Handpuppen bestehen meist aus einem Kopf, in den der Zeigefinger gesteckt wird, und einem Kleid, unter dem die ganze Hand verschwindet. Die Arme sind in der Regel stummelartig und werden mit Daumen und kleinem Finger gespielt. Bei Tierpuppen hält man Daumen und die übrigen Finger so, dass das Tier das Maul auf- und zuklappen kann.
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Die Figuren rund um den „Kasper“ des Kasperletheaters sind zumeist Handpuppen - entsprechend weithin bekannt. Die Klassiker heißen Kasper, Seppel (sein Freund), Wachtmeister, Teufel, Krokodil, Großmutter, Hexe und Prinzessin. Puppenspieler stellen ihre Handpuppen meist in Handarbeit selbst her oder lassen sie von speziellen Bildhauern - die bekanntesten unter ihnen sind wahrscheinlich Theo Eggink, Till de Kock und Jürgen Maaßen - individuell fertigen. Die gekonnte Führung der Handpuppe wird häufig unterschätzt und bedarf einer geduldigen Anleitung und viel Übung. Berühmte künstlerische Handpuppenspieler waren unter anderem Max Jacob, Rudolf Fischer, Friedrich Arndt, Wolfgang Buresch, Gerd J. Pohl, Alfredo Bannenberg, Jo Micovich, Heinrich Maria Denneborg, Oswald Hempel, Heinz Fülfe, Paul Hölzig und Walter Büttner.
Handpuppen als Kinderspielzeug gibt es in höchst unterschiedlicher Qualität im Fachhandel.
Sockenpuppen sind aus Strümpfen mit Wollresten und Pappe hergestellte Handpuppen, die auch den Mund bewegen und Grimassen schneiden und aufgrund ihrer sehr einfachen Herstellungsweise bereits von älteren Kindergartenkindern und Grundschülern gebastelt werden können.
Außerhalb vom künstlerischen Einsatz bzw. als Kinderspielzeug sind sie manchmal Maskottchen und können in Rollenspielen wertvolle Hilfe bei der Psychotherapie insbesondere bei jüngeren und etwas älteren Menschen leisten. Ein Beispiel in der Grundschule eingesetzter Handpuppen sind Fara und Fu.
Seit der Ming-Dynastie sind Handpuppen auch im Chinesischen Puppentheater vertreten.
| Commons: Sockenpuppen – Bilder, Videos und Audiodateien |