| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Kreis: | Rhein-Erft-Kreis | |
| Koordinaten: | 50° 53′ N, 6° 53′ O | |
| Höhe: | 54–154 m ü. NN | |
| Fläche: | 51,173 km² | |
| Einwohner: | 55.593 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1086 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 50354 | |
| Vorwahl: | 02233 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BM | |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 62 028 | |
| Stadtgliederung: | 12 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Friedrich-Ebert-Straße 40 50354 Hürth |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Walther Boecker (SPD) | |
Hürth ist eine mittlere kreisangehörige Stadt im Rhein-Erft-Kreis, Regierungsbezirk Köln, Nordrhein-Westfalen.
Hürth gliedert sich in die zwölf Stadtteile Alstädten-Burbach, Alt-Hürth, Berrenrath, Efferen, Fischenich, Gleuel, Hermülheim, Kalscheuren, Kendenich, Knapsack, Sielsdorf und Stotzheim, die wiederum zu acht Stadtbezirken zusammengefasst werden:
Hürth liegt südwestlich von Köln am Nordost-Hang der Ville, eines Teils des Naturparks Rheinland. Die Stadt gliedert sich in drei Landschaftsräume:
Durch den Braunkohletagebau wurde etwa ein Drittel der land- oder forstwirtschaftlich genutzten Flächen der Stadt abgebaggert. An Wohnplätzen waren nur der Ortsteil Berrenrath betroffen, der geschlossen umgesiedelt wurde. Die Weiler Ursfeld und Aldenrath sind ganz verschwunden. Heute ist dieses Gelände vollständig rekultiviert. Weite Teile sind aufgeforstet, andere in landwirtschaftlicher Nutzung (vor allem Weiler Berrenrath). Auf dem Gelände der ehemaligen Braunkohlegrube „Hürtherberg“ entstand auf Initiative von Adolf Dasbach eines der ersten Rekultivierungsgebiete überhaupt mit dem nach ihm benannten Weiher, heute Naherholungsgebiet. Im sogenannten Ville-Restfeld bei Knapsack entsteht ein in seinem Artenreichtum in NRW einzigartiges Naturschutzgebiet. Das Gelände rund um den Hürther Waldsee ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich und wird als Naturschutzgebiet sich selbst überlassen. Der Otto-Maigler-See ist ein beliebtes Wassersport- und Naherholungsgebiet. Weitere Gewässer sind der Gotteshülfe See bei Berrenrath sowie der Margarethen- und der Nordfeldweiher zwischen Hürth und Brühl sowie die Fischteiche bei Fischenich. Der Nordteil des Bleibtreusees liegt ebenfalls auf Hürther Gebiet. Außer den Fischteichen entstanden alle Gewässer in den letzten 70 Jahren durch den Braunkohleabbau und nachfolgende Rekultivierungsmaßnahmen mit Restseen.
Folgende Bäche fließen in Hürth:
Alle Bäche versickerten früher bei normaler Wasserführung im Schotter der „Mittelterasse“ des Rheins. Da die Wasserführung durch die stark wasserhaltige Braunkohle im Quellgebiet und das Gefälle des Villehanges zumindest gelegentlich zum Betrieb von Mühlen ausreichte, waren 16 Mühlen im Raum Hürth an den drei erstgenannten Bächen angelegt.
Die Römer fassten zur Versorgung der späteren Stadt Köln den Duffes-, Burbach und Gleueler Bach sowie einige Quellsprünge aus Bachem im Bereich des heutigen Hermülheimer Burgparks zusammen und führten sie bis Köln weiter. Auf diese erste „Hürther Leitung“ folgte im 1. Jahrhundert n.Chr. die Eifelwasserleitung. Im Mittelalter wurde dies zugeführte Wasser in Köln für Handwerk und Gewerbe benutzt (Blaubach, Rotgerberbach etc.).
Erste Siedlungsspuren auf Hürther Gebiet finden sich schon aus vorrömischer Zeit. Aus römischer und fränkischer Zeit existieren zahlreiche Hinterlassenschaften, am auffälligsten die Überreste der alten Eifelwasserleitung,
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Karte von Tranchot Anfang des 19. Jahrh. „Mairie Efferen“ |
welche die Wasserversorgung der Stadt Köln sicherstellte. Sie wurde ab dem Hermülheimer Burgpark als Aquädukt geführt, ihr Fundament bildete dabei die alte Vorgebirgsleitung, ihr Vorgängerbau. Hürth wurde von mehreren Römerstraßen, wie der heutigen Luxemburger und der Bonnstraße durchschnitten. Auf dem Villehang bei Kendenich, im Hürther und Gleueler Bachtal finden sich römische Siedlungsspuren, nahe Gleuel ein heiliger Bezirk. In Efferen wurde ein Kammergrab ergraben. An der Stadtgrenze zu Brühl, am „Villenhaus“, befand sich ein römischer Straßenposten. Auf der Kranzmaar nahe der Luxemburger Straße bei Knapsack lag eine fränkische Fliehburg, die im Volksmund Teufelsburg genannt wurde. In den 1970er Jahren erwarb die Firma Hoechst das Gelände und riss die vorhandenen Überreste ab. In jüngster Zeit wurden in Efferen und Hermülheim bedeutende fränkische und römische Gräberfelder freigelegt, die Erkenntnisse über für den Kölner Raum bislang kaum erforschte Zeitabschnitte liefern können.
