Hübichenstein

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Hübichenstein
Höhe 345 m ü. NN
Lage Niedersachsen, Deutschland
Gebirge Harz
Geographische Lage 51° 49' 12" N, 10° 14' 6" O

Der Hübichenstein ist ein Berg im Harz in der Nähe von Bad Grund. Er hat eine Gesamthöhe von etwa 345 Metern über Normalnull. Die Erhebung besteht aus zwei miteinander verbundenen Felsnadeln. Von diesen wird jedoch in der Regel nur die höhere, die etwa 50 Meter über die Umgebung hinausragt, mit dem Hübichenstein assoziiert.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Der Hübichenstein liegt direkt an der Bundesstraße 242 am Fuße des Iberges, zirka einen Kilometer Luftlinie nördlich vom Ortskern von Bad Grund. Ungefähr 800 Meter östlich befindet sich die Iberger Tropfsteinhöhle.

Geologie

Die Felsspitzen des Hübichensteines sind Überreste von Korallenriffen. Sie bestehen zum größten Teil aus Riffkarbonatgesteinen des oberen Mitteldevons (Givetium).

Der Kalkstein gehört erdgeschichtlich zum Kalkstock des nahen Iberges. Dies wird unter anderem dadurch deutlich, dass hier, wie am Iberg, nestförmige Feldspat- und Limonitvorkommen vorhanden sind. Aus diesem Grund existieren auch unter dem Hübichenstein einige Pingen.

Tourismus

Der Hübichenstein ist touristisch sehr gut erschlossen. Auf die kleinere der beiden Felsnadeln führt ein steiler Wanderweg. Vom Gipfel aus hat man einen weiten Ausblick auf die Umgebung und kann auch den bronzenen Adler betrachten, der im Jahre 1897 zu Ehren Kaiser Wilhelm I. auf der anderen Spitze installiert wurde.

Zudem ist eine kleine Felsenbühne am Fuße des Hübichensteines am 30. April eines jeden Jahres der Schauplatz eines großen Walpurgisnachtfestes. Dieses zieht regelmäßig tausende von Besuchern an.

Sage

Eine berühmte Harzer Sage berichtet, dass der Hübichenstein in vergangenen Zeiten das Zuhause von Zwergen, Gnomen und Elfen war.

Der Zwergenkönig Hübich sei demnach der Herr über den Berg gewesen. Hübich wird als alter Mann von kleiner Statur mit rauhem Haar und einem Bart, der bis zum Bauch reichte, beschrieben. Die Sage will wissen, dass in diesem Bart auch die Zauberkraft des Zwerges steckte. Der freundliche und gutherzige Herrscher schenkte den Armen der Region oftmals goldene Tannenzapfen. Es war den Menschen jedoch untersagt, sein Reich zu betreten. Verstöße gegen dieses Verbot soll Hübich hart bestraft und die Sünder etwa festgebrannt haben. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Spitze des Berges von einigen Soldaten zerschossen. Daraufhin sah man Hübich nie wieder.

Hübich gilt noch heute als inoffizieller Schutzpatron der Stadt Bad Grund.

Zitate

„Der Hübichenstein, Kalkfelsen am Iberge in der Nähe der Bergstadt Grund, eigentlich ein Korallenfels, an welchem auch die tellurischen Trennungen, obgleich unregelmäßig, zu bemerken sind. [...]“

Johann Wolfgang von Goethe am 12. August 1784

Siehe auch

Weblinks

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