Hammonia ist die neulateinische Bezeichnung für die Stadt Hamburg. Als allegorische Darstellung tauchte eine Frauenfigur im späten 17. Jahrhundert als schmückendes Beiwerk auf Stadtansichten und Karten im Geschmack der Zeit auf. In den mittelalterlichen Chroniken war die lateinische Bezeichnung der Stadt noch Hammaburgum.
Die Herkunft des Namens ist unklar; in alten Chroniken wird der männliche sächsische Gott Hamm oder auch Hammon als Quelle vermutet. Als Schutzheilige der Stadt galt bis zur Reformation die heilige Maria. Im Stadtwappen haben sich die beiden Mariensterne über den Türmen bis heute erhalten.
Neben einem nach ihr benannten Asteroiden haben zahlreiche Vereine, Firmen und Produkte sich nach ihr benannt, um eine Verbindung zu Hamburg herzustellen.
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Die Figur der Hammonia wird meist mit einer zinnenbewehrten Mauerkrone abgebildet, die übrigen Attribute, die die Frauenfigur begleiten, wechseln. Teilweise trägt sie das Stadtschild, teilweise den Merkurstab, manchmal wird ihr auch ein Anker oder ein Steuerrad beigegeben.
Neben der 1828 entstandenen Hamburg-Hymne von Georg Nikolaus Bärmann prägte natürlich Heinrich Heines Beschreibung von der Begegnung mit der Stadtgöttin in "Deutschland. Ein Wintermärchen" das Bild. In den Schlusskapiteln (Caput 23ff) [1] beschreibt er das nächtliche Treffen mit ihr, die er an der Drehbahn, einer Nebenstraße des Gänsemarktes, trifft. Aus ihrem von Karl dem Großen geerbten Nachtgeschirr liest er zum Abschluss seiner Reise die Zukunft Deutschlands.
Mindestens seit 1754 (Gaedechens: Nr.1885 (I.51)) wird die Figur auf medaillenartigen Prägungen der Stadt regelmäßig verwendet.
siehe auch: Nationalallegorie Germania
Eines der bekanntesten Lieder der Kult-Hamburgerin Heidi Kabel ist: "Hammonia - Mein Hamburg, ich liebe dich".
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