Halberstadt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Halberstadt
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Halberstadt hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Harz
Koordinaten: 51° 54′ N, 11° 3′ O
Höhe: 119 m ü. NN
Fläche: 82,22 km²
Einwohner: 39.318 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 478 Einwohner je km²
Postleitzahl: 38820
Vorwahl: 03941
Kfz-Kennzeichen: HZ
Gemeindeschlüssel: 15 0 85 135
Stadtgliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Holzmarkt 1
38805 Halberstadt
Webpräsenz:
Oberbürgermeister: Andreas Henke (Linke)
Blick von der Martinikirche zum Dom
Blick von der Martinikirche zum Dom

Halberstadt ist Kreisstadt des Landkreises Harz in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Die fünftgrößte Stadt des Landes Sachsen-Anhalt liegt im nördlichen Harzvorland.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Halberstadt liegt ca. 20 km nördlich des Harzes an der Holtemme und dem Goldbach. Im Norden der Stadt befindet sich der Höhenzug Huy, im Osten die Magdeburger Börde und im Süden die Spiegelsberge, Thekenberge sowie die Klusberge.

Stadtgliederung

Die Stadt Halberstadt besteht neben der Kernstadt aus den Ortsteilen Emersleben (seit dem 1. Mai 1995) und Klein Quenstedt (seit dem 1. Januar 1996). Diese Ortsteile verfügen über einen eigenen Ortschaftsrat. Darüber hinaus gibt es noch einige Stadtteile, die wie folgt bezeichnet werden: Wehrstedt, Klussiedlung, Veltensmühle, Sargstedter Siedlung.

Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend: Huy, Schwanebeck, Groß Quenstedt, Wegeleben, Harsleben, Langenstein, Ströbeck, Aspenstedt und Sargstedt.

Geschichte

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Ratslaube mit Roland, Alt Halberstadt um 1900.
Ratslaube mit Roland, Alt Halberstadt um 1900.
Stelzfuß, Alt Halberstadt um 1900.
Stelzfuß, Alt Halberstadt um 1900.
Die Häuser der Bakenstraße verfielen zu DDR-Zeiten fast vollständig, viele wurden unbewohnbar. Nach der Wende wurden sie aufwändig restauriert.
Die Häuser der Bakenstraße verfielen zu DDR-Zeiten fast vollständig, viele wurden unbewohnbar. Nach der Wende wurden sie aufwändig restauriert.
Voigtei
Voigtei
  • 804: Durch Karl den Großen wird der Missionsstützpunkt zum Bischofssitz.
  • 989: Dem Bischof Hildeward (968-996) von Halberstadt wird von König Otto III. das Markt-, Münz- und Zollrecht verliehen. Ebenso erhält er den Blut- und Heerbann, also die weltliche Gewalt im Harzgau und damit über die Bewohner des Ortes Halberstadt.
  • 1005: Bau der Liebfrauenkirche beginnt.
  • 1052 beherrscht der Halberstädter Bischof bereits die umliegenden Grafschaften.
  • 1179: Heinrich der Löwe zerstört Stadt, Dom und Domburg.
  • 1236: Beginn des Neubaus des Domes, der 1491 geweiht wird,
  • 1387: schließt sich Halberstadt der Hanse an.
  • 1433: Aufstellung des Stadt-Rolands.
  • 1591: Durch den ersten protestantischen Halberstädter Bischof Heinrich Julius wird am Halberstädter Dom die protestantische Lehre eingeführt. Es hält sich daraufhin bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges ein gemischtkonfessionelles Domkapitel.
  • 1629: Zum zweiten Mal besetzen Truppen Wallensteins Halberstadt. Der kaiserliche Oberfeldherr macht Dom und Liebfrauenstift mit Hilfe des Restitutionsedikts kurzfristig wieder katholisch.
  • 1648: Das Bistum Halberstadt wird als Fürstentum Bestandteil Brandenburg-Preußens.
  • 1681/82 wütet die Pest in der Stadt. 2197 Menschen sterben an der Seuche.
  • Ab etwa 1750 macht Johann Wilhelm Ludwig Gleim sein Haus zu einem Kommunikationszentrum der deutschen Aufklärung (größte Originalbibliothek und Briefesammlung zur deutschen Aufklärung im Gleimhaus, jetzt Deutschlands zweitältestes Literaturmuseum).
  • 1761: Die Spiegelsberge werden durch Freiherr von Spiegel erworben und in einen Landschaftspark umgestaltet.
  • 1778: Friedrich Eberhard von Rochow gründet in Halberstadt das erste Landschullehrerseminar Deutschlands.
  • 1807: Halberstadt ist Teil des durch Napoleon geschaffenen Königreichs Westfalen und Sitz einer Präfektur sowie Hauptstadt des Saaledepartements,
  • 1843: Mit der Eröffnung der Bahnlinie nach Magdeburg durch die Magdeburg-Halberstädter-Eisenbahn erhält Halberstadt Anschluss an das sich ständig erweiternde Eisenbahnnetz.
  • 1883: Friedrich Heine gründet die berühmte Halberstädter Wurstfabrik.
  • 1890 entsteht die Badeanstalt.
  • 1903: Halberstadt bekommt eine elektrische Straßenbahn.
  • 1905 werden das Stadttheater gegründet und das Städtische Museum eröffnet. Allerdings gab es schon seit 1812 im ehemaligen Nicolaikloster eine der ersten bürgerlichen Sprechbühnen Deutschlands.
  • 1938 Zerstörung der Synagoge in der Bakenstraße. Da sie eng in die bestehende Fachwerkbebauung eingebunden war, vermied man die Brandschatzung während der Novemberpogrome und zwang die Jüdische Gemeinde dazu, ihre Synagoge eigenhändig abzureißen. Die in ihrem barocken Baustil 1712 vom Hofjuden Berend Lehmann gestiftete Synagoge zählte seinerzeit zu den schönsten Europas.
  • 1942: Am 23. November werden die letzten noch verbliebenen Mitglieder der jüdischen Gemeinde deportiert.
  • 1945: Am 8. April zerstören alliierte Bomber 82 % der Innenstadt. Dabei kommen rund 2500 Menschen ums Leben. Die Trümmermenge beträgt etwa 1,5 Mio. m³.
  • 1949: Das nur geringfügig beschädigte Stadttheater wird abgerissen und durch das neugebaute "Volkstheater" ersetzt. Heute bespielt das Nordharzer Städtebundtheater die Bühnen von Halberstadt, Quedlinburg und dem Bergtheater Thale, sowie weitere Bühnen der Region.
  • 1949-1989 Die zu großen Teilen zerstörte Altstadt wird neu wieder aufgebaut, der erhaltene Bestand an Fachwerkhäusern wird durch Verfall und Abriss weiter dezimiert.
  • Nach 1990 erfolgt die Restaurierung der verbliebenen Teile der Altstadt sowie ab 1995 der Aufbau eines modernen Stadtzentrums auf den Grundmauern des historischen Stadtkerns.
  • 1998 Fertigstellung des neuen Stadtzentrums im Bereich des Marktplatzes unter teilweiser Rekonstruktion des kriegszerstörten Rathauses.

