| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart | |
| Koordinaten: | 49° 9′ N, 9° 13′ O | |
| Höhe: | 157 m ü. NN | |
| Fläche: | 99,88 km² | |
| Einwohner: | 121.384 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 1215 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 74072–74081 (alt: 7100) | |
| Vorwahlen: | 07131, 07066 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HN | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 21 000 | |
| Stadtgliederung: | 10 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 7 74072 Heilbronn |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Helmut Himmelsbach (parteilos) | |
| Detailkarte | ||
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Heilbronn [haɪ̯lˈbrɔn] ist eine Großstadt im Norden Baden-Württembergs. Mit ca. 120.000 Einwohnern ist sie die sechstgrößte Stadt des Landes Baden-Württemberg und die zweitgrößte Stadt des Landesteils Württemberg.
Die am Neckar gelegene ehemalige Reichsstadt [1] ist heute kreisfreie Stadt und zugleich Sitz des Landkreises Heilbronn, von dem sie vollständig umgeben ist. Darüber hinaus ist sie Oberzentrum der württembergischen Region Heilbronn-Franken, die den Nordosten Baden-Württembergs umfasst. Die regionaltypische Bezeichnung für die Gegend um Heilbronn ist das „Unterland“.
Heilbronn ist bekannt als Stadt des Weins sowie als „Käthchenstadt“. Letztere Bezeichnung bekam die Stadt durch das Schauspiel Das Käthchen von Heilbronn des Dichters Heinrich von Kleist.
Inhaltsverzeichnis
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Heilbronn liegt im nördlichen Baden-Württemberg in einer durch den Neckar gebildeten fruchtbaren Talfläche. Zu beiden Seiten des Neckars ist die Stadt von einer ausgedehnten Weinberglandschaft umgeben. Im Osten umschließen von Norden nach Süden der Wartberg, der Galgenberg, der Büchelberg und der Schweinsberg die Stadt.
Höchster Punkt des Stadtgebiets ist der in der äußersten südöstlichen Spitze des Stadtwaldes gelegene 378 m ü. NN hohe Reisberg, zweithöchster Punkt mit 372,8 m der Schweinsberg. Den tiefsten Punkt der Gemarkung bildet mit 151 m der Neckar bei Neckarsulm. Das Stadtgebiet dehnt sich in Nord-Süd-Richtung über 13 km, in Ost-West-Richtung über 19 km aus.[2]
Heilbronn liegt in der Nähe der Mundart-Grenze zwischen dem schwäbisch-alemannischen und dem fränkischen Dialekt.
Heilbronn gehört mit dem Umland zum nördlichen Bereich des Verdichtungsraums Stuttgart (Umfang siehe unter Stuttgart). Die Stadt ist Oberzentrum der Region Heilbronn-Franken und damit eines von insgesamt 14 im Rahmen des Landesentwicklungsplans 2002 des Landes Baden-Württemberg ausgewiesenen Oberzentren. Dieses übernimmt für die Städte und Gemeinden Abstatt, Bad Rappenau, Bad Wimpfen, Beilstein, Brackenheim, Cleebronn, Eberstadt, Ellhofen, Eppingen, Flein, Gemmingen, Güglingen, Ilsfeld, Ittlingen, Kirchardt, Lauffen am Neckar, Lehrensteinsfeld, Leingarten, Löwenstein, Massenbachhausen, Neckarwestheim, Nordheim, Obersulm, Pfaffenhofen an der Zaber, Schwaigern, Siegelsbach, Talheim, Untergruppenbach, Weinsberg, Wüstenrot und Zaberfeld auch die Aufgaben des Mittelbereichs.
Raumbedeutsame Maßnahmen werden für die Region Heilbronn-Franken durch den Regionalverband Heilbronn-Franken erarbeitet.
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Heilbronn. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören alle zum Landkreis Heilbronn:
Bad Wimpfen, Neckarsulm, Erlenbach, Weinsberg, Lehrensteinsfeld, Untergruppenbach, Flein, Talheim, Lauffen am Neckar, Nordheim, Leingarten, Schwaigern, Massenbachhausen und Bad Rappenau.
Das Stadtgebiet von Heilbronn ist in zehn Stadtteile gegliedert.
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Böckingen und Neckargartach gehörten in vergangenen Jahrhunderten schon als reichsstädtische Dörfer der Stadt an und wurden nach einer Zeit der Selbstständigkeit 1933 bzw 1938 eingemeindet. Das einstige Deutschordens-Dorf Sontheim kam auch 1938 hinzu. Die restlichen Stadtteile folgten mit der Gebietsreform in den 1970er Jahren. Die beiden Kernstadtbezirke sind heute mit den Stadtteilen Böckingen, Neckargartach, Frankenbach, Sontheim und Horkheim praktisch zu einem geschlossenen Siedlungsgebiet verwachsen. Klingenberg, Kirchhausen und Biberach sind allseitig von größeren land- oder forstwirtschaftlich genutzten Flächen umgeben.