Im Spätmittelalter bzw. der frühen Neuzeit teilte sich das Gebiet auf das Erzbistum Köln und das Herzogtum Jülich auf. Der Ortsteil Hürth (Alt-Hürth) gehörte zur Herrschaft Valkenburg in Brabant und damit zu den Spanischen, später Österreichischen Niederlanden.
Nach der Besetzung des Rheinlandes durch französische Truppen 1797 wurden auf dem Gebiet der heutigen Stadt Hürth zwei Bürgermeistereien (französisch Mairie), Hürth und Efferen, gebildet. Zu Efferen gehörte bis 1888 noch die Gemeinde Kriel, die heutige Kölner Vororte umfasste. Zwischen 1888 und 1920 wurden die Bürgermeistereien gemeinsam verwaltet. Bürgermeister war damals Heinrich Rosell, der dieses Amt seit 1878 schon für Hürth bekleidete.
Am 1. April 1930 wurden auf Initiative von SPD, KPD und Bürgermeister Werner Disse (Zentrum) die Landgemeinden der Bürgermeisterei Hürth, Hürth selbst (mit Alstädten und Knapsack), Berrenrath, Fischenich, Gleuel (mit Sielsdorf und Burbach), Hermülheim und Kendenich (mit Kalscheuren) zu einer Großgemeinde zusammengeschlossen, welche durch den Braunkohleabbau die reichste in Deutschland war.
Nachdem im selben Jahr ein Versuch der Stadt Köln unter ihrem damaligen Bürgermeister Konrad Adenauer scheiterte, die verschuldete Bürgermeisterei Efferen einzugemeinden, wurde diese im Jahr 1933 zusammen mit der zugehörigen Landgemeinde Stotzheim der Großgemeinde Hürth zugeordnet, die dadurch (bis 1978, dem Jahr der Verleihung der Stadtrechte) zur größten Landgemeinde Deutschlands wurde.
Etwa ein Drittel der Stadtfläche, beinahe der gesamte Villerücken, wurde nach und nach abgebaggert. 1988 wurde die letzte Tonne Braunkohle in der Stadt gefördert. Heute finden sich dort zahlreiche Naherholungsgebiete und neu aufgeforstete Wälder. Die Orte Aldenrath und Ursfeld verschwanden dabei vollständig, die Bevölkerung wurde größtenteils in Gleuel ansässig. Berrenrath und Knapsack wurden nahezu vollständig umgesiedelt, Knapsack wurde nicht abgebaggert, sondern aus Umwelt-Gründen umgesiedelt.
Ein Wahrzeichen Hürths war bis in die 1970er Jahre des 20. Jahrhunderts der Wasserturm an der Kranzmaar, der dann niedergelegt wurde. Weithin sichtbar waren die „12 Apostel“, die zwölf Schornsteine des Kraftwerk Goldenberg der Rheinisch Westfälischen Eliktrizitätswerke auf dem Villerücken, an vier waren in großen Leuchtbuchstaben der Schriftzug RWE angebracht. Sie wurden mit der Renovierung des Werks nach und nach abgerissen beziehungsweise Stück für Stück gekappt. Heute ist nur noch ein Stumpf erhalten, der einen Wasserturm trägt. Ein Doppelschlot erfüllt heute ihre Funktion. Eins der heutigen Wahrzeichen ist die Wasserburg Kendenich.
Hürth war seit dem 22. November 1963 Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Köln. Das Kreishaus wurde gegenüber dem neuen Rathaus gebaut. Vorher – seit dem Jahre 1816 – saß die Kreisverwaltung in der Stadt Köln. Als der Landkreis Köln zum 1. Januar 1975 mit dem Kreis Bergheim zusammengelegt wurde, hatte der neu gebildete Erftkreis (heute Rhein-Erft-Kreis) zunächst zwei Sitze. Erst am 3. September 1993 wurde die Kreisverwaltung in Bergheim konzentriert. Heute sind beim ehemaligen Kreishaus noch Nebenstellen des Straßenverkehrsamtes und des Gesundheitsamtes untergebracht
Mit Geschichte und Kultur der Stadt beschäftigt sich der Heimat- und Kulturverein der Stadt Hürth.
Das Wappen von Hürth zeigt einen dem Familienwappen der Ritter Hurth von Schönecken entnommenen Adler, das kurkölnische Kreuz und ein Zahnrad, das auf die Industrie hinweisen soll. Es wurde der Gemeinde am 26. Oktober 1934 durch einen Erlass des preußischen Staatsministeriums verliehen. Inzwischen ist erwiesen, dass es zwischen Hürth und dem aus der Eifel stammenden Adelsgeschlecht der Hurth von Schönecken außer der relativen Namensgleichheit keine Verbindung gibt.