Hexenprozesse

Während der Hexenverfolgungen wurden in Hexenprozessen etwa 24 Menschen zum Tode verurteilt.

Militär

Halberstadt war von 1623 bis 1994 372 Jahre lang fast ununterbrochen Garnisonstadt.

Zu DDR-Zeiten waren in Halberstadt Truppen der GSSD, mit deren Abzug 1994 die Zeit als Garnisonsstadt endete. Das Kasernengelände liegt brach, die ehemals von der Roten Armee genutzten Baulichkeiten sind mittlerweile abgerissen. Ebenfalls abgerissen ist die Kasernenanlage Martin-Schwantes, die bis 1990 Sitz der Grenztruppen war. Ein Teil des Geländes wird heute u. a. von der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk genutzt. Die Kasernenanlage Martin Hoop, frühere Ausbildungskaserne der Grenztruppen, beheimatet heute die Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber in Sachsen-Anhalt einschließlich Unterbringungsmöglichkeiten. Das nahe liegende Stollensystem in den Thekenbergen bei Halberstadt, einst Material-, Waffen- und Munitionsdepot der Grenztruppen, ist weitestgehend ungenutzt. Im Stadtgebiet finden sich heute noch Zeitzeugen der einstigen Garnisationsstadt Halberstadt. Diese sind u.a. der Ebereschenhof, das Gelände des Landratsamtes sowie die Florian-Geyer-Straße.

Einwohnerentwicklung

  • Mittelalter: etwa 10.000
  • 1695: 12.000
  • 1830: 13.000
  • 1852: 20.395
  • 1880: 31.260
  • 1890: 36.786
  • 1900: 41.307
  • 1910: 46.481
  • 1920: 48.715
  • 1930: 48.439
  • 1940: 54.000
  • 1960: 44.973
  • 1980: 47.834
  • 1990: 45.364
  • 2000: 41.417
  • 2005: 39.749

Politik

Rat

Holzmarkt mit Rathaus, Rolandsstatue und Johannesbrunnen
Holzmarkt mit Rathaus, Rolandsstatue und Johannesbrunnen

Der Stadtrat Halberstadt besteht aus folgenden Fraktionen:

Oberbürgermeister

Andreas Henke (Die Linke)

Wappen

Das Wappen zeigt eine Wolfsangel und die ursprünlichem Farben des Bistums Halberstadt.

