Heinrich Karl Eckard Helmuth von Maltzan, Reichsfreiherr von Wartenberg und Penzlin (* 6. September 1826 in Dresden; † 22. Februar 1874 in Pisa durch Selbstmord nach schwerer Krankheit) aus dem alten ursprünglich mecklenburgischen Adelsgeschlecht der Maltzahn war ein deutscher Schriftsteller und Orientalist.
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Er wuchs nach dem frühen Tod der Mutter teilweise in England, teilweise an verschiedenen Orten Deutschlands auf, studierte von 1846-1850 in München, Heidelberg und Erlangen Rechtswissenschaft und orientalische Sprachen und trat zunächst für kurze Zeit in den Verwaltungsdienst des Königreichs Sachsen ein. Ab 1851 durch ein reiches väterliches Erbe finanziell unabhängig führte er das Leben eines Privatgelehrten und Forschungsreisenden in verschiedenen orientalischen Ländern.
1860 unternahm er als Muslim getarnt mit einem Pass, der auf einen algerischen Araber ausgestellt war, den Maltzan bestochen hatte, eine Pilgerfahrt nach Mekka. Der Besuch der heiligen Stadt war und ist für Nichtmuslime bei Todesstrafe verboten. Nach dem Tod des offiziellen Passbesitzers veröffentlichte Maltzan 1865 einen Bericht über diese Reise.
Für die orientalistische Forschung von Bedeutung waren darüber hinaus seine Beschreibungen phönizischer und punischer Inschriften, vor allem im Bericht über eine Reise in den damaligen Regentschaften Tunis und Tripolis. Im Übrigen brachte er als einer der ersten Kenntnisse über das Mehri nach Europa.