Heilige Liga (1511)

Die Heilige Liga von 1511 wurde geschlossen, nachdem Papst Julius II. aus der Liga von Cambrai ausgeschert war und sich mit den Eidgenossen, dem Königreich Aragonien, dem Habsburger Kaiser Maximilian I. und der Republik Venedig gegen Ludwig XII. von Frankreich verbündete. Dem Bündnis gehörte auch Heinrich VIII. von England an, der mit einer Tochter des aragonesischen Königs verheiratet war. Das Bündnis richtete sich gegen die Expansionspolitik Ludwig XII. von Frankreich und sollte der Befreiung Italiens dienen (siehe Italienische Kriege).

Zunächst entwickelten sich die Dinge im Interesse der Liga, so musste sich Frankreich aus dem besetzten Herzogtum Mailand zurückziehen. In der Schlacht bei Ravenna (1512) erlitt die Liga jedoch eine vernichtende Niederlage. Am 23. März 1513 wechselte Venedig die Seite und schloss sich Frankreich an, was die Lage der Liga weiter komplizierte. Am 6. Juni 1513 besiegten die Schweizer Ludwig XII. in der Schlacht bei Novara. Zwei Jahre später, am 13./14. September 1515, konnte König Franz I. von Frankreich die im Sold der Sforza stehenden Schweizer bei Marignano besiegen und Mailand zurückgewinnen. Mit dem Tode Julius II. im Februar 1513 hörte auch die Liga auf zu existieren, da sein Nachfolger, Papst Leo X., den Frieden mit Frankreich suchte.


Siehe auch: Heilige Liga

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