Die Stadt Hürth verfügt über zwei kommunale Veranstaltungsorte für kulturelle Veranstaltungen, den Löhrerhof in Alt-Hürth und das Bürgerhaus verbunden mit dem Rathaus, das vom Bürgerhausrestaurant (bis zur Schließung am 1. April 2006) kulinarisch begleitet wurde. In der Bürgerhausgalerie werden Ausstellungen meist lokaler Künstler gezeigt, darunter auch die Jahresausstellung des Arbeitskreises Hürther Künstler.
Alle zwei Jahre findet im Löhrerhof die „Hürther Literaturnacht“ statt, bei der verschiedene Autoren aus der Region aus ihren Werken lesen (Sie wurde von Carsten Sebastian Henn initiiert, dem stellvertretendem Kulturamtsleiter, Autor und Kulturpreisträger der Stadt Hürth 2005). Der Hürther Jazzclub veranstaltet jeden Herbst im Bürgerhaus seine Jazznacht, die überregionale Bedeutung hat und auch die „Großen“ der Szene anzieht. Daneben veranstaltet der Verein im „Jazzkeller“ in Gleuel regelmäßig Konzerte. Auch die sommerliche „Kölsche Nacht“ mit bekannten Kölner Liedergruppen am „Otto Maigler See“ hat Bedeutung für den gesamten Kölner Raum. Weiterhin haben Tradition der „Hürther Musiksommer“ und – hoffentlich – das mit dem Kreis veranstaltete Theatherfestival.
Eine wichtige überörtliche Veranstaltungsstätte ist das Feierabendhaus der Infraserv in Knapsack, in dem außer Kultur, insbesondere Theater, auch Messen und Kongresse stattfinden. Die Josef-Metternich Musikschule hat mehrere, auch preisgekrönte, Musiker und Ensembles.
Mit dem Berli-Kino in Berrenrath hat sich in Hürth ein Kino aus den 1950er Jahren erhalten, in dem jedes Wochenende aktuelle Filme gezeigt werden, Mittwochs gibt es anspruchsvolle Filme aus allen Jahrzehnten. Sondervorstellungen und -reihen werden regelmäßig veranstaltet, so als Open-Air Kino am Kloster Burbach in Kooperation mit dem Kulturamt. Am Bürgerhaus wird jeden Sommer mit „Rock am Teich“ ein Festival für junge, einheimische Rockmusik veranstaltet. Im städtischen Jugendzentrum an der Bonnstraße finden immer wieder kleinere Konzerte statt. Der Tambourcorp Rhein-Gold Efferen ist mehrfacher Deutscher Meister. Weitere Kulturorte sind noch die Corrensmühle, die Burg und die Festhalle in Gleuel.
Der Karneval wird in Hürth großgeschrieben und nimmt einen hohen Stellenwert ein. Traditionell werden in Alt-Hürth, Gleuel, Stotzheim, Hermülheim, Kalscheuren, Efferen, Fischenich, Kendenich und Berrenrath Tolitäten proklamiert, ob als Dreigestirn, Prinzenpaar oder als einzelner Prinz oder Prinzessin. In Berrenrath wird in jedem Jahr eine Prinzessin proklamiert. Die Stadt lädt in jedem Jahr zum Prinzenempfang, einer großen Karnevalsparty im Bürgerhaus. In den Orten finden ab dem 11. November eine Vielzahl von Veranstaltungen der zahlreichen Karnevalsvereine statt, im Efferener Burgpark dabei auch solche mit überregionaler Anziehungskraft. Die IG Alt-Hürth veranstaltet jedes Jahr vier Sitzungen mit Spitzenkräften des Kölner Karnevals. Den Höhepunkt erreicht der Karneval an sechs Tagen im Februar/März. An Weiberfastnacht wird das Rathaus von den Jecken Weibern erstürmt. Umzüge finden in Berrenrath am Donnerstag, in Alt-Hürth am Karnevalssamstag, in Efferen, Fischenich und Hermülheim am Karnevalssonntag, in Gleuel, Kendenich und Sielsdorf am Rosenmontag und in Altstädten-Burbach, Stotzheim und Kalscheuren am Veilchendienstag statt. Dazu kommen die Kinderzüge der Schulen und Kindergärten.
Im November werden um den Martinstag (11. November) von den Schulen und Kindergärten in jedem Stadtteil bei Einbruch der Dämmerung Umzüge mit Fackeln und selbstgebastelten Laternen veranstaltet, die von einem mit goldenen Helm und roten Mantel als St. Martin verkleidetem Reiter begleitet werden. Dabei werden die traditionellen Martinslieder gesungen. Den Abschluss der Umzüge bilden die Martinsfeuer, bei denen St. Martin Weckmänner, ein Gebildebrot in Form eines Männchens, an die Teilnehmer verteilt. Die Kinder ziehen dann von Haus zu Haus (sie „rummeln“), singend, und bekommen von den Bürgerinnen und Bürgern Süßigkeiten, Obst oder andere Kleinigkeiten. In den letzten Jahren beginnt, bedingt durch den massiven Zuzug auswärtiger junger Familien, die Halloweenfeier zu Allerheiligen an Stellenwert zu gewinnen, zusätzlich zum alten Martinsbrauch.
