben.

Flotte

Airbus A330-200 der Gulf Air in London
Airbus A330-200 der Gulf Air in London

Die Flotte der Gulf Air besteht aus folgenden Mustern (Stand: März 2007):

Zwischen 2004 und 2006 wurde die Flotte generalüberholt. In diesem Zuge wurden unter anderem die Business Class mit neuen Sitzen ausgestattet. Außerdem besitzt jetzt jeder Sitz in der Economy-Class ein eigenes Display mit Entertainment-Programm.

Weblinks

Commons
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Quelle:
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