Helmut F. Spinner (* 28. Januar 1937 in Offenburg) ist ein deutscher Philosoph, Wissenschaftstheoretiker und Soziologe.
Spinners Schwerpunkte waren Wissenschaftsforschung, Rationalitätstheorie und Technikphilosophie; er begründete den Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung.
Im Umkreis des Kritischen Rationalismus groß geworden, zeichnet sich Spinners philosophischer Ansatz dadurch aus, dass er gesucht hat, angeregt durch Paul Feyerabend, die Grundsätze des Fallibilismus (Gegensatz: Rechtfertigungsstrategie) und des Theorienpluralismus (Gegensatz: Theorienmonismus) umfassender zu gestalten (und sie auch auf den Kritischen Rationalismus selbst und dessen Anhänger zu beziehen).
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Helmut F. Spinner studierte an den Universitäten Mannheim, Köln, Heidelberg und London (1970/71 London School of Economics, erster Leverhulme European Research Fellow am Department of Philosophy, zuvor Karl R. Popper, danach Imre Lakatos, J. N. Watkins) Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaft und Psychologie (mit Diplom-Abschluss); Philosophie, Wissenschaftstheorie und Soziologie (mit Promotion und Habilitation); 1970 Promotion zum Dr. phil., 1979 Habilitation für Wissenschaftslehre und Wissenschaftssoziologie, 1983 Habilitation für Soziologie.
Lehr- und Forschungstätigkeiten an den Universitäten Mannheim, London, Bamberg, Gießen, Heidelberg, Marburg, Karlsruhe.
Helmut Spinner wurde 1985 zum Professor an der Universität Mannheim berufen, 1987 folgte ein Ruf an die Universität Karlsruhe als Professor für Philosophie und Leiter des Studium Generale. Spinner emeritierte am 31. März 2002; er lebt in Brühl bei Mannheim.
Hauptrichtungen und Zeitabschnitte der philosophisch-wissenschaftlichen Arbeit, eingeteilt nach Leitprojekten für mehrjährige fachübergreifende Schwerpunkte:
Auswahl der Publikationen:
Ausführliches Publikationsverzeichnis: [8], [9] und [10].