In manchen katholischen Familien wird der Festtag der hl. Barbara am 4. Dezember gefeiert. Die Schutzpatronin der Bergleute erfuhr im rheinischen Kohlerevier besondere Verehrung. Die Kinder werden angehalten, am Vorabend des 6. Dezember, dem Nikolaustag, ihre Schuhe gut geputzt vor den Kamin oder die Zimmertür zu stellen. Am nächsten Morgen finden sie sie dann gefüllt mit Süßigkeiten und Obst vor.
Katholische Pfarrgemeinden gibt es in jedem Stadtteil außer Sielsdorf und Knapsack. Die alte Knapsacker Gemeinde wurde nach Hermülheim (Hürth-Mitte) umgesiedelt, wo sich jetzt die neue Pfarrkirche St. Joseph findet. Die Gemeinden sind, bedingt durch den Mitgliederschwund, in der Regel zu Pfarrverbänden zusammengelegt und werden dann gemeinsam von einem Seelsorger betreut. Zwei Kirchen wurden bereits profaniert. Viele der Kirchen stehen unter Denkmalschutz so auch die gerade profanierte St. Ursula in Kalscheuren, die von Professor Dominikus Böhm gebaut wurde.
Die Orte Alstädten, Burbach, Kalscheuren, Hermülheim, Stotzheim, Berrenrath und Knapsack waren bis ins 19./frühe 20. Jahrhundert keine eigenen Pfarrgemeinden, sondern umliegenden Ortschaften zugeordnet. Für Berrenrath war dabei auch das Kloster Burbach zuständig.
Die ältesten Gemeinden dürften die in Alt-Hürth, Efferen und Kendenich sein.
Es gibt in Hürth zwei evangelische Kirchengemeinden:
Im alten Gemeindezentrum an der Kölnstraße in Hermülheim ist die Kirchengemeindeverwaltung und die evangelische Kindertagesstätte. Im ovalen Kirchsaal wird nur noch gelegentlich Gottesdienst gehalten. Das Untergeschoss dient der Jugendarbeit („Rumpelkammer“, www.kinderatelier.org).
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Hürth nur ganz wenige evangelischen Christen. Erst mit der Industrialisierung und dem massiven Zuzug von Arbeitern aus dem ganzen Deutschen Reich änderte sich das. Die Evangelischen in den einzelnen Ortsteilen wurden anfangs von Frechen (für Gleuel und Stotzheim), Brühl (nach 1948 noch Fischenich, Hermülheim und Kalscheuren) und Köln-Lindenthal (Efferen) betreut. Die Evangelische Kirchengemeinde Knapsack mit (Alt-)Hürth, Kendenich und Berrenrath wurde 1948 von Brühl in die Selbständigkeit entlassen. Die Gemeinde hatte Mitte der 1950er Jahre über 3200 Seelen. Aber erst seit dem 1. Januar 1957 vereinigten sich alle im Bereich der zivilen Großgemeinde Hürth ansässigen Evangelischen zu der neuen Evangelischen Kirchengemeinde Hürth mit damals insgesamt etwa 9000 Seelen. Die Gemeinde hatte nur einen Pfarrer, einen Gemeindediakon (Pastor) und einen Predigthelfer (Katechet) Die Gemeinde wurde Ende der 1960er Jahre geteilt. Seit kurzem wird wieder mehr zusammengearbeitet, und unter günstigen Umständen sollen beide Gemeinden auch „wiedervereinigt“ werden.
Die erste Predigtstätte entstand in Knapsack mit (1921–1943) einem „Holzkirchlein“ am Bertrams-Jagdweg. Die 1951 an der Dr.-Kraus-Straße mit Unterstützung durch die örtliche Industrie errichtete Dankeskirche und das bereits 1926 errichtete Pfarrhaus in der Haupt-/Alleestraße wurden mit der Umsiedlung Knapsacks abgerissen. Kruzifix und Abendmahls-Geräte, Taufstein und Glocke wurden von Kendenich übernommen.
Die Stadtbücherei Hürth befindet sich in den Räumlichkeiten des Bürgerhauses in der Friedrich-Ebert-Straße. Gegründet 1948/49 bietet die Stadtbücherei heute über 40.000 Medien auf 807,8563 m². Ein Schwerpunkt der Sammlung sind Werke zur Ausbildung und Berufwahl, sowie Bewerbungsratgeber. Die Stadtbücherei engagiert sich ebenfalls auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendliteratur. In diesem Bereich wurden der Bücherei seit 2002 gesonderte Mittel zum wesentlichen Ausbau und Erweiterung ihres Bestandes zur Verfügung gestellt. Durch die Jahre lange Durchführung von Kinderveranstaltungen steht die Stadtbücherei heute in engem Kontakt zu den Hürther Schulen und betreibt in dieser Kooperation aktiv Leseförderung. Die Öffnungszeiten und weitere Informationen sind auf der städtischen Homepage einzusehen. Das städtische Archiv unter professioneller Leitung eines Historikers befindet sich ebenfalls im Bürgerhaus.