In den fünf Stadtteilen, die in den 1970er Jahren nach Heilbronn eingegliedert wurden, bestehen Bezirksbeiräte, da sie entsprechend der Hauptsatzung der Stadt Heilbronn „Bezirke“ im Sinne von § 64 Abs. 1 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg bilden. Diese Gremien sind zu wichtigen, den Stadtteil betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dann allerdings dem Gemeinderat der Gesamtstadt Heilbronn.
Hauptartikel: Geschichte der Stadt Heilbronn (detaillierte Darstellung der Stadtgeschichte)
Die ältesten menschlichen Spuren in den fruchtbaren Neckarauen des Heilbronner Beckens datieren bis in die Altsteinzeit (30.000 v. Chr.) zurück. Bei Heilbronn trafen sich bereits in der Vorzeit uralte Fernwege, die dort den Neckar überquerten. Die Römer sichern im 1. Jhd. n. Chr. ihre Grenze längs des Neckarlimes mit Kastellen, u. a. beim späteren Ortsteil Böckingen, wo sich insgesamt acht Römerstraßen treffen. Nach den Römern herrschen ab Mitte des 3. Jahrhunderts die Alamannen, nach 500 besiedeln die Franken ihre östlichen Provinzen mit Königshöfen. Auf einen solchen geht vermutlich die erste größere Siedlung im Bereich der heutigen Kernstadt zurück.
Der Ort wird erstmalig erwähnt als villa Helibrunna in einer Urkunde aus dem Jahr 822, die sich auf eine Schenkung im Jahr 741 bezieht. Der Name deutet auf einen Brunnen bzw. eine Quelle hin. Ein Markt wird um 1050, ein Hafen um 1140 erstmals genannt. Der Ort entwickelt sich früh zum bedeutenden Handelszentrum und geht nach dem Ende der Karolinger auf deren Regionalfürsten, die Grafen von Calw, über. Der einstige fränkische Fürstenhof zersplitterte in Herrschaftshöfe und diese wiederum in kleinere Anteile. Neben verschiedenen Grafen, Klöstern und dem ab um 1225 auftretenden Deutschen Orden, der den Deutschhof als Kommende errichtet und den Nachbarort Sontheim besitzt, gelangen Besitzrechte in Heilbronn auch immer mehr in die Hände eines immer einflussreicher werdenden Patriziats. 1225 wird die Stadt erstmals als oppidum (befestigte Stadt) bezeichnet und als Lehen des Stauferkönigs Heinrich (VII.) an Württemberg verliehen.
1281 verleiht König Rudolf I. von Habsburg Heilbronn das Stadtrecht, wobei auch erstmals ein Rat der Stadt erwähnt wird, der sich aus dem Patriziat bildet. Um 1300 wird die Kilianskirche erstmalig genannt sowie ein Marktplatz mit Rathaus. 1322 verleiht König Ludwig der Bayer der Stadt die hohe Gerichtsbarkeit.
Der Hafen und die durch Wasserkraft betriebenen Mühlen am durch das Neckarprivileg aufgestauten und umgeleiteten Neckar lassen den Handel in Heilbronn erblühen, so dass das vom Kaiser geschützte Patriziat der Stadt relativ frei vom Einfluss des umgebenden niederen Ritteradels bleibt. 1360 konnte die Bürgerschaft das Schultheißenamt vom vorigen Lehensträger Württemberg erwerben. Am 28. Dezember 1371 wurde die Stadt durch eine Verfassung Kaiser Karls IV. zur Reichsstadt. Ein äußerst enges Verhältnis zum Kaiser sowie ab 1417 ein bis 1622 gültiges Bündnis mit der Kurpfalz festigen die Stellung gegenüber Württemberg. Die politische Stabilität des 15. Jahrhunderts führt zu einer weiteren Blüte der Stadt, in der damals etwa 4000 Menschen lebten. Zahlreiche historische Bauten gehen auf diese Periode zurück.
Zur Zeit des Bauernkrieges treten Götz von Berlichingen als Gefangener des Schwäbischen Bundes und Jäcklein Rohrbach als rebellischer Bauernführer in Heilbronn in Erscheinung. Um Ostern 1525 kommt es zu Plünderungen von Kirchen und Klöstern.
Während des Dreißigjährigen Kriegs leiden die Stadt und die umliegenden reichsstädtischen Dörfer. Nach der Schlacht bei Wimpfen wird 1622 Neckargartach niedergebrannt. 1633 errichten Schweden und Franzosen ein Bollwerk um Heilbronn. 1634 bis 1647 ist die Stadt wieder in der Hand kaiserlicher Truppen, danach ziehen französische und anschließend kurpfälzische Truppen ein, die Stadt bleibt aber auch nach dem Westfälischen Frieden 1648 Aufmarschplatz. Im Spätjahr 1688 wird Heilbronn im Pfälzischen Erbfolgekrieg von den Franzosen unter Ezéchiel de Mélac besetzt, die bei ihrem Abzug vor anrückenden kursächsischen Truppen im Dezember 1688 neun Mitglieder der Patrizierfamilien für teilweise über ein Jahr als Geiseln verschleppen. 1694 findet der letzte Hexenprozess in der Reichsstadt statt.
