Gumpen sind beckenartige Strudeltöpfe, die von Gebirgsbächen in den felsigen Untergrund des Bachbetts erodiert werden. Sie entstehen oft in dichter Folge und gestalten dann das Bachbett stufenförmig. Dadurch bildet der Bach Kaskaden. Die hiermit verbundene weitere Vergrößerung dieser Strudeltöpfe hebt die Gumpen von Kolken ab.
Je nach Gesamtgefälle des Baches geht der Prozess der Gumpenbildung in die Entstehung eines Wasserfalls über.
Seltener werden als Gumpen auch reine Kolke, also kesselartige Mulden im Grund flacher Fließgewässer bezeichnet: man findet sie hinter Felsbrocken, nach Einmündungen von Nebenflüssen, hinter Wehren oder unter Prallufern an den Außenkurven der Flüsse. Oft halten sich dort Fische auf (gute Angelstellen).
Berühmt war die „Blaue Gumpe“, die zwar keine Gumpe im hier beschriebenen Sinne war, aber ein kleiner Gebirgssee der Partnach im Reintal (Wettersteingebirge nahe Garmisch-Partenkirchen), welcher im August 2005 durch starke Regenfälle zerstört wurde.
Bekannt sind die Gumpen im Pfanngraben unterhalb der Rotwand (siehe Foto), die auf dem Wegweiser beim Rotwand-Haus ausdrücklich erwähnt werden („Schöne Gumpen“) oder die Sieben Bütten (Gumpen), wie die Allerheiligen-Wasserfälle im Nordschwarzwald auch genannt werden (s. auch Wasserfälle in Deutschland).
Sehr gute und ausführliche Worterklärungen samt Etymologien und Sprachverwandtschaften zum Begriff Gumpe finden sich im Grimmschen Wörterbuch sowie in der Oeconomischen Encyclopädie von Krünitz.
Von Bergwanderern werden Gumpen gern als natürliche „Badewannen“ genutzt.