| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern | |
| Landkreis: | Ludwigslust | |
| Koordinaten: | 53° 25′ N, 11° 11′ O | |
| Höhe: | 25 m ü. NN | |
| Fläche: | 67,44 km² | |
| Einwohner: | 12.252 (30. Juni 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 182 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 19230 | |
| Vorwahl: | 03883 | |
| Kfz-Kennzeichen: | LWL | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 54 043 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Lange Straße 28-32 19230 Hagenow |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Gisela Schwarz | |
| Lage der Stadt Hagenow im Landkreis Ludwigslust | ||
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Hagenow ist eine deutsche Stadt im Westen Mecklenburg-Vorpommerns, ca. 30 Kilometer südwestlich von der Landeshauptstadt Schwerin gelegen. Sie ist Sitz des Amtes Hagenow-Land, aber nicht amtsangehörig.
Das historische Zentrum gilt als schönes Beispiel einer mecklenburgischen Landstadt mit Fachwerkhäusern vom 17. bis ins 19. Jahrhundert. Durch seine Nähe zu Hamburg sowie zur Autobahn A 24 ist Hagenow seit der Wende weniger von der Wirtschaftskrise betroffen als andere Städte in den fünf neuen Bundesländern. Der Lebensmittelkonzern Kühne hat hier z. B. eine der modernsten Essigfabriken Europas errichtet. Außerdem gibt es ein großes Kartoffelveredelungswerk und weitere Betriebe der Nahrungsmittelindustrie.
Zu DDR-Zeiten war Hagenow Zentrum des flächenmäßig größten Landkreises in Ostdeutschland. Berühmt wurde der Ort durch den Titel „Fru Püttelkow ut Hagenow“ der plattdeutschen Mundartgruppe „De Plattfööt“. Überregional bekannt ist auch die Schriftenreihe „Fiek'n hätt schräb'n ut Hagenow“, in der ebenfalls auf Plattdeutsch lokalgeschichtliche Ereignisse beschrieben werden. Herausgeber und Initiator der Veröffentlichung ist der Hagenower Optikermeister und Ortschronist Kuno Karls.
Inhaltsverzeichnis |
Hagenow befindet sich im Westen Mecklenburg-Vorpommerns und etwa im Zentrum des Landkreises Ludwigslust. Die nächstgelegenen größeren Städte sind im Nordosten Schwerin (ca. 30 km), im Südosten Berlin (ca. 180 km) sowie im Westen Hamburg (ca. 80 km).
Zu Hagenow gehören neben der Kernstadt noch weitere acht Ortsteile.
Hagenow wird im Zeitraum zwischen 1190 und 1195 erstmals urkundlich erwähnt, 1370 wird der Ort bereits als Stadt bezeichnet, 1754 wird dieser Status durch die offizielle Vergabe der Stadtrechte bestätigt.
Die Jahre 1538, 1748 und 1766 waren geprägt durch große Brände, die mehrmals fast die gesamte Bebauung zerstörten. Das älteste noch existierende Gebäude der Stadt stammt daher erst aus dem Jahr 1720. Ebenfalls bedingt durch die Brände ist letztendlich auch die typische mecklenburgische Landstadtarchitektur, die die Innenstadt dominiert.
Mit Beginn des 19. Jahrhunderts begann allmählich das Wachstum Hagenows, welches ab 1846 durch die nahegelegene Trasse der Berlin-Hamburger Bahn gefördert wurde. Bis 1900 entstanden so eine Volksschule, eine städtische Badeanstalt sowie eine Sparkasse und mehrere Zeitungsverlage. Zur Jahrhundertwende betrug die Bevölkerung schließlich 4.109 Einwohner.
1933 wird Hagenow Kreisstadt des ab 1938 gleichnamig bezeichneten Landkreises Hagenow, der ab 1949 der flächenmäßig größte der ehemaligen DDR war. Ein Jahr später wurden die bis dahin noch selbstständigen Gemeinden Granzin, Scharbow, Viez und Zapel eingemeindet.
