Der Begriff Gundam bezeichnet ein japanisches Science-Fiction-Universum. Hersteller Bandai besitzt hier ein Franchise mit einer enormen Produktion an TV-Serien, OVAs, Kinofilmen, Modellbausätzen, Manga usw.
Einer der Hauptdarsteller ist immer eine mächtige Kampfmaschine namens Gundam. Eine Ausnahme bildet dabei "MS IgLoo", dass zwar im fiktiven Gundam Universum stattfindet, in der aber der genannte Gundam keine wirkliche Rolle spielt. Diese Gundams werden in den Serien in der Regel als „Mobile SUIT"s (Space Utility Instrument Tactical) oder kurz: "MS" bezeichnet (siehe auch Mecha).
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Der Begriff "Gundam" bezieht sich in der Regel auf eine in Gundam Animeserien, OVAs, Mangas und Kinofilmen vorkommendes menschengesteuerte "Mobile Suit"-Kampfmaschine mit serienübergreifend wieder erkennbaren Merkmalen (Ausnahme: ∀ Gundam). In der Regel sind Gundams u.a. vom jeweiligen Helden gesteuerte Prototypen oder einzigartige Kampfmaschinen und haben auffallend hohe Leistungen im Kampf verglichen mit anderen Mobile Suits der jeweiligen Geschichte.
Das Wort selbst ist ein Backronym, das je nach Gundam-Universum/Zeitleiste und Modell/Einsatzgebiet eine Andere Bedeutung erfährt: Während das Originale Mobile Suit Gundam und andere Serien im "Universal Century" Ära einen Gundam als "General Utility Non-Discontinuity Augmented Maneuvering (System) bezeichnet, so findet sich in Gundam SEED und Gundam SEED Destiny des "Cosmic Eras" der Begriff als Akronym für "General Unilateral Neuro-link Dispersive Autonomic Maneuver" oder "Gunnery United Nuclear-Duetrion Advanced Maneuver (System)" wieder.
Eine erstaunliche Tatsache der verschiedenen Gundamserien ist, dass des Öfteren die gleiche Hintergrundsgeschichte benutzt wird. Es variieren allerding die Schauplätze, spezielle Konflikte, die Charaktere und das fiktive "Zeitalter". Während einige Gundamserien in erster Linie aufeinanderfolgende Geschichten erzählen, beschreiben andere Geschehnisse, die parallel zu einer existierenden Geschichte passieren, da der Zeitraum, in dem sich die Handlungen abspielen, sich überschneiden. Dabei dient die jeweils früher produzierte Geschichte als Hintergrundinformation, "historische" Ereignisse im jeweiligen fiktiven Universum wiederholen sich am gleichen Datum, die Haupthandlung aber wird von einer anderen Perspektive mit anderen Protagonisten in einer eigenen Geschichte erzählt. Es gibt auch mehrere Universen mit eigens benannter Zeitleiste, auf deren Namen man sich bezieht, um das jeweilige Universum zu nennen. Diese besitzen jeweils miteinander anders als bei den Serien innerhalb des jeweiligen Universums/der jeweiligen Zeitleiste in keinster Weise (geschichtlichen) Zusammenhang, mit Ausnahme der Existenz von Gundams.
Die erste Gundam-Serie scheint als Vorbild den Zweiten Weltkrieg mit seinen gewaltigen Materialschlachten mit Flugzeugträgern und Kampffliegern gehabt zu haben, nur dass der Konflikt in die Zukunft verlagert wurde und im Weltraum zwischen einer Föderation mit Hauptsitz Erde und dem Herzogtum Zeon mit Hauptsitz auf einer Gruppe von Weltraumkolonien (riesige Weltraumstationen) stattfindet. Es ist deutlich, dass die Allianz Vorbild für die Föderation und die Achsenmächte Vorbild für das Herzogtum Zeon standen, deren Flagge, die der Kriegsmarine stark ähnelt, und ihren Mobile Suits teilweise deutsche Namen gibt. Große Flotten von Trägerraumschiffen, mit vielen „Mobile-Suit"-Kampfmaschinen an Bord, streiten um die Vorherrschaft im Sonnensystem.
Da allerdings in den meisten Gundamserien das Eindeutige "Gut/Böse"-Kontrast zwecks Realitätsnähe entfernt wurden, herrschen auch große Abweichungen. So sind die Grundsätze der Zeon von Edler Absicht, so führen die Weltraumkolonisten anfangs unter ihrem Gründer Zeon zum Daikun einen Freiheitskampf gegen die ungerechte Behandlung seitens der Föderation, allerdings wurde dieser schon vor der Haupthandlung ermordet und eine Machthungrige Familie, die Zabis treten an seiner Stelle an die Macht. Im Namen der Ideale Zeons machen sie aus dem Freiheitskampf einen Eroberungsfeldzug. In der als "Z Gundam" bekannten Fortsetzung werden seitens der Erdenföderation die "Titans" gegründet, eine der SS ähnlichen Organisation, die systematisch versucht, sämtliche militärischen Vorrechte an sich zu reißen, Newtypes als aussätzige, potentiell gefährliche Untermenschen ansieht und diese mit ständigen, Gestapo-haften Überwachungsmethoden schikanierte. So wird die anfängliche Protagonistenfraktion zur Antagonistenfraktion.
