Unter Heiligungsbewegung versteht man im weiteren Sinne eine christliche Bewegung der Neuzeit. Sie legt starken Wert darauf, dass ihre Anhänger eine wirkliche Bekehrung erlebt hatten und sich in ihrem Leben nach den ethischen Geboten des Christentums richten und möglichst sündenfrei leben. Konkret fand das, je nach Zeitumständen, Ausdruck in Betonung von Evangelisation, Diakonie, Nächstenliebe, Abstinenz.
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Eine der ersten Heiligungsbewegungen war der Methodismus, weitere Kirchen, die zur Heiligungsbewegung gerechnet werden, sind die Heilsarmee, die Gemeinden Christi, die Kirche des Nazareners und der Evangelische Brüderverein
Im engeren Sinne wird der Ausdruck innerhalb der Biographie von Franz Eugen Schlachter für die dritte Erscheinung der Heiligungsbewegung um 1874/1875 in England, Deutschland und der Schweiz gebraucht. Es ist hier die Arbeit von Robert Pearsall Smith (1827-1898) und seiner Frau Hanna Whitall-Smith (1832-1911) gemeint. Die Heiligungsbewegung trat in allen erweckten Kreisen des Pietismus und der Freikirchen auf. Entscheidende Personen waren Robert Pearsall Smith, Arnold Bovet, Andrew Murray, Carl Heinrich Rappard und Dora Rappard, Otto Stockmayer, Ernst Gebhardt, aber auch D.L. Moody, Anna von Wattenwyl, und später Franz Eugen Schlachter usw. Bekannt ist auch das Lied der Heiligungbewegung „Jesus rettet mich jetzt“. Obwohl er zum Kreis der Gemeinden, die man Offene Brüder nennt, gehört, ist hier auch der Waisenhausvater Georg Müller bzw. der Gründer der China-Inland-Mission, Hudson Taylor zu nennen, bzw. in China Watchman Nee.