Um 1750 entstehen prachtvolle Bauten im Rokokostil, darunter das Schießhaus. Ab 1770 gewinnt Heilbronn durch den Vieh- und Pferdemarkt für über ein Jahrhundert Bedeutung als einer der größten südwestdeutschen Umschlagplätze für Schlachtvieh. Heilbronn kommt in Folge der Mediatisierung im September 1802 mit anderen Reichsstädten an Württemberg und wird Sitz des Oberamts Heilbronn.
Ab 1815 wird der Neckar, der seit dem hohen Mittelalter durch unzählige Wehre und Mühlen versperrt gewesen war, wieder schiffbar gemacht. Von 1819 bis 1821 wird der Wilhelmskanal gebaut und trägt zur einsetzenden Industrialisierung bei, die insbesondere durch die Heilbronner Papiermühlen vorangetrieben wird. 1832 ist Heilbronn die Stadt mit den meisten Fabriken in Württemberg und wird als das schwäbische Liverpool bezeichnet. Ab 1839 werden planmäßig Vorstädte erschlossen, so auch westlich des Neckars, wo ab 1848 der Bahnhof und eine Bahnlinie nach Stuttgart bestehen. Bis 1880 entstanden Eisenbahnverbindungen nach allen wichtigen süddeutschen Städten.
1875 wird ein Floßhafen errichtet, 1886 folgt ein Salzhafen und 1888 der Karlshafen. Am 16. Januar 1892 nimmt Heilbronn mit dem Anschluss an das Stromnetz des Elektrizitätswerks in Lauffen als erste Stadt der Welt die Fernversorgung mit Strom auf.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist Heilbronn ein wichtiger Warenumschlagplatz in Süddeutschland und eine ausgeprägte Industriestadt. Unter den Einwohnern sind viele Arbeiter. Zahlreiche Arbeiter- und Sportvereine sind entstanden, und es gibt eine freie Presselandschaft. Die Stadt gilt als „rote Hochburg“, wenngleich es bei der Novemberrevolution 1919 zu keinen größeren revolutionären Handlungen kam. Die 1923 gegründete Ortsgruppe der NSDAP blieb bis 1933 klein und bedeutungslos, trieb jedoch dann unter Kreisleiter Richard Drauz energisch die Gleichschaltung der regionalen Vereins- und Presselandschaft voran.
1935 werden die Großschifffahrtsstraße Heilbronn-Mannheim und der Heilbronner Kanalhafen eröffnet, der bis heute ein wichtiger Umschlagplatz am Neckar ist und zu den zehn größten deutschen Binnenhäfen zählt. 1936 wird die Autobahn nach Stuttgart fertig gestellt.
Im Zuge einer Verwaltungsreform wird Heilbronn am 1. Oktober 1938 Sitz des neuen Landkreises Heilbronn. Zugleich wird Heilbronn kreisfreie Stadt, und die zuvor selbstständigen Gemeinden Sontheim und Neckargartach werden eingemeindet. Die ehemalige Stadt Böckingen war bereits 1933 eingegliedert worden. Mit 72.000 Einwohnern ist Heilbronn somit nach Stuttgart die zweitgrößte Stadt in Württemberg.
Am 10. November 1938 wird die Heilbronner Synagoge durch Brandstiftung zerstört. Im Laufe des Jahres 1939 wird die traditionsreiche jüdische Gemeinde in Heilbronn praktisch ausgelöscht. Im Zweiten Weltkrieg wird die Stadt mehrfach zum Ziel von Luftangriffen. Dem ersten Angriff im Dezember 1940 folgen zahlreiche weitere. Zur Katastrophe für die Stadt wird der Luftangriff auf Heilbronn am 4. Dezember 1944, bei dem die Altstadt völlig zerstört wird und über 6500 Menschen ihr Leben verlieren. Am 12. April 1945 besetzen amerikanische Truppen die Stadt. Bei Kriegsende hatte Heilbronn noch rund 46.350 Einwohner.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg 1945 gehört Heilbronn zur Amerikanischen Besatzungszone. In einer gewaltigen Kraftanstrengung erfolgt in nur wenigen Jahren der Wiederaufbau der völlig zerstörten Stadt. Ab 1951 sind US-Truppen fest in Heilbronn stationiert.
Die Einweihung der Autobahn A 6 von Heilbronn nach Mannheim im Jahr 1968 setzt weitere wichtige strategische Akzente für den Wirtschaftsstandort Heilbronn. Die A 81 nach Würzburg folgt 1974, die A 6 nach Nürnberg 1979. Zahlreiche Großbetriebe siedeln sich entlang der neuen Verkehrsadern an und die Wirtschaftsregion in ihrer heutigen Ausprägung entsteht.
Durch die Eingemeindung von Klingenberg 1970 hat Heilbronn über 100.000 Einwohner und wird damit Großstadt. 1972 und 1974 werden Kirchhausen, Biberach, Frankenbach und Horkheim eingemeindet. Bei der Kreisreform 1973 bleibt Heilbronn kreisfreie Stadt und Sitz des nunmehr vergrößerten Landkreises Heilbronn sowie der späteren Region Heilbronn-Franken.