1977 begann der der Auftakt zur Errichtung des Neubaugebietes Kietz im Norden der Stadt, mit seiner Fertigstellung wies Hagenow rund 15.000 Einwohner auf. Erst nach der Wiedervereinigung schrumpfte diese Zahl auf bis heute rund 12.000 hinab. Die gute Lage an den Fernverkehrswegen zwischen Berlin und Hamburg sorgt bis heute für den nötigen Schub in der Wirtschaft und verhindert so auch den weiteren Bevölkerungsverlust.
Nach der politischen Wende wurden ab 1991 der historische Stadtkern und der Kietz (Stadtumbau) im Rahmen der Städtebauförderung gründlich saniert.
Die Stadtvertretung der Stadt Hagenow besteht aus 25 gewählten Vertretern. Seit der letzten Wahl am 13. Juni 2004 sind vier Parteien vertreten, der Aufbau setzt sich wie folgt zusammen:
| Partei | Sitze |
|---|---|
| CDU | 9 |
| SPD | 8 |
| Die Linke.PDS | 7 |
| FDP | 1 |
Blasonierung: „In Rot das Brustbild eines hersehenden Bischofs mit natürlicher Gesichtsfarbe, silbernem Haar, rotverzierter goldener Bischofsmütze und goldenem Gewand.“
Hagenow wurde 1991 in das Städtebauförderungsprogramm des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen. Die Absicht dahinter bestand darin, die typische mecklenburgische Einzelhandels- und Gewerbestruktur, die die Stadt prägt, wiederzubeleben und auch zu erhalten. Gleichzeitig sollte so auch das historische Zentrum saniert und wieder attraktiver gestaltet werden.
Die Umsetzung dieser Maßnahmen führte dazu, dass heute mehrere Einzelhandelsgeschäfte in der Altstadt die Straßen säumen, weiter außerhalb befinden sich zudem zwei große Gewerbegebiete, die unter anderem ein Werk der Carl Kühne GmbH & Co. KG und ein Werk des Nahrungsmittelkonzerns Danone aufweisen.
Die Liste beinhaltet nur eine Auswahl größerer Unternehmen, eine genaue Übersicht befindet sich auf der Stadthomepage [1].
Hagenow befindet sich an der B 321, die von Pritzier weiter nach Schwerin verläuft. Nördlich der Stadt befindet sich die Anschlussstelle Hagenow der A 24.
Im Schienenverkehr wird die Stadt gleich durch zwei Bahnhöfe erschlossen. Der ältere Bahnhof Hagenow Land wurde bereits mit Einweihung der Berlin-Hamburger Bahn am 15. Oktober 1846 in Betrieb genommen. 1847 kam eine weitere Strecke nach Schwerin und 1894 die Kaiserbahn nach Bad Oldesloe hinzu, letztere wurde nach und nach stillgelegt, so dass nur noch der Stadtbahnhof Hagenow an der Strecke bedient wird. Beide Bahnhöfe werden ausschließlich im Regionalverkehr bedient, es bestehen Reisemöglichkeiten nach Hamburg, Ludwigslust, Schwerin und Rostock.
Der jetzige Bau der Stadtkirche stammt aus den Jahren 1875 bis 1879. Er ersetzt seinen Vorgängerbau aus Felsenmauerwerk und wurde im neugotischen Stil errichtet.
Im Zweiten Weltkrieg wird das Gebäude nur leicht beschädigt. Der größte Verlust, den die Hagenower allerdings hinnehmen mussten, war der Verlust ihrer Kirchturmglocke, die in den Kriegswirren abhanden kam und sich heute vermutlich auf dem Glockenfriedhof in Hamburg-Veddel befindet. Erst einige Jahre später konnte ein Ersatz beschafft werden, in der Zwischenzeit läutete lediglich eine kleine Glocke für die Kirche.
Das Gebäude wurde in den 1970er Jahren umfangreich restauriert, 1994 erhielt der Bau eine neue Orgel sowie 2001 eine Photovoltaik-Anlage.
Der 28 m hohe Wasserturm in Hagenow, ein Klinkerbau mit gotischen Fenstern, entstand in den Jahren 1905 bis 1908. Der Stahlbehälter fasste 300 m³ Wasser. Der Turm wurde 1938 auf Anordnung der Luftwaffe umgebaut: Seine Höhe wurde etwas reduziert. Bis in die 1970er diente er den Stadtwerken als Wasserspeicher. Anschließend stand das Gebäude leer, bis ein ortsansässiger Architekt es Anfang der 1990er Jahre zu einem Wohndomizil ausbaute. Seit 1982 ist der Turm in die Kreisdenkmalliste aufgenommen.
Das spätklassizistische Gebäude wurde 1845/46 errichtet und gilt als bedeutendster Bau dieser Stilrichtung an der Strecke. 1995/96 wurde er saniert. Der Bahnhof galt einst als „Auswandererbahnhof“, wovon auch die Werbetafeln der Hamburg-Amerika-Linie zeugen, die auf alten Ansichtskarten zu sehen sind, die das Bauwerk zeigen. Der Keilbahnhof besaß bis zur Gründung der Deutschen Reichsbahn nach dem Ersten Weltkrieg eine „preußische“ und eine „mecklenburgische“ Seite.
Die Lange Straße dürfte die erste und einst einzige Straße des Ortes gewesen sein. Sie war einst mit Schlagbäumen versehen, die bis 1863 nachts geschlossen wurden. Zahlreiche inzwischen sanierte Fachwerkdielenhäuser sind in der Langen Straße erhalten geblieben, unter anderem das älteste erhaltene Haus der Stadt mit der Hausnummer 82. Es stammt vermutlich aus dem Jahr 1730 und beherbergt heute den Stadtkrug. Auch der einstige Wohnsitz des Stadtsenators Jessel, 1748 erbaut, befindet sich in der Langen Straße. Er ist heute Teil des Museums.
Als kleinstes Haus Hagenows gilt ein um 1751 erbautes einstiges Seitenflurhaus in der Königsstraße 15.
Mit dem Bau des Stadtbahnhofs ging auch die Bebauung der zu diesem Bahnhof führenden Straßen einher. Besonders in der Bahnhofstraße sind zahlreiche repräsentative Bauten aus der Gründerzeit erhalten geblieben. In der Bahnhofstraße 36 ist außerdem eine einzylindrige Dampfmaschine aus dem Jahr 1902 zu besichtigen, die einst zum Antrieb eines Netzstromaggregates und von Holzbearbeitungsmaschinen diente.
Dieser Brunnen wurde erst im Mai 2007 zum Abschluss von Umbauarbeiten auf dem Rathausvorplatz errichtet. Er besteht aus drei lebensgroßen Bronzefiguren, die vom Künstler Bernd Streiter in einer Kunstgießerei in Berlin gefertigt wurden, und einem Trinkbrunnen, einer Säule aus Sandstein. In Szene gesetzt wurden Fru Püttelkow und Fiek'n (plattdeutsch für Sophie), die von einem Schusterjungen beim Tratschen belauscht werden. Bis 1908 stand an der Stelle des jetzigen Kunstwerks tatsächlich der zentrale Brunnen der Stadt.
An der Parkstraße befinden sich ein Ehrenfriedhof für die Opfer des Faschismus, auf dem 144 Opfer des KZ Wöbbelin beigesetzt sind, sowie ein Ehrenfriedhof für die Toten der Sowjetischen Armee. Ein Gedenkstein in der Schweriner Straße erinnert an Fritz Reuter. Auf dem Lindenplatz befindet sich ein Gedenkstein für Friedrich Heinke.
In Hagenow sind mehrere Sportvereine ansässig, unter anderem der Eisenbahner-Sportverein „48“ (ESV), der SC AWO Hagenow 96 - Pätow/Steegen e.V. und der SV Hagenow. Besonders die Fußballabteilungen des ESV (Bezirksklasse) und des SC AWO Hagenow (Landesliga) stehen in großer Konkurrenz zueinander. Der ESV besteht aus einer Fußball-, einer Handball-, einer Kegel-, einer Tischtennis- und einer Leichtathletikabteilung. Neben den Erwachsenen verzeichnet der Verein vor allem eine große Zahl an Nachwuchssportlern. Dazu gibt es in Hagenow einen Karateverein, der schon Deutsche und Vizeeuropameister hervorbrachte.
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