| Basisdaten | |
|---|---|
| Bundesland: | Hamburg |
| Bezirk: | Eimsbüttel |
| Fläche: | 2,0 km² |
| Einwohner: | 16.940 (2002) |
| Bevölkerungsdichte: | 8390 Einwohner je km² |
| Vorwahl: | 040 |
| Geografische Lage: | 53° 34' 40″ n. Br. 9° 59' 20" ö. L. |
| Kfz-Kennzeichen: | HH |
Harvestehude ist ein Stadtteil der Freien und Hansestadt Hamburg. Er gehört zum Bezirk Hamburg-Eimsbüttel.
Inhaltsverzeichnis |
Im Osten von Harvestehude liegt die Außenalster, im Süden der Stadtteil Rotherbaum, im Westen Eimsbüttel. Im Norden trennt der Isebekkanal Harvestehude vom Stadtteil Eppendorf (heute teilweise Hoheluft-Ost).
Das von Außenalster und Isebek-Kanal umschlossene Harvestehude geht zurück auf ein Zisterzienser-Nonnen-Kloster, das 1245 gegründet wurde. 1295 wurde es vom Ursprünglichen Standort bei Altona umgesiedelt nach Harvestehude.
1530 wurde der klösterliche Besitz abgebrochen und in städtische Verwaltung übernommen. 1860 kaufte ein "Consortium Hamburger Bürger" das Gut Harvestehude auf, erschloss das Land durch ein planmäßiges Straßennetz und verkaufte es weiter - meist an Angehörige des Mittelstandes. Harvestehude wurde zu einem der vornehmsten Viertel Hamburgs. Im "Zylinderviertel" wohnten die feinen Leute mit Zylinder; in "Pöseldorf" wurde ge"pöselt", was so viel wie "gärtnerisches Herumwirtschaften ohne großen wirtschaftlichen Erfolg" bedeutete.
Als 1813 die wenigen Häuser in diesem Gartengebiet abbrannten, wurden hier zwischen "Pöseldorfer Weg" und "Magdalenenstraße" Remisen und Häuser für Kutscher, Handwerker, Krämer und Dienstboten gebaut.
Orgel-Konzerte, kirchlich, weltlich, Klassik und Improvisationen, mit Claus Bantzer in der St. Johannis Kirche. Des Weiteren leitet er den Harvestehuder Kammerchor und den Chor St. Johannis.
Der Stadtteil wird geprägt durch zahlreiche Villen und herrschaftliche Wohnhäuser, die etwa um 1900 gebaut wurden. Neuere Häuser entstanden meist in den wenigen Baulücken oder auf den Trümmern der Bombardierungen des 2. Weltkriegs.
Die Grindelhochhäuser sind die ersten Hochhäuser, die Ende der Vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts zu Wohnzwecken gebaut wurden.
Die (neue) Nikolai-Kirche wurde in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts als Ersatz für die ausgebombte Kirche St.Nikolai in der Hamburger Innenstadt gebaut. Sehenswert ist das Kirchenfenster und das Altarbild von Oskar Kokoschka.
Die neogotische Kirche St. Johannis-Harvestehude, erbaut 1880-1882.
Der Innocentiapark, sowie der bei der Nikolai-Kirche gelegene Bolivar-Park. Der im Ostteil von Harvestehude direkt an der Außenalster gelegene Park war 1953 das Gelände der Internationalen Gartenbauausstellung (kurz IGA 53). Die zuvor bis an die Außenalster grenzenden Privatgrundstücke wurden dazu von der Stadt erworben.
Der Isemarkt ist ein sehr beliebter Wochenmarkt. Er findet am Dienstag und Freitag vormittag unter der Viaduktstrecke der U-Bahn in der Isestraße statt. Mit einer Länge von 970 Metern ist er Europas längster Freiluftmarkt.
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