In den 1970er Jahren beginnt die kontinuierliche Umgestaltung der den alten Quartieren folgend wiederaufgebauten, dem Verkehr aber nicht mehr gewachsenen Innenstadtbereiche zu Fußgänger- und zu verkehrsberuhigten Zonen.
Ab 1980 werden auf der Heilbronner Waldheide amerikanische Mittelstrecken-Atomraketen vom Typ Pershing II stationiert, 1985 erregt ein Raketenunglück das Interesse der Öffentlichkeit. Nach Unterzeichnung der INF-Verträge werden die Raketen 1987 abgezogen. 1992 rücken die letzten Einheiten der US Army ab, Heilbronn ist seitdem entmilitarisierte Stadt.
Ab 1998 erfolgt der Anschluss der Stadt an das Nahverkehrs-Netz der Stadtbahn nach Karlsruhe, wofür Teile der Innenstadt bis 2005 abermals großflächig umgestaltet wurden.
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden abermals umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, allen voran die Sanierungsarbeit im Industriegebiet mit dem Bau einer Verbindungsbrücke zur Kalistraße. Ebenso erfolgten im Rahmen des Bund-Länder-Förderprogramms „„Soziale Stadt““ Bau- und Begrünungsmaßnahmen in der Nord- und Südstadt. In der Innenstadt sind der Bau zweier großer neuer Einkaufszentren beim Götzenturm und am Kiliansplatz sowie größere Umgestaltungsmaßnahmen beim Bollwerksturm zu nennen.
In den Jahren 2005 und 2006 wurde Heilbronn erste UNICEF-Kinderstadt Deutschlands, Ende 2005 erhielt die Stadt außerdem den Zuschlag für die Bundesgartenschau 2019.
Im Frühsommer 2007 rückte Heilbronn kurzzeitig durch einen Polizistenmord mit anschließender Fahndung nach dem Heilbronner Phantom in den Fokus der internationalen Berichterstattung.
Heilbronn war seit der Reformation durch Johann Lachmann 1528 eine nahezu rein evangelische Stadt mit der Kilianskirche als geistigem Zentrum. Der Rat und die Bürgerschaft bekannten sich geschlossen zur Augsburger Konfession. Katholiken waren unerwünscht, Juden war es verboten, sich in Heilbronn niederzulassen. Nach dem Übergang an Württemberg 1803 wurde die Stadt Sitz eines Dekanats (siehe Kirchenbezirk Heilbronn) und 1823 eines Generalats (heute Prälatur oder „Sprengel“ mit einem Prälaten oder „Regionalbischof“ an der Spitze, siehe Prälatur Heilbronn) der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Protestanten stellen bis heute die Bevölkerungsmehrheit.
Die katholischen Gemeinden der Stadt gehen auf den Deutschen Orden zurück, der das Deutschordensmünster errichtet hat. Die katholischen Gemeinden gehören heute zum Dekanat Heilbronn der Diözese Rottenburg-Stuttgart.
(Mehr zur Geschichte der christlichen Konfessionen in Heilbronn findet sich in den Artikeln zu den bedeutendsten Gotteshäusern: Kilianskirche und Deutschordensmünster.)
Juden sind in Heilbronn seit 1050 belegt, hatten jedoch von 1438 bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts Stadt- bzw. Ansiedlungsverbot. In den 1860er Jahren wurden Juden rechtlich wieder anderen Bürgern gleichgestellt. Im Jahr 1877 wurde die Heilbronner Synagoge eingeweiht, das Bauwerk wurde jedoch in der Reichspogromnacht 1938 zerstört. Die jüdische Gemeinde wurde unter den Nationalsozialisten bis 1939 praktisch ausgelöscht. In den 1980er Jahren waren nur sechs Familien in Heilbronn jüdischen Glaubens. Insbesondere durch den Zuzug aus Osteuropa wuchs die Gemeinde auf über 150 Mitglieder an. 2006 wurde das neue Jüdische Zentrum Heilbronn eingeweiht. Die jüdische Gemeinde Heilbronn ist eine Filialgemeinde der Israelitischen Religionsgemeinschaft in Württemberg mit Sitz in Stuttgart.
(Zur Geschichte der Juden in Heilbronn siehe auch: Judentum im öffentlichen Leben (Heilbronn) und Jüdische Gemeinde Heilbronn.)
Im Stadt- und Landkreis Heilbronn sind mit Eintreffen der türkischen Gastarbeiter in den 1970er und 1980er Jahren die ersten islamischen Gotteshäuser entstanden. Zunächst mussten die Gottesdienste provisorisch in kleinen Räumlichkeiten abgehalten werden. Nach und nach wurden im gesamten Stadt- und Landkreis Heilbronn auch neue Moscheen erbaut. Moscheen im Stadtgebiet befinden sich u. a. in der Goppeltstraße, Hans-Seyfer-Straße, Salzstraße, Weinsberger Straße Ecke Allee und in der Böckinger Straße.