Die Kolonien sind kilometerlange Zylinder, sogenannte O'Neill-Kolonien, deren Wände teils aus Fenstern bestehen, teils (auf der Innenseite) das Land der Kolonie tragen. Große Reflektoren sammeln das Sonnenlicht und werfen es durch die Fenster auf das Land der Kolonie. Auf diesem Boden sind Landschaften nebst Gewässern und Städten angelegt worden. Durch die Rotation der Zylinder um die Längsachse wirkt die Zentrifugalkraft als künstliche Schwerkraft innerhalb der Kolonie. An den Enden der Koloniezylinder sind die Raumhäfen bzw. große Laserwaffen untergebracht. Im Cosmic Era sind die Kolonien sind an den Lagrangepunkten des Sonnensystems positioniert. Dort heben sich die Schwerkräfte der Planeten bzw. Monde auf. Z.B. existiert ein Lagrangepunkt zwischen Erde und Mond. Zudem werden die Kolonien im Extremfall selbst als Waffen verwendet, indem man diese gewaltigen Stationen absichtlich auf die Erde stürzen lässt (Colony Drop), um dort Städte und ganze Landstriche zu verwüsten.
In den Gundam-Serien spielen merkwürdige Fähigkeiten eine Rolle, die als Newtype bezeichnete Menschen besitzen. Newtypes ("NT") haben sich durch natürliche Evolution an das Leben im Weltraum angepasst. Ihre New-Type-Fähigkeiten erlauben das Erfühlen der Gegenwart und die mentale Kommunikation mit anderen Newtypes sowie die instinktive Erkennung von Gefahren im voraus, was eine ideale Beherrschung der „Mobile Suit“-Kampfmaschinen und spezifisch für Newtypes konzipierte Technologien erlaubt. Auch haben Newtypes angeblich eine andere, "weiterentwickelte" Mentalität. Es gibt u.a. auch künstlich gezüchtete Newtypes, diese werden "Enhanced Human" ("Verbesserte Menschen") genannt. Sie besitzen alle Fähigkeiten und Eigenschaften eines Newtypes, zeigen aber verstärkte mentale Veränderungen: Sie sind psychisch sehr instabil ,was u.a. zu starken Gemütsschwankungen oder gar labilem Verhalten führen kann.
Dies, und vor allem eine Szene aus Mobile Suit Gundam: Char's Counterattack, in der der Protagonist Amuro Ray und sein Rivale Char Aznable mit ihren mentalen Fähigkeiten Gegenstände wie Mobile Suits in Bewegung versetzen und eine auf die Erde stützende Asteroidenbasis bremsen, erinnert stark an die Macht aus dem Star-Wars-Universum (wobei noch unklar ist, ob das Bewegen der genannten Gegenstände allein auf die Newtype-Fähigkeiten oder ob sie im Zusammenhang mit dem im Gundam eingebauten Psycho-Frame zurückzuführen ist), die Kolonielaser an den Laser des Todesstern, obgleich die Rolle des Lasers weitaus minderer ist als das des Todessterns in Star-Wars. Die Gundam „Mobile Suits“ sind neben Strahlen- und Projektilwaffen auch mit Laserschwertern (wobei der Begriff "Laser" eigentlich überhaupt nicht vorkommt, verwendet wird stehts der Begriff "Beam" also "Strahl") und gegebenenfalls mit anderen Nahkampfwaffen ausgerüstet. Auch gibt es seitens Star-Wars scheinbar Bezüge zu Gundam, in Star-Wars III: Die Rache der Sith fliegt Obi-Wan einen "Eta-2 Actis Interceptor", der im Gegensatz zu den Grün bemalten Standardmodellen Rote streifen besitzt. Dies erinnert stark and Char Aznable, der Rivale des Hauptdarstellers im Universal Century, der den Beinamen "Red Comet" ("Roter Komet") trägt, da er seine Mobile Suits (bei seiner ersten Erscheinungen ein "Zaku II", der normalerweise ebenfalls einen grünen anstrich besitzt) des Öfteren Rot anmalt. Solche Details lassen zwar vermuten, dass gewisse Zusammenhänge bewusst entstanden sind, dies ist aber nicht der Fall. So wird die Macht bei Star Wars z.B. als offensive Waffe genutzt, wohingegen sich die "Macht" der Piloten auf meistens auf ihre Reaktionsgeschwindigkeit und das steuern ihrer MobileSuits beschränkt. Des Weiteren ist fragwürdig, ob, nur weil neben konventionellen Waffen Laser eingesetzt werden eine Beziehung zu Star Wars hergestellt werden kann.
Die meisten Serien und Filme des Gundam-Universums starten angeblich sehr ähnlich. Im Verlauf eines Konfliktes trifft ein junger ca. 14-16 Jahre alter Held auf eine nicht benutzte, ihm bis dato unbekannte Mobile-Suit-Kampfmaschine welche sich später oft als revolutionäre und kampfstarke Neuentwicklung entpuppt. In Wahrheit aber variieren die Anfänge stark voneinander, es wird aber des Öfteren, um einen nostalgischen Wink auf das Original zu schaffen (das immerhin über 25 Jahre zurückliegt), in einigen Serien tatsächlich dieses Handlungsmuster benutzt. Als bestes Beispiel dient hier Gundam SEED, in welches auch Fangphrasen und Szenen aus der Originalen Serie regelrecht Nachgespielt werden, nur eben mit anderen Charakteren.