Christian Heinrich Roller (Ps. Roland vom Hochplateau, * 10. März 1839 in Berlin; † 6. September 1916 ebd.) war Begründer eines deutschen Stenographiesystems
Heinrich Roller bereitete sich während seiner Tischlerlehre auf den Beruf des Zeichenlehrers vor. Im Berliner Handwerkerverein erlernte er 1859 die von Arends entworfene Kurzschrift, die er später maßgeblich verbesserte. Sein System erschien 1875 und wurde schon siebzehn Jahre später von etwa 200 Vereinen mit insgesamt 4500 Mitgliedern auch in verschiedenen Fremdsprachen gepflegt.
Am 25. November 1925 wurde die Heinersdorfer Straße (1866-1925) in Berlin-Prenzlauer Berg ihm zu Ehren in Heinrich-Roller-Straße umbenannt. Anlass war damals der 50. Jahrestag der Rollerschen Kurzschrift.
Seit 1998 trägt auch die Grundschule in dieser Straße den Namen des Stenografie-Erfinders Heinrich Roller.
Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof der Freireligiösen Gemeinde in der Pappelallee.
In einer Gedenkveranstaltung anlässlich des Treffens der Arbeitsgemeinschaft deutscher Stenographie-Systeme vom 14. bis 18. Juli 2006 würdigten die Stenografen das Leben und Wirken des Heinrich Roller als Mensch, Stenograf, Sozialdemokrat, Freireligiöser, Schriftsteller und Volksdichter.
In der Eingangshalle des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg werden Berliner Straßennamen als Kunstwerk gezeigt. Darunter befindet sich auch die Heinrich-Roller-Straße. (Juli 2007)