Die Zahl der Muslime wird im Stadtkreis Heilbronn auf über 10.000 Personen geschätzt. Den Großteil stellen Muslime türkischer Abstammung dar, die zum Teil von einer Heilbronner Niederlassung der DITIB vertreten werden; daneben gibt es Muslime bosnischer, arabischer und deutscher Abstammung.
Ehemals selbständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Heilbronn eingegliedert wurden:
| Jahr | Orte | Zuwachs in ha |
| 1. Juni 1933 | Böckingen, Stadt (seit 1919) | 1135 |
| 1. Oktober 1938 | Neckargartach | 1125 |
| 1. Oktober 1938 | Sontheim | 740 |
| 1. Januar 1970 | Klingenberg | 272 |
| 1. Juli 1972 | Kirchhausen | 1147 |
| 1. Januar 1974 | Biberach | 1058 |
| 1. April 1974 | Frankenbach | 889 |
| 1. April 1974 | Horkheim | 486 |
Im 15. Jahrhundert lebten etwa 4.000 Menschen innerhalb der Stadtbefestigung. 1840 wurden 11.300 Einwohner gezählt, 1890 hatte Heilbronn 30.000 Einwohner. Bis zum 1. Juni 1933 verdoppelte sich diese Zahl durch die Eingemeindung der Stadt Böckingen (11.593 Einwohner 1925) auf 60.000 Einwohner. Durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg verlor Heilbronn rund 40 Prozent seiner Bevölkerung. Die Einwohnerzahl sank zwischen 1939 (77.000 Einwohner) und 1945 (47.000 Einwohner) um rund 30.000 Personen.
1956 hatte die Bevölkerungszahl wieder den Vorkriegsstand erreicht. Am 1. Januar 1970 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt durch die Eingemeindung von Klingenberg die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Ende Juni 2005 hatten in Heilbronn nach Fortschreibung des Statistisches Landesamtes Baden-Württemberg 121.416 Menschen ihren Hauptwohnsitz. Unter den 23.000 Ausländern in der Stadt bilden 8.500 Türken die größte Volksgruppe.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt. Gegenwärtig rangiert Heilbronn auf Platz 60 der größten Städte Deutschlands.
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¹ Volkszählungsergebnis
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Siehe auch: Baudenkmäler in Heilbronn
Die Wahlen zum Gemeinderat am 13. Juni 2004 ergaben folgende Zusammensetzung des Gemeinderates:
| CDU | 37,5 % | -1,1 % | 16 Sitze | -1 |
| SPD | 27,0 % | -2,5 % | 12 Sitze | 0 |
| FDP | 9,2 % | -0,5 % | 4 Sitze | 0 |
| GRÜNE | 8,0 % | +1,5 % | 3 Sitze | +1 |
| REP | 8,0 % | -0,3 % | 3 Sitze | 0 |
| FWV | 5,9 % | -0,6 % | 2 Sitze | 0 |
| Andere | 4,4 % | +3,5 % | 0 Sitze | 0 |
Der Oberbürgermeister von Heilbronn wird für eine Amtszeit von acht Jahren von den Bürgern Heilbronns (einschließlich EU-Ausländern) gewählt. Der derzeitige Amtsinhaber Helmut Himmelsbach wurde am 17. Juni 2007 für eine zweite Amtszeit bis zum Jahr 2014 (wenn er das 68. Lebensjahr vollendet) gewählt.
Für eine ausführliche Darstellung der Stadtverwaltung siehe Geschichte der Stadt Heilbronn. Die Amtsträger bis 1945 werden in der Liste der Bürgermeister von Heilbronn abgehandelt.
Das Wappen der Stadt Heilbronn zeigt in Gold einen rot bewehrten und rot gezungten schwarzen Adler, belegt mit einem von Rot, Silber und Blau geteilten Brustschild. Die Stadtflagge ist Rot-Weiß-Blau.
Der Adler ist das Symbol der Reichsfreiheit, welche die Stadt Heilbronn bis 1803 genoss, bevor sie zum Herzogtum beziehungsweise Königreich Württemberg kam. Zur Unterscheidung von anderen Adlerdarstellungen tauchte seit 1556 der Brustschild auf. Die Herkunft der Farben des Schildes konnte allerdings bis heute nicht geklärt werden. 1556, 1581 und 1681 kamen sie auch in der Reihenfolge Blau-Weiß-Rot vor. Auch die sonstige Farbgebung des Wappens war teilweise anders (weißer statt goldener Hintergrund).
Beachtlich ist, dass Heilbronn drei Farben in der Flagge führt. Neuverliehene Gemeindeflaggen haben in Baden-Württemberg nur noch zwei Farben. Bereits vor der Einführung der Deutschen Gemeindeordnung von 1935 geführte Flaggen dürfen jedoch (gemäß Gemeindeordnung für Baden-Württemberg, § 6(1)) weitergeführt werden.