Die Wirtschaftskraft der jungen Stadt machte es möglich, dass Hürth zum 1. April 1940, also mitten im Krieg, als erster Ort im Umland von Köln eine Mittelschule als erste weiterführende Schule einrichten konnte. Die Schule im Ortsteil Hermülheim zog Schüler auch von außerhalb an. Nach einem Jahr Unterbrechung 1945/1946 verließen im April 1947 14 Schüler und Schülerinnen die dann bereits Realschule benannte Einrichtung mit dem Zeugnis der Mittleren Reife, darunter auch der spätere Brühler Unternehmer und ADAC-Präsident Otto Flimm. Seit 1960 trägt die Schule den Namen Friedrich-Ebert-Realschule. Gymnasiasten aus Hürth mussten entweder nach Brühl oder nach Köln Lindenthal fahren.
1960 konnte mit dem Aufbau eines eigenen Gymnasiums, zuerst noch in Baracken an der Realschule begonnen werden. Seit 2005 hat die Schulkonferenz mit Zustimmung des Rates der Stadt für die Schule den Namen Ernst-Mach-Gymnasium gewählt. Vorher hieß die Schule Gymnasium Hürth Bonnstraße.
Bereits 1974 wurde bei den Planungen für ein neues Schulzentrums an der Sudetenstraße eine Erweiterung des Schulangebotes notwendig. Ein zweites Gymnasium wurde errichtet, auch dies einzigartig für eine Mittelstadt. Seit 1991 führt das Gymnasium begründet durch großes Engagement der Schule an und für Projekte in der Dritten Welt den Namen Albert-Schweitzer-Gymnasium. 1989 führte die Schule als erste Schule in Deutschland einen bilingualen Deutsch/Spanischen Zweig ein. Alle drei weiterführenden Schulen haben heute Schülerzahlen, die sie an die Grenzen ihrer Kapazität bringen: Die Gymnasien um die 1000 und die Realschule über 750.
Hauptschulen gibt es in Kendenich, dort als Ganztagsschule, und im Schulzentrum an der Sudetenstraße.
Die Berufsbildenden Schulen stehen in der Trägerschaft des Rhein-Erft-Kreises. Eine von 5 Schulen an sieben Standorten ist das Goldenberg Berufskolleg in Hürth Alt-Hürth, einer Schule für Technik und Gestaltung mit Gymnasialer Oberstufe. Dort kann in Verbindung mit technischer oder gestalterischer Ausbildung eine Anzahl von allgemeinen Bildungsabschlüssen in Teil- und Vollzeit bis hin zur allgemeinen Hochschulreife erlangt werden.
In den Ortsteilen Hermülheim, Kendenich, Fischenich, Gleuel, Berrenrath und Alstädten-Burbach gibt es jeweils eine Grundschule, in Efferen und Alt-Hürth jeweils zwei. Die einzige evangelische Konfessionsschule für ganz Hürth ist die Bodelschwinghschule in Alt-Hürth [1], dazu kommen mehrere katholische. Ab dem Schuljahr 2006/2007 werden alle Hürther Grundschulen in Offene Ganztagsgrundschulen umgewandelt sein.
Im Ortsteil Gleuel befindet sich seit 1996 das in privater Trägerschaft der Lebenshilfe NRW stehende Alexandra-Klausa-Berufskolleg für Heilerziehungspflege. Es kooperiert dort für die praktische Ausbildung unter anderem mit der angrenzenden Käthe Kraemer Heilpädagogische Kindertagesstätte. In der Trägerschaft der Industrie steht die Rhein-Erft Akademie GmbH im Chemiepark Knapsack. Sie führt berufliche Weiterbildungs- und Vorbereitungsmaßnahmen durch für die Industrie der Region aber bietet ihre Dienste auch für Entwicklungs- und Schwellenländer wie zum Beispiel China an.
Für den Herbst 2007 ist in Kooperation mit der Fachhochschule Aachen ein berufsbegleitender Bachelor-Studiengang Prozesstechnik geplant. Die ersten drei Semester werden in Hürth absolviert, das vierte bis siebte am Standort Jülich und das achte mit einem Abschlussprojekt im kooperierenden Unternehmen. Präsenzstunden und selbständiges E-Learning werden sich abwechseln. Hürth wird dadurch, wenn auch nur als Außenstelle, Hochschulstandort.
Die Josef Metternich Musikschule der Stadt Hürth in Hürth Hermülheim und die Volkshochschule des Zweckverbandes von vier Städten im Süden des Rhein-Erft-Kreises mit einem Schulgebäude, der Ahl Schull, in Hürth Efferen runden das Bildungsangebot in Hürth ab.
Der Rat ist das wichtigste Organ der Stadt. Er vertritt die Bürgerschaft gemeinsam mit dem Bürgermeister, der Vorsitzender des Rates ist. Bei der Kommunalwahl am 26. September 2004 haben die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hürth den Rat für die Dauer von fünf Jahren gewählt. Außerdem haben sie Bürgermeister Walther Boecker mit 59,4 Prozent in seinem Amt bestätigt.