Blasonierung: Gespalten von Silber und Rot, darüber schrägrechts ein schwarzer Doppelhaken (Wolfsangel).

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

  • Nordharzer Städtebundtheater mit je zwei Spielstätten in Halberstadt und Quedlinburg sowie Sommerbespielung im Bergtheater Thale, der Waldbühne Altenbrak, der Seebühne Magdeburg und der Schlossbühne Wolfenbüttel. Bundesweites Aufsehen erregte der Überfall von Neonazis auf eine Schauspieler-Truppe am 8. Juni 2007. Dabei wurden fünf der Schauspieler derart verletzt, dass sie in die Halberstädter Klinik eingeliefert werden mussten.

Museen

  • Städtisches Museum
  • Dom und Domschatz (s. a. unter Dom)
  • Gleimhaus (Literaturmuseum, Portraitsammlung)
  • Heineanum (eines der größten vogelkundlichen Museen Deutschlands mit über 18000 Bälgen – mehr als der Hälfte aller Vogelarten überhaupt, darunter seltene ausgestorbener Exemplare)
  • Berend-Lehmann-Museum für jüdische Geschichte und Kultur
  • Schraube-Museum - Museum für bürgerliche Wohnkultur um 1900

Musik

  • Nordharzer Städtebundtheater (Drei-Spartentheater mit großer und kleiner Bühne)
  • Derzeit wird in der Halberstädter St.-Burchardi-Kirche das Orgelwerk „As slow as possible“ von John Cage (1912-1992) mit einer Gesamtspieldauer von 639 Jahren aufgeführt.

Bauwerke

Domplatz, Blick nach Osten
Domplatz, Blick nach Osten
Dom und Bauten des Domplatzes
Dom und Bauten des Domplatzes
Liebfrauenkirche
Liebfrauenkirche
Die Türme der Martinikirche mit den ungleich hohen Türmen samt Verbindungsgang
Die Türme der Martinikirche mit den ungleich hohen Türmen samt Verbindungsgang
St.-Burchardi-Kirche
St.-Burchardi-Kirche
  • Historisches Ensemble Domplatz, im Osten vom Dom und im Westen von der Liebfrauenkirche begrenzter Platz, an der Nordseite befinden sich die historischen Domherrenkurien (heute: Städtisches Museum, Dombauhütte, Heineanum, Gleimhaus), an der Südseite das ehemalige Domgymnasium, die Dompropstei (heute: beide Hochschule Harz), das neoromanische Postgebäude und an der Nordwestseite der Bischofspalast "Petershof" (heute: Bibliothek und Stadtverwaltung), sowie die Peterstreppe (Literatur zum Domplatz s. a. unter Dom)
  • Die historische Altstadt beschränkt sich auf einige erhaltene Straßenzüge wie der Voigtei, Bakenstraße, Gröperstraße, Rosenwinkel, Grudenberg, Grauer Hof, Steinhof und dem Westendorf (ca. 450 Häuser vorwiegend im Niedersächsischen Fachwerkstil erbaut)
  • Rathaus, Neubau unter Rekonstruktion von Teilen der Fassade und der Ratslaube des kriegszerstörten Vorgängerbaus, davor die Rolandstatue.
  • Wassertorturm (1444), einzig erhaltener Torturm Halberstadts
  • Bismarckturm (22. März 1907 eingeweiht), 22 m hoher Aussichtsturm am westlichen Rand der Spiegelsberge, zur Erinnerung an Reichskanzler Otto von Bismarck errichtet
  • Jagdschloss in den Spiegelsbergen, mit dem ältesten und größten erhaltenen Weinfass (etwa 144.000 Liter Fassungsvermögen) Deutschlands.
  • Die Klaussynagoge im Rosenwinkel wurde von Berend Lehmann 1703 als Wohn- und Studierhaus für drei jüdische Gelehrte erbaut. Heute dient dieses Gebäude der Moses-Mendelssohn-Akademie für Tagungen und Ausstellungen.
  • Villa Koecher (1879) Gründerzeitliche Villa im italienischen Stil, denkmalgeschützt, mit einem gußeisernen Treppengeländer, während der DDR Sitz einer Partei.