Siehe auch: Liste der Wappen in Stadt und Landkreis Heilbronn
Heilbronn unterhält zu sechs Städten in fünf Ländern eine Städtepartnerschaft beziehungsweise -freundschaft:
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Die Stadt Heilbronn bildet für die Wahlen zum Deutschen Bundestag zusammen mit nördlichen Gemeinden bzw. Städten des Landkreises den Wahlkreis 268 „Heilbronn“. Mit Direktmandat wurde bei den Wahlen 1998, 2002 und 2005 der Kandidat der CDU, Thomas Strobl gewählt. Die 2005 unterlegenen Mitbewerber der SPD (Josip Juratovic) und der FDP (Michael Link) wurden über die Landesliste Mitglieder des Bundestags. Der SPD-Mitbewerber Harald Friese zog bei den Wahlen 1998 über die Landesliste in den Bundestag ein.
Für die Wahlen zum Landtag von Baden-Württemberg bildet die Stadt Heilbronn den eigenständigen Wahlkreis 18 (seit der Wahl 2006 zusammen mit Erlenbach). Dabei wird die Stadt seit 1996 durch Johanna Lichy (CDU) vertreten.
Wichtige Heilbronner Sportvereine sind der FC Heilbronn (Fußball) und der Heilbronner Eishockey Club mit der Profimannschaft Heilbronner Falken.
Der Weinbau hat in Heilbronn eine große Tradition. So gab es auch bei der Heilbronner Weingärtnerjugend eine Heilbronner Jung-Wengerter-Festtracht, die beim Weinbaukongreß 1881 vorgestellt wurde. [3] Auch heute wird der Weingärtnerjugend ein Studiengang für Weinbetriebswirtschaft an der Hochschule Heilbronn angeboten. Der Weinbau ist bis heute ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geblieben. Mit 514 ha (davon ca. 2/3 rote Rebsorten) hat die Stadt Heilbronn nach Brackenheim und Lauffen am Neckar die drittgrößte Rebfläche im Weinbaugebiet Württemberg. 1888 schlossen sich die Heilbronner Weingärtner zur Weingärtnergesellschaft Heilbronn zusammen, die 1933 mit der 1919 gegründeten, konkurrierenden Winzergenossenschaft Heilbronn verschmolz. Am 14. Juli 1972 schloss sie sich mit den Weingärtnergenossenschaften aus Erlenbach und Weinsberg zur Genossenschaftskellerei Heilbronn-Erlenbach-Weinsberg zusammen, die seit 1973 ihren Sitz direkt an der Heilbronner Stadtgrenze auf Erlenbacher Gemarkung hat. Auch zahlreiche private Weingüter haben ihren Sitz in Heilbronn. Überwiegend wird Trollinger und Riesling angebaut, hervorragend ist auch der Kerner.
Heilbronn war lange Zeit auch bedeutender Brauerei-Standort. 1816 wurden bereits sechs Brauereien in der Stadt gezählt. Zur bekanntesten und langlebigsten Marke sollte die 1865 gegründete Brauerei Cluss werden, die 1982 an Dinkelacker verkauft wurde. Heute bestehen in Heilbronn nur noch einige wenige Hausbrauereien. Unter den südwestdeutschen Großstädten hat Heilbronn dennoch die größte Dichte an Biergarten-Sitzplätzen pro Einwohner, woraufhin die Stadt von Marketing-Strategen zur baden-württembergischen Biergarten-Hauptstadt erkoren wurde.
Dank des nordöstlich gelegenen Weinsberger Kreuzes, dem Schnittpunkt der Bundesautobahnen A 81 Würzburg–Stuttgart-Gottmadingen und A 6 Saarbrücken–Mannheim-Nürnberg-Waidhaus, ist Heilbronn gut zu erreichen. Durch die Stadt selbst führen die Bundesstraßen B 27 Blankenburg–Würzburg-Buchen-Mosbach-Stuttgart-Schaffhausen, die B 39 Frankenstein (Pfalz)–Mainhardt und die B 293 Karlsruhe–Heilbronn.
Heilbronn ist ein Vorreiter des „Grünpfeils“. Im Stadtgebiet befinden sich seit 1996 an Straßenkreuzungen 65 solcher Verkehrszeichen, dies ist die höchste Dichte in den Alten Bundesländern.
Auch wenn Heilbronn als eine von wenigen deutschen Großstädten nicht durch das Fernzugnetz der Deutschen Bahn AG bedient wird, ist die Stadt ein Bahnknotenpunkt: Die Frankenbahn verbindet Stuttgart mit Würzburg, die in Bad Friedrichshall-Jagstfeld abzweigenden Neckar- und Elsenztalbahnen führen nach Heidelberg und Mannheim, Schwäbisch Hall wird über Öhringen mit der Hohenlohebahn erreicht. Neben dem Hauptbahnhof gibt es an der Frankenbahn den Haltepunkt Sülmertor für RegionalBahn-Züge. Bereits 1966 wurde der Personenverkehr auf der vom Südbahnhof ausgehenden Bottwarbahn, einer 750mm-Schmalspurbahn, nach Marbach am Neckar eingestellt, ab 1968 folgte sukzessive die Einstellung des Güterverkehrs, bis ca. im Jahr 2000 die Bedienung des Südbahnhofs im Güterverkehr endgültig beendet wurde. Ebenfalls aufgelassen wurden zwischenzeitlich der Haltepunkt in Klingenberg und der Böckinger Bahnhof an der Frankenbahn. In Böckingen befindet sich auch der Heilbronner Güterbahnhof.
