Heldenberg

Wappen Karte
Wappen von Heldenberg
Heldenberg
Österreichkarte, Position von Heldenberg hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Hollabrunn (HL)
Fläche: 27,37 km²
Koordinaten: 48° 30' N, 15° 57' O
Höhe: 238 m ü. A.
Einwohner: 1115 (31. Dez. 2005)
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 3704, 3701, 3710
Vorwahl: 02956
Gemeindekennziffer: 3 10 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Wimpffen-Gasse 5
3704 Kleinwetzdorf
Politik
Bürgermeister: Alfred Wunderer (ÖVP)
Gemeinderat: (2005)
(19 Mitglieder)
15 ÖVP, 4 SPÖ

Heldenberg ist eine Gemeinde mit 1.115 Einwohnern im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich (Österreich).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Heldenberg liegt im Tal der Schmida im Weinviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 27,37 Quadratkilometer. 26,89 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Katastralgemeinden sind Glaubendorf, Großwetzdorf, Kleinwetzdorf, Oberthern, Unterthern.

Geschichte

Ober/Unterthern

In einer Schenkungsurkunde des Kaisers Heinrich IV. aus dem Jahr 1066 wird der Ort Ternie erstmals urkundlich erwähnt.

Eine Unterscheidung von Oberthern und Unterthern gibt es erstmals in einem Urbar des Stiftes Passau aus dem Jahre 1320, wo ein Inferior Tern und ein Superior Tern genannt wird.

Die mittelalterlichen Besitzverhältnisse zeigen im Jahr 1590 Besitzungen des Stiftes Göttweig, des Stiftes Garsten sowie der Gräfin Hardegg. 1401 dürfte die Kirche in Oberthern errichtet worden sein, urkundlich belegt ist eine Kirchenobligation aus dem Jahr 1635. Die Kirche wurde durch einen Zubau im Jahr 1961 erweitert.

Die Pfarre Oberthern gehört zum Pfarrverband Großweikersdorf.

Obwohl bereits im 17. Jahrhundert von der Ansässigkeit eines Lehrers in Oberthern berichtet wird, sah erst die Theresianische Schulreform 1787 für Ober- und Unterthern eine eigene Schule vor. Die Volksschule Oberthern wurde 1966 aufgelassen und dem Schulsprengel Großweikersdorf zugeschlagen.

Gross/Kleinwetzdorf

Die erste zweifelsfreie Erwähnung des Namens Wetzdorf stammt aus dem Gültbuch (Einnahmenverzeichnis) des Stiftes Zwettl aus dem Jahr 1346. Die Pfarre wurde 1783 im Zuge der josephinischen Reformen gegründet. In der Mitte des 16. Jahrhunderts entsteht in Kleinwetzdorf das Schloss Wetzdorf, eine aus drei Höfen bestehende, zweigeschossige Anlage, die 1726 um eine Schlosskapelle erweitert wird. Joseph Gottfried Pargfrieder, ein Armeelieferant, erwirbt 1832 das Schloss und lässt die Gedenkstätte Heldenberg anlegen (1846-1849).

Glaubendorf

In Glaubendorf entstand in der Lengyelkultur um ca. 5000 v.Chr. eine doppelte Kreisgrabenanlage, deren größter Durchmesser 109 Meter beträgt.

Um das Jahr 1200 wurde die Pfarre Glaubendorf gegründet.

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1096 Einwohner. 1991 hatte die Gemeinde 1061 Einwohner, 1981 1074 und im Jahr 1971 1155 Einwohner.

Politik

Bürgermeister der Gemeinde ist Alfred Wunderer, Amtsleiter Otto Nachtigal.

Im Gemeinderat gibt es bei insgesamt 19 Sitzen nach der Gemeinderatswahl vom 6. März 2005 folgende Mandatsverteilung: ÖVP 15, SPÖ 4, andere keine Sitze.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Gedenkstätte Heldenberg: Säulenhalle
Rekonstruktion einer Kreisgrabenanlage für die NÖ. Landesausstellung 2005
Rekonstruktion einer Kreisgrabenanlage für die NÖ. Landesausstellung 2005

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 26, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 108. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 480. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 45,07 Prozent.

Quellen

  • Heimatbuch Wetzdorf. Marianne Gastgeb, Grosswetzdorf , 2000.

Weblinks

Commons
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