Hepadnaviridae

Unter den Hepadnaviridae versteht man die Familie der doppelsträngigen DNA-Viren, welche die Leber infizieren.

Der Name Hepadna steht dabei für hepatotrop und DNA, da diese Viren einen ausgeprägten Lebertropismus aufweisen und eine zirkuläre, teilweise doppelsträngige DNA als Erbinformation besitzen. Der Name wurde eingeführt, um diesen Virustyp von den Hepatitisviren mit RNA-Genom abzugrenzen. Der Hauptvertreter dieser Familie ist das Hepatitis-B-Virus (HBV).

Die Hepadnaviren werden zu den Pararetroviren gezählt, da sie wie die Retroviren ihr Genom über eine prä-genomische RNA (pgRNA) mittels der eigenen Reversen Transkriptase in DNA umschreiben. Die Virionen enthalten, im Gegensatz zu den Retroviren, keine RNA, sondern DNA. Grundsätzlich werden bei den heute bekannten Hepadnaviren zwei Genera unterschieden.

Orthohepadnaviridae:

Außer dem Hepatitis-B-Virus (HBV) des Menschen werden die Viren der Erdhörnchen (Ground squirrel; GSHV), der Waldmurmeltiere (Woodchuck; WHV), der Orang-Utans (Orang-Utan Hepatitis B Virus; OHV) und der Wollaffen (Woolly monkey; WMHBV) dem Genus der Orthohepadnaviridae, der Hepadnaviren der Säugetiere, zugeordnet.

Avihepadnaviren:

Die Hepatitis-B-Viren der Enten (Duck; DHBV), der Kraniche (Crane; CHBV) und der Reiher (Heron; HHBV) werden unter dem Genus Avihepadnaviren, der Hepadanaviren der Vögel zusammengefasst.

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