Von Karlsruhe kommend verkehrt die Heilbronner Stadtbahn, die von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft betrieben wird, auf der Kraichgaubahn. Die Linie S4 führt derzeit über mehrere Halte in Böckingen, den Hauptbahnhof, die Heilbronner Innenstadt und weiter über die Hohenlohebahn bis zum Öhringer Teilort Cappel. Aufgrund von massiven Verzögerungen beim Neubau der Strecke durch das Heilbronner Stadtgebiet und bei der Sanierung und Elektrifizierung der bestehenden Strecke von Heilbronn nach Öhringen ist die offizielle Eröffnung mehrmals verschoben worden und fand schließlich am 10. Dezember 2005 statt. Der Eisenbahn-Haltepunkt Karlstor an der Hohenlohebahn wurde im Rahmen des Stadtbahn-Ausbaus geschlossen, da der Regionalverkehr nun an ihm vorbei über die Innenstadtstrecke fließt. Für die Zukunft sind weitere Stadtbahnlinien nach Sinsheim, Mosbach-Neckarelz und Zaberfeld geplant. Dabei ist ein weiterer Neubauabschnitt in der Heilbronner Innenstadt in Richtung Neckarsulm vorgesehen.
Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im Stadtgebiet wird durch Busse der Stadtwerke Heilbronn (Verkehrsbetriebe) und verschiedene andere Verkehrsunternehmen bedient. Die Stadt gehört dem Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehr an. Darüber hinaus verkehrt die Stadtbahn (siehe oben) nach dem Karlsruher Modell.
Der Hauptarm des Neckars wurde 1333 längs der Stadtmauer umgeleitet, gleichzeitig aber durch Wehre und Mühlen versperrt, so dass bis ins 19. Jahrhundert die vom Rhein kommende Schifffahrt hier endete und ein Passieren des Neckars bei Heilbronn nur Flößern möglich war. Am 17. Juli 1821 wurde zur Umgehung dieses Engpasses der Wilhelmskanal eröffnet. Im Rahmen der Industialisierung wurden nun aber der Mitte des 19. Jahrhunderts die Hafenanlagen entlang des Flusses immer weiter ausgebaut: 1875 wurde der Floßhafen erbaut, hier wurde per Bahn aus dem Schwarzwald angeliefertes Holz zu Floßverbänden zusammengefügt, um es so weiter in Richtung Rhein zu transportieren. Der Holzumschlag in Heilbronn begründete die Heilbronner Sortierung, eine heute noch in Bayern und Rheinland-Pfalz übliche Klassifizierung von Stammholz.
Ab 1878 war Heilbronn Endpunkt der Neckar-Kettenschifffahrt von Mannheim aus, die von der Heilbronner Neckar-Ketten-Schleppschifffahrt betrieben wurde. 1886 wurde das Salzhafen als Umschlagzentrum für das Bergwerk erbaut, 1888 der Karlshafen. Entscheidend für die weitere Entwicklung war die ab 1921 in Angriff genommene Kanalisierung des Neckars von Mannheim bis Heilbronn, die 1935 fertig gestellt wurde. Die Kettenschifffahrt wurde in Folge aufgegeben.
Mit der Kanalisierung des Neckars ging 1935 die Eröffnung des Heilbronner Kanalhafens einher. 1952 wurde die Kanalisierung bis Stuttgart vollendet, 1968 wurde Plochingen erreicht. Mit einem Umschlag von ca. 5 Mio. t ist der Heilbronner Kanalhafen heute der siebtgrößte deutsche Binnenhafen und mit einem Umschlags-Anteil von 50% der wichtigste Hafen entlang des Neckars. Die Länge der Kaianlagen beträgt insgesamt ca. 7,2 km, verteilt auf den Kanalhafen sowie auf den Osthafen, den Salzhafen und die östliche Seite des alten Neckars, die Gesamtfläche beträgt ca. 107 ha. Das Netz der Industrie- und Hafenbahn hat eine Länge von ca. 18 km, insgesamt wird der Umschlag durch 38 Krananlagen ermöglicht. 80% des Umschlags werden durch die Güter Salz (durch das Salzbergwerk), Kohle (durch das Kohlekraftwerk) und Baustoffe generiert. Teil der Hafenanlagen ist auch ein zuletzt 2003 erweiterter Schwergutkai, der den Umschlag von Material mit einem Gewicht von 350 t ermöglicht. [4]
Heilbronn ist ein Wirtschaftsstandort mit ca. 70.000 Arbeitsplätzen.
Annähernd 30 Banken sind im Stadtkreis Heilbronn vertreten, und das Bankgeschäft blickt auf eine lange Tradition zurück. Schon im 11. Jahrhundert sollen sich in Heilbronn Bankiers aufgehalten haben, die sog. südfranzösischen „Kawerschen“.[5] Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts spielt Heilbronn wieder eine wichtige Rolle als Bankenstandort:
Weitere in Heilbronn vertretene Banken sind u. a. die Südwestbank, Sparda-Bank, die Norisbank, die Citibank, die CC-Bank, die Commerzbank, die Baden-Württembergische Bank, die GE-Bank, die SEB AG, die Landesbank Baden-Württemberg, die Fürstlich Castell’sche Bank, Credit-Casse AG und die Fiat-Bank. [8]
Südlich des Dampfkraftwerks befindet sich ein Förderturm der Südwestdeutsche Salzwerke AG. Die SWS betreibt dort seit 1883 ein Salzbergwerk, das mit dem seit 1994 stillgelegten Bergwerk Kochendorf in Bad Friedrichshall durch einen Stollen verbunden ist. Für das Heilbronner Bergwerk SWS, wo der Salzabbau im Laufe der Zeit weit nach Westen fortgeschritten ist, wurde 2004 der neue Schacht „Konradsberg“ im Westen Heilbronns fertiggestellt. Das Heilbronner Salzbergwerk ist nach Unternehmensangaben das größte in Deutschland [9]
Im Industriegebiet von Heilbronn betreibt die EnBW AG ein großes mit Steinkohle befeuertes Kraftwerk mit 7 Blöcken, das Kraftwerk Heilbronn. Es ist durch seine beiden 250 Meter hohen Kamine und seinen 140 Meter hohen Kühlturm weithin sichtbar. In einem stillgelegten Block des Kraftwerks befindet sich seit 1998 das Veranstaltungszentrum Block-E.
Heilbronn ist Sitz eines Studios des Südwestrundfunks (SWR). Von hier wird das Regionalprogramm Frankenradio bei SWR4 Baden-Württemberg ausgestrahlt. Der Privatsender L-TV produziert ein regionales Nachrichtenfenster für den Großraum Heilbronn/Ludwigsburg. Der private Rundfunksender Radio Ton hat seinen Sitz in Heilbronn.
Als Tageszeitung erscheint in Heilbronn seit 1946 die Heilbronner Stimme. Kostenlos werden die Anzeigenblätter Neckar Express (wöchentlich) und echo (zweimal pro Woche) verteilt. Außerdem gibt es die monatlichen Stadtmagazine Freizeit Journal, Moritz und Phonk.
Heilbronn ist Sitz des Regionalverbands Heilbronn-Franken, des Landratsamts Heilbronn sowie der Handwerkskammer Heilbronn und der IHK Heilbronn-Franken, deren Kammerbezirke jeweils die Region Heilbronn-Franken ist. Ferner gibt es eine Agentur für Arbeit, ein Finanzamt und ein Hauptzollamt.
Heilbronn verfügt über ein Amtsgericht und ein Landgericht, die beide zum OLG-Bezirk Stuttgart gehören. Ferner gibt es das Arbeitsgericht Heilbronn (mit Kammern in Crailsheim) und das Sozialgericht Heilbronn, dessen Gerichtsbezirk umfasst den Stadtkreis Heilbronn, die Landkreise Heilbronn, Ludwigsburg und Schwäbisch Hall sowie den Hohenlohekreis und den Main-Tauber-Kreis.
Die Stadt ist auch Sitz der Prälatur Heilbronn und des Kirchenbezirks Heilbronn der Evangelischen Landeskirche in Württemberg sowie des Dekanats Heilbronn des Bistums Rottenburg-Stuttgart.
Die Hochschule Heilbronn wurde im April 1961 als Staatliche Ingenieurschule gegründet. Darüber hinaus bestehen zwei Staatliche Seminare für Didaktik und Lehrerbildung.
Berufsschulen in der Trägerschaft der Stadt Heilbronn sind die Gustav-von-Schmoller-Schule - Kaufmännische Schule sowie das Technische Schulzentrum Heilbronn, bestehend aus der Johann-Jakob-Widmann-Schule und der Wilhelm-Maybach-Schule. Der Landkreis Heilbronn ist Träger der Andreas-Schneider-Schule (Kaufmännische Schule mit Wirtschaftsgymnasium) und der Christiane-Herzog-Schule (Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule). Seit Herbst 2005 gibt es eine weitere Berufliche Schule, die Peter-Bruckmann-Schule (Abt.: Gesundheit, Pflege, Nahrung und Hauswirtschaft).
In Heilbronn besteht ein großes Angebot an privaten Schulen, u. a.:
Das Ehrenbürgerrecht in Heilbronn wurde durch das „Württembergische Gesetz betreffend die Gemeindeangehörigkeit vom 16. Juni 1885“ eingeführt und von späteren ähnlichen Gesetzen fortgeführt. Vor 1885 gab es in Heilbronn den Begriff des „ehrenhalber verliehenen Bürgerrechts“. Eine Übersicht über die Ehrenbürger der Stadt Heilbronn und der früheren Gemeinden findet sich in der Liste der Heilbronner Persönlichkeiten.
Eine Übersicht über bedeutende Personen, die in Heilbronn geboren sind, findet sich ebenfalls in der Liste der Heilbronner Persönlichkeiten.
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