Der Rat der Stadt setzt sich aus 44 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, die folgenden Parteien angehören:
Bürgermeister seit 1945:
Die SPD ist seit Jahrzehnten die dominierende politische Kraft in Hürth, in den 1950er Jahren auch in enger Zusammenarbeit mit den Kommunisten. Hürth galt als „Rote Hochburg“. 1961 wurde die CDU stärkste Kraft im Rat und konnte mit Unterstützung der FDP den Bürgermeister stellen. Ab 1969 war die SPD zwar wieder größte Fraktion, gegenüber dem bürgerlichen Lager dennoch in der Minderheit. Zwischen 1979 und 1999 verfügte die SPD dann unter Bürgermeister Rudi Tonn über eine absolute Mehrheit im Stadtrat. Für kurze Zeit, von 1999 bis 2004, gab es in Hürth nochmal ein schwarz-gelbes Bündnis. Heute stellt die SPD 19, die CDU 18, die Grünen 4 und die FDP 3 Stadtverordnete.
Hauptanliegen der Kommunalpolitik in den letzten Jahrzehnten war, der Stadt ein Zentrum zu geben und sie zusammenwachsen zu lassen. Die Verwirklichung dieses Zentrums zwischen Alt-Hürth und Hermülheim („Hürth-Mitte“ gehört zum Stadtteil Hermülheim) mit Einkaufszentrum, neuem Rathaus, Post, zwei Kirchen, zwei Gymnasien, zentraler Hauptschule, Schwimmbad und verdichteter Wohnbebauung, direkt neben dem bereits in den 1930er Jahren entstandenen Zentralstadion, ist Ausdruck dieser Bemühungen.
Die Stadtverwaltung ist in vier Dezernate unterteilt, von denen eines direkt dem Bürgermeister unterstellt ist. Die weiteren vom Rat gewählten Dezernenten sind Baudezernent Peter Franzen und Dr. Christian Karaus. Die Stelle des Kämmerers und ersten Beigeordneten ist seit Ende 2005 wieder mit Dr. Dirk-Holger Ahrens-Salzsieder besetzt, der diese Stelle bereits von September 1996 bis Dezember 2000 inne hatte. Ein Gutteil der Verwaltung war im Jahr 2000 in die Stadtwerke Hürth AöR ausgegliedert worden, deren Vorstand Ahrens-Salzsieder wurde. Er nimmt dieses Amt jetzt in Personalunion war. Der Verwaltungsrat der Stadtwerke setzt sich aus Ratsmitgliedern unter dem Vorsitz des Bürgermeisters zusammen.
Bis 1999 wurde die Stadtverwaltung von einem hauptamtlichen Stadtdirektor geleitet, der vom Rat gewählt wurde. Das Amt des Bürgermeisters war bis dahin ein Ehrenamt, beide Funktionen verschmolzen im Amt des hauptamtlichen Bürgermeisters, der nun direkt von der Bevölkerung gewählt wird. Stadt- beziehungsweise Gemeindedirektoren seit 1946:
Die zwölf Hürther Stadtteile sind in neun Stadtbezirke gegliedert. Jeder Stadtbezirk hat einen Ortsvorsteher, der von der Partei vorgeschlagen wird, welche bei der Kommunalwahl im Stadtbezirk den höchsten Stimmenanteil erzielt. Derzeit stellt die SPD fünf Ortsvorsteher (Efferen, Alt-Hürth/Knapsack, Hermülheim/Kalscheuren, Gleuel, Kendenich), die CDU vier (Alstädten-Burbach, Fischenich, Berrenrath, Stotzheim/Sielsdorf). Im Kreistag des Rhein-Erft Kreises wird die Stadt Hürth durch die direkt gewählten Mitglieder Bert Reinhardt und Klaus Lennartz (SPD) sowie Willi Zylajew MdB und Gerd Fabian (CDU) vertreten. Über die Reservelisten errangen Eva-Maria Welskopp-Deffaa (CDU), Günter Reiners (SPD), Horst und Doris Lambertz sowie Dr. Friederike Seydel (Grüne) ihre Mandate.
Hürth gehört dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) an. Im Stadtteil Kalscheuren liegt der DB-Bahnhof Hürth-Kalscheuren. Der Bahnhof wurde auf Betreiben der Stadt Hürth von Kalscheuren in Hürth-Kalscheuren umbenannt. Dort zweigt die Eifelstrecke Köln–Gerolstein–Trier von der linken Rheinstrecke Köln–Bonn–Koblenz ab. Dort halten nur die Eifel-Bahn RB 24 Köln–Jünkerath–Trier (Eifelstrecke) und die Rheinland-Bahn RB 26 Köln–Koblenz (linke Rheinstrecke) der DB Regio NRW, beide im Stundentakt betrieben.
