Herrschaft Stargard

Die Herrschaft Stargard ist eine im 13. Jahrhundert als "terra Stargardiensis" erstmals urkundlich belegte Herrschaft im Grenzbereich zwischen Brandenburg, Pommern und Mecklenburg.

Die Herrschaft war zunächst ein wahrscheinlich auf slawische Zeit zurückgehender Burgbezirk um Stargard, wurde jedoch begrifflich sehr bald weiter gefasst. Wahrscheinlich seit der Eroberung um 1130 bis 1236 gehörte es zum Herrschaftsbereich der Herzöge von Pommern und bildete einen slawischen Herrschaftsbezirk, "terra" genannt. Im Vertrag von Kremmen vom 20. Juni 1236 musste der in Demmin residierende Herzog Wartislaw III. die Länder Stargard, Beseritz und Wustrow an die gemeinsam regierenden brandenburgischen Markgrafen Johann I. und Otto III. aus dem Hause der Askanier abtreten.

Von den Askaniern gelangte die Herrschaft Stargard 1292 als Wittum der Markgrafentochter Beatrix (der ersten Frau des mecklenburgischen Fürsten Heinrichs II. der Löwe) und dann nach 1299 durch Scheinkauf endgültig an die Fürsten (später Herzöge) zu Mecklenburg. Diese residierten von 1352-1471 hier in der Nebenlinie Mecklenburg-Stargard residierten. Nach sächsischer Lehnsabhängigkeit wurde die Herrschaft durch Kaiser Karl IV. am 16. Oktober 1347 zum reichsunmittelbaren Territorium erhoben und den mecklenburgischen Fürsten als Reichslehn übergeben. Später bildete die Herrschaft ein herzoglich mecklenburgisches Verwaltungsamt.

1701 war sie im Hamburger Vergleich Gründungