Hans Ulrich von Schaffgotsch

Hans Ulrich II. Freiherr von Schaffgotsch, genannt Semperfrei von und zu Kynast und Greiffenstein, Freiherr von Trachenberg auf Warmbrunn (* 1595 auf Burg Greiffenstein; † 23. Juli 1635 in Regensburg, hingerichtet) war ein kaiserlicher General und Gefolgsmann Wallensteins während des Dreißigjährigen Krieges.

Schaffgotsch entstammte einem der reichsten und bekanntesten Adelsgeschlechter Schlesiens. Er erweiterte seinen Besitz um die Herrschaften Trachenberg, Alt Kemnitz, Hertwigswalde, Prausnitz und Schmiedeberg. Der Protestant kämpfte bis zur Niederlage am Weißen Berg auf der Seite der Protestantischen Union.

Freiherr von Schaffgotsch diente, nachdem Ferdinand II. wieder Landesherr in Schlesien geworden war, als General im kaiserlichen Heer unter Wallenstein.

1627 wurde Schaffgotsch von Kaiser Ferdinand II. die Semperfreiheit (Ritterbürtigkeit) verliehen.

Nach der Ermordung Wallensteins fiel Schaffgotsch bei Ferdinand II. in Ungnade.

Trotz tagelanger und wiederholter Folter legte er kein (erzwungenes) Geständnis der Kollaboration ab. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten, die für diesen Fall die Freilassung des Gefolterten vorsah, wurde Hans Ulrich Schaffgotsch dennoch am Regensburger Haidplatz enthauptet.

Für die Hinrichtung ließ er sämtliche Samtvorräte der Stadt aufkaufen und das Hinrichtungspodest damit verkleiden. Außerdem erkaufe er sich beim Regensburger Henker mit einem für die damalige Zeit außerordentlich hohen Geldbetrag das Recht, auf einem Stuhl sitzen geköpft zu werden.

Literatur

  • Hans-Eberhard Henkel: Schaffgotsch und der Schatten Wallensteins, 2002
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