Hürth liegt außerdem an der Vorgebirgsbahn der ehemaligen Köln-Bonner Eisenbahnen (KBE), die heute als Stadtbahnlinie 18 betrieben wird. Im Stadtgebiet liegen die Haltepunkte Efferen und Kiebitzweg sowie die Bahnhöfe Hürth-Hermülheim und Fischenich. Der Güterverkehr auf der Strecke wurde eingestellt, und auf die Teilstrecke Wesseling (Hafen), (DB-Übergang) Brühl-Vochem/ – Kendenich Gbf, Knapsack/Berrenrath verlegt. Hingegen wurde die „Schwarze Bahn“ von Köln-Sülz über Knapsack nach Berrenrath Ende 1968 für den Personenverkehr geschlossen. Für den Güterverkehr ist sie dagegen weiterhin in Betrieb und diente bis 1972 auch als Verbindung zur Villebahn, die als Anschlussbahn zwischen den Braunkohlenwerken und der KBE (CBK) bzw. der Staatsbahn diente und weitgehend parallel nördlich an Alt-Hürth vorbei führte.
Wichtig ist noch die Nord-Süd-Bahn (Garzweiler) von RWE Power, die die Braunkohle aus den neuen tiefen Tagebauen im Norden des Abbaugebietes zu den älteren Brikettfabriken und Kraftwerken auch in Hürth bringt. In Planung befindet sich der Bau einer Stichstrecke Stadtbahnlinie 19 vom Bahnhof Hürth-Hermülheim an der Vorgebirgsbahn zum Stadt- und Einkaufszentrum Hermülheim.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Buslinien. Die Rhein-Erft-Verkehrsgesellschaft (REVG) bietet vom Busbahnhof am Stadtbahnhof in Hermülheim aus die Linie 701 über Köln-Meschenich nach Brühl, die Linie 960 über Frechen und Kerpen nach Bergheim und die Linie 979 des Regionalverkehrs Köln (RVK) über Erftstadt nach Zülpich an. Vom Bahnhof Fischenich aus führt die Linie 710 über Knapsack nach Frechen, die Linie 978 geht von Berrenrath nach Köln Hbf. Innerörtlich gibt es mehrere Stadtbuslinien des Stadtverkehrs Hürth (SVH) (verkehren nicht an Sonn- und Feiertagen) sowie ein Anrufsammeltaxisystem, das den innerörtlichen Verkehr in den späten Abendstunden und sonntags übernimmt.
Über die Anschlussstellen Gleuel und Knapsack ist die Stadt direkt an die A 1 angebunden. Die östlichen Stadtteile und das Industriegebiet Kalscheuren nutzen auch die Autobahn A 553 ab Brühl für die Auffahrt zur A 1 / A 61 oder alternativ die B 265. Die Köln-Bonner Autobahn, A 555 ist von dort auch über die L 150 zu erreichen. Die Anschlussstelle Köln-Klettenberg an der Bundesautobahn 4 (Kölner Ring) liegt nur wenige Hundert Meter nördlich des Stadtteils Efferen unmittelbar an der Stadtgrenze. Die Stadt hat so mit Einschluss weniger Teile der Nachbarstädte einen eigenen stadtnahen Autobahnring.
Die B 265, Luxemburger Straße, Trier–Köln, mit der am Vorgebirge entlang führenden Bonnstraße L 183 / K 2 sind das Verkehrsdrehkreuz von Hürth.
Einst brachte der Braunkohletagebau im Rheinischen Braunkohlerevier und das RWE – Braunkohle-Kraftwerk Goldenberg und in seinem Gefolge die energieintensive Chemie-Grundstoff-Industrie Hürth zu Reichtum. Nach dessen Auslaufen (1988) und dem Strukturwandel der Chemie ist auf dem Knapsacker Hügel (dem einzig nicht ausgekohlten Ville-Teil) ein vielfältiger Branchenmix vor allem aus Chemie- und Energieindustrie aber auch Dienstleistungen entstanden. Zu nennen sind hier Infraserv als Betreibergesellschaft des Chemiepark Knapsack, die RWE Power AG und die Rheinpapier Papierfabrik. Nach Berrenrath hin schließt die einzige im Südteil der Ville verbliebene Brikettfabrik Ville/Berrenrath mit Kraftwerk an. Auch die mit Knapsack durch Produkten- und Prozessdampf-leitungen verbundenen Fabrikteile südlich von Alt-Hürth (Chlorchemie Polyvinylchlorid) gehören zum Chemiepark.
Auch die Medienindustrie hat in Efferen und Kalscheuren Fuß gefasst. Hürth ist der europaweit größte Standort für private Fernsehproduktionen (Wer wird Millionär? u. a.). Auch in Efferen und Kalscheuren, Gleuel und in Hürth-Hermülheim finden sich sehr große Gewerbegebiete.
Insgesamt hat Hürth eine positive Pendlerquote, das heißt, es kommen mehr Menschen nach Hürth zur Arbeit als Hürther in andere Städte fahren.
Wichtige zentrale Einrichtungen in Hürth sind das Türkische Generalkonsulat, das Bundessprachenamt und die Deutschlandzentrale des Lazarus Hilfswerks des internationalen Lazarus Ordens. Mit der Geschäftsstelle des Landesverbandes NRW der Lebenshilfe ist eine Behindertenorganisation in Hürth vertreten, die sich für geistig Behinderte einsetzt. Auch das Krankenhaus und einige private Kliniken haben überörtliche Bedeutung.
An Dienststellen des Kreises sind in Hürth gegenüber dem Rathaus Nebenstellen des Straßenverkehrsamtes und des Gesundheitsamtes für die Bürger der südlichen Teile des Rhein-Erft-Kreises.
Den Kontakt zu den Partnerstädten pflegt sehr intensiv der Partnerschaftverein. Am 8. September 1991 nahm die Stadt die ihr vom Europarat für ihr Engagement in der Internationalisierung verliehene Europafahne entgegen
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Durch Hürth führte die Eifelwasserleitung, ein römischer Aquädukt zur Versorgung der Stadt Köln mit gutem Eifelquellwasser.
Vor dem Bau der Eifelwasserleitung wurden im heutigen Stadtgebiet bereits einige Quellen und Bäche für diesen Zweck genutzt. Reste dieser Wasserleitungen finden sich immer noch im Untergrund der Stadt. Der gekennzeichnete Römerkanal-Wanderweg führt entlang der Trasse der Eifelleitung durch das Stadtgebiet (in Fischenich „Grabenstraße“) vorbei an aus dem Boden gehobenen und aufgestellten Teilstücken (Alt-Hürth an Kirche/Schwimmbad und Hermülheim am Bürgerhaus) und an im Boden freigelegten Leitungsteilen wie an der Grenze von Hermülheim zu Efferen hinter der Realschule. Jenseits der Stadtgrenze (Berrenrather-/Militärringstr.) liegt die freigelegte Entschlammungsanlage.
Außerdem sehenswert sind die Burgen in Efferen, Kendenich und Gleuel (mit Oldtimermuseum) sowie Burg Schallmauer bei Berrenrath; Reste von Burgen in Fischenich und Alt-Hürth.
Das Stadion mit Radrennbahn, die Berufsschule und das Schwimmbad in Alt-Hürth sind sehenswerte Denkmäler aus dem späten 19./frühen 20. Jahrhundert.
Weitere Sehenswürdigkeiten:
Sowie Zahlreiche Häuser und Bauernhöfe unterschiedlichster Bauepochen in allen Stadtteilen.
An Naturdenkmälern und Natur- und Landschaftsschutzgebieten:
Dominierend in Hürth ist sicher der Fußball. Acht Vereine sind hier aktiv. Klassenhöchster Fußballverein ist derzeit der BC Berrenrath, in der Saison 2006/07 in der Verbandsliga spielend.
Im April 1930 wird das Hürther Schwimmbad eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Das gezeigte Interesse der Bevölkerung schlägt sich in der Gründung der beiden Schwimmvereine „Freie Wassersportvereinigung Groß Hürth“ und „BC Sparta“ nieder. Ziel beider Vereine ist die Ausbildung von Nichtschwimmern und Weiterbildung für Schwimmer. Trotz damaliger geringer Freizeit – in Folge also wenig Übungsstunden – wurden schon bald Sportmannschaften gegründet, die erste Turniere und Schwimmfeste durchführten. Schon 1931 kamen von der „Freie Wassersportvereinigung Groß Hürth“ erste Rettungsschwimmer für den Rettungsdienst am Rhein in Rodenkirchen zum Einsatz. Auch die zulässige Besucherzahl für das Schwimmbad wurde erstmals überschritten.
Sportlich treten heute vor allem die Hürther Rudergesellschaft, der Schwimmclub, der Berrenrather Billardclub, Budo-Sport YAMATO Hürth sowie der Ringerclub KSV Efferen und der Sportkeglerverein sowohl durch hervorragende Leistungen einzelner Sportler wie auch der Höhe der Spielklasse hervor. Der zweite Hürther Ringerclub, der RC Hürth, leistet im Bereich der Jugendarbeit Hervorragendes. Der THC Hürth bietet den Tennis- und Hockeyfreunden beste Trainingsbedingungen. Daneben gibt es zahlreiche weitere Sportclubs unterschiedlichster Prägung.
In jedem Ortsteil gibt es mehrere Karnevalsgesellschaften. Die ältesten sind wohl die Große Gleueler KG. von 1912, das Tambour-Corps 1921 Hürth-Gleuel, die Große Knapsacker KG. von 1935, die Hürther Funken Blau-Weiß von 1938 und die Prinzengarde Rot-Weiß Hürth von 1947 e.V.. Eine große Gründungswelle gab es Mitte der 1970er Jahre.
In fast jedem Ort gibt es einen Schützenverein. In Berrenrath hält die Maigesellschaft seit mehreren hundert Jahren dieses Brauchtum aufrecht.
Weiter gibt es in Hürth verschiedene Brunnenvereine: in Berrenrath, Alstädten-Burbach und Gleuel.
Die Vereine sind auf den Stadtteilseiten und in der offiziellen Internetseite der Stadt aufgelistet und gelinkt.
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