Als Hayford-Ellipsoid werden die Maße jenes Erdellipsoids bezeichnet, das John Fillmore Hayford (1868-1925), ein US-amerikanischer Geodät, von etwa 1905 bis 1909 aus globalen Vermessungsdaten berechnete.
Das Hayford'sche Rotationsellipsoid ist definiert durch seine große Halbachse a = 6378 388,000 m und die Abplattung (engl. flattening) f = 1 : 297,00; diese Werte wurden vom internationalen geowissenschaftlichen Dachverband IUGG im Jahre 1924 als Internationales Ellipsoid übernommen.
Im Gegensatz zum älteren, für Eurasien optimalen Bessel-Ellipsoid (6377 397 m, 1:299,15) sind auch die Daten zahlreicher Vermessungsnetze auf dem Gebiet Nordamerikas einbezogen, in geringerem Umfang auch solche anderer Kontinente und einiger Inselgruppen. Außerdem wurden die Daten einer geophysikalischen Reduktion nach der Hypothese der Isostasie unterzogen, sodass die Einflüsse restlicher Lotabweichungen verringert werden konnten.
Da später noch zweimal ein besseres "internationales Ellipsoid" definiert wurde (1967 das Luzerner Ellipsoid und 1980 das GRS 80), wurde es in den 1960er Jahren üblich, statt "Internat.Ellipsoid" (1924) einfach vom "Hayford-Ellipsoid" zu sprechen.
Nach moderneren Ergebnissen ist seine Äquatorachse um 250 m zu lang und seine Abplattung (statt 1:298,25) an den Polen um 90 m zu flach. Eine der Ursachen hierfür ist die Tatsache, dass in Eurasien die großen Gebirge vornehmlich Ost-West verlaufen, in Amerika hingegen Nord-Süd.
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