Heribert Sasse (* 28. September 1945 in Linz) ist ein österreichischer Schauspieler, Regisseur und Theaterintendant.
Er wuchs in Wien auf, absolvierte zunächst ein Musikstudium, das er jedoch abbrach, um sich dem Theater zu widmen. Ab 1969 arbeitete er aushilfsweise als Beleuchter, Inspizient und Regieassistent am Wiener Volkstheater, spielte aber auch schon erste kleine Rollen. Nach einem kurzen Engagement als Schauspieler am Kellertheater München ging er ans Berliner Schlosspark-Theater. Weitere Stationen seiner Schauspiellaufbahn waren das Wiener Akademietheater, das Düsseldorfer Schauspielhaus sowie das Schillertheater und die Akademie der Künste in Berlin. Ab 1976 arbeitete er zunehmend als Regisseur. Er inszenierte am Theater in der Josefstadt, am Wiener Volkstheater, an der Freien Volksbühne Berlin und bei den Salzburger Festspielen. 1980 wurde er Intendant des Renaissance-Theaters in Berlin, wo er zudem als Regisseur und Hauptdarsteller tätig war.
1985 wurde er zum Generalintendanten der Staatlichen Schauspielbühnen Berlin berufen, die er bis 1995 leitete. Im Anschluss daran eröffnete er das ehemalige Kleine Haus der Staatlichen Schauspielbühnen, das Schlosspark-Theater, als Privattheater, dem er bis 2002 als Intendant vorstand. Mit Beginn der Ära 2005/2006 wurde er zur zentralen Schauspielerpersönlichkeit der Direktions-Ära Michael Schottenberg am Volkstheater und ließ sich wieder in Wien nieder. 2006/2007 : Wechsel ans Theater in der Josefstadt in Wien, dessen neuer Direktor Herbert Föttinger ihn mit großen Schauspiel- und Regieaufgaben betraut.
Für seine vielfältigen künstlerischen Tätigkeiten als Schauspieler, Regisseur und Intendant erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. Zudem unterrichtete er als Professor Schauspiel und Regie am Mozarteum in Salzburg und Kulturelles Management an der nach Hanns Eisler benannten Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.