Kirchen

  • Dom St. Stephanus und St. Sixtus, eine der bedeutendsten gotischen Kathedralen Deutschlands, Baubeginn 1236, geweiht 1491. Der Domschatz gilt weltweit als einer der kostbarsten Schätze sakraler mittelalterlicher Kunst
  • Liebfrauenkirche (1146 erbaut) im mitteldeutschen Raum einzigartige viertürmige romanische Pfeilerbasilika (Bild), (Literatur s. unter Dom)
  • Martinikirche (1250-1350 erbaut) gotische Hallenkirche mit massiver Doppelturmfassade, der nördliche Turm wurde bewusst niedriger gebaut, um dem Wächter im südlichen Turm eine Rundumsicht zu verschaffen
  • Moritzkirche (um 1246 erbaut) dreischiffige Pfeilerbasilika
  • Burchardikirche (um 1210 erbaut) romanische turmlose Basilika mit seltenem, rechteckigem Umgangschor; in der alten Klosterkirche wird seit 2001 John Cages Orgelwerk »Organ2/ASLSP (As Slow(ly) and Soft(ly) as Possible)« aufgeführt
  • St.-Andreas-Kirche (13. Jahrhundert erbaut) turmlose gotische Hallenkirche
  • St.-Johannes-Kirche (1648 fertiggestellt) Fachwerkkirche mit polygonalem Chorschluss und gotischen Fenstern
  • St.-Katharinenkirche (14. Jahrhundert erbaut) dreischiffige turmlose Hallenkirche
  • St.-Laurentius-Kirche (um 1194 erbaut) romanische Dorfkirche im Ortsteil Wehrstedt, die Ruine der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche wurde 1993 in einer spektakulären Aktion der ARD-Fernsehsendung „Jetzt oder nie“ in nur 60 Stunden auf den alten Mauerresten wiederaufgebaut

Friedhöfe

In Halberstadt gibt es drei jüdische Friedhöfe. Im Alten Friedhof an der Sternstraße, am sogenannten "Roten Strumpf", wurde 1644 angelegt. Noch heute befinden sich etwa 150 verwitterte Grabsteine dort. Auf dem Friedhof Am Berge (1695 eröffnet) sind noch ca. 400 Grabsteine in gutem Zustand zu finden, unter anderem von verdienstvollen Persönlichkeiten, wie Mitglieder der Familie Hirsch und Berend Lehmann. Der dritte und jüngste Friedhof, 1895 angelegt, befindet sich an der Klein-Quenstedter Chaussee, als Teil des städtischen Friedhofs. Auf diesem Friedhof sind noch 384 Grabstellen mit etwa 300 Grabsteinen vorhanden. Die „Trauerhalle“ wurde im Zuge der Reichskristallnacht 1938 vernichtet, die Gräber blieben jedoch bis auf wenige Ausnahmen unangetastet.

Parks

  • Die Halberstädter Berge umfassen die Spiegels-, Klus- und Thekenberge. Sie sind der Stadt südlich vorgelagert und bilden mit etwa 400 Hektar Gesamtfläche das größte zusammenhängende Erholungsgebiet des Harzvorlandes
  • Der Tiergarten befindet sich seit 1961 in den Spiegelsbergen und beherbergt mehr als 400 Tiere (90 verschiedene Arten).
  • Die Plantage befindet sich westlich vom Zentrum und ist ein Park zur Erholung, im Stadtinneren.
  • Der Ententeich befindet sich nördlich der Vogtei und ist ein im Mittelalter angelegter Teich mit Park in dem heute noch Enten und Schwäne leben. In der Vergangenheit war der Ententeich Inspirationsstätte für Poeten, wie beispielsweise Gleim oder Goethe. Daher wird der Weg entlang des Teiches auch Poetengang genannt.

Sport und Freizeitgestaltung

  • Friedensstadion, Heimspielstätte des Fußballoberligisten VfB Germania Halberstadt e. V., zu dem auch die Abteilungen Leichtathletik (4-maliger Deutscher Vizemeister bei der deutschen Mannschaftsmeisterschaft der Männer), Judo, Turnen und Cheerleading gehören
  • Freizeit- und Sportzentrum Halberstadt
  • Karateverein Kempo Halberstadt e. V in der Sporthalle „Am Gröpertor“
  • Halberstädter See, ein schöner und sauberer Badesee
  • Reiterhof mit Reithalle und Tennisanlage des TC Rot-Weiß in den Spiegelsbergen
  • Schäfergasse und Anger, Heimspielstätte des Fußballlandesligisten SV Fortuna Halberstadt e. V.
  • Handballverein HT 1861 Halberstadt in der Sporthalle „Völkerfreundschaft“
  • American Footballverein „Black Panther“
  • Camping in Halberstadt „Camping am See“
  • Jugendblasorchester Halberstadt e.V.

Kulinarische Spezialitäten

Die Halberstädter Würstchen sind als besondere Spezialität der Stadt bekannt. Das Halberstädter Würstchen war weltweit das erste Würstchen in der Dose.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Die Wirtschaft Halberstadts wird durch kleine und mittlere Unternehmen geprägt. Durch die Ausweisung von drei Gewerbegebieten im Osten der Stadt bemüht sich die Stadtverwaltung, neues Gewerbe anzusiedeln. Die Arbeitslosigkeit im Arbeitsamtsbezirk Halberstadt liegt mit etwa 15 Prozent (Stand: November 2006) im Durchschnitt des Landes Sachsen-Anhalt.

Überregional bekanntes Produkt sind die Halberstädter Würstchen der Halberstädter Würstchen- und Konservenvertriebs-GmbH. Daneben gibt es eine Reihe kleinerer Unternehmen, unter anderem des Maschinenbaus und der Kunststoffbearbeitung sowie ein Möbelwerk.

Zu DDR-Zeiten war vor allem das Reichsbahn-Ausbesserungswerk (RAW) von Bedeutung. Das Werk hatte maßgeblichen Anteil an Entwurf und Fertigung der UIC-Z-Wagen der DR, den so genannten „Halberstädtern“.

Verwaltung

In Halberstadt gibt es die folgenden Behörden und Einrichtungen mit über die Grenzen der Stadt hinausgehender Bedeutung:

  • Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge,
  • Anlaufstelle für Asylbewerber des Landes Sachsen-Anhalt,
  • Justizvollzugsanstalt,
  • Staatsanwaltschaft Magdeburg, Zweigstelle Halberstadt,
  • Arbeitsgericht,
  • Finanzamt,
  • Landesbetrieb Bau Sachsen-Anhalt Niederlassung West,
  • Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft,
  • Staatliches Gewerbeaufsichtsamt,
  • Polizeidirektion,
  • kirchliches Verwaltungsamt Halberstadt.

Verkehr

Straßenbahnhaltestelle Holzmarkt
Straßenbahnhaltestelle Holzmarkt
Niederflurstraßenbahn des Typs „Leoliner“
Niederflurstraßenbahn des Typs „Leoliner“

Die Stadt liegt an den Bundesstraßen B 79, B 81, B 245 sowie in räumlicher Nähe zur neugebauten Schnellstraße B 6n. Halberstadt ist größter Verkehrsknotenpunkt des Nordharzer Eisenbahnnetzes mit Verbindungen in Richtung Magdeburg, Halle (Saale), Vienenburg, Blankenburg (Harz) und Thale über Quedlinburg.

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird von der Halberstädter Bus-Betrieb GmbH und der Halberstädter Verkehrs-GmbH durchgeführt. In Halberstadt verkehren seit 1903 elektrische Straßenbahnen, deren Zukunft nach erfolgten Sanierungsarbeiten in der Friedrich-Ebert-Straße und der Beschaffung von fünf fabrikneuen Niederflurstraßenbahnen des Typs „Leoliner“ (NGTW6-H) zwischen Oktober 2006 und Februar 2007 vorerst gesichert ist.

Bildung

In Halberstadt befindet sich der Fachbereich Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz, die Landesbildungseinrichtung für Hörgeschädigte (und Taubblinde) sowie zwei Gymnasien, das 1545 als erste städtische Schule Halberstadts gegründete Martineum und das Käthe-Kollwitz-Gymnasium. Außerdem befindet sich in der Stadt das Kirchenmusikalische Seminar der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen, an dem nebenberuflich tätige Kirchenmusiker ausgebildet werden.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Quellen und Literatur

  • Peter Findeisen: Halberstadt: Dom, Liebfrauenkirche und Domplatz. Mit einem Beitrag von Adolf Siebrecht "Die Domburg Halberstadt aus archäologischer Sicht". Aufnahmen von Sigrid Schütze-Rodemann u. Gert Schütze. 3., überarb. Auflage in der Reihe Die Blauen Bücher, Königstein i. Ts. 2005, ISBN 978-3-7845-4605-6.
  • Werner Hartmann: Juden in Halberstadt Band 1-7. Verein zur Bewahrung jüdischen Erbes Halberstadt und Umgebung e.V., Halberstadt 1996.
  • Klaus Militzer, Peter Przybilla: Stadtentstehung, Bürgertum und Rat. Halberstadt und Quedlinburg bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts. Göttingen 1980, ISBN 3-525-35380-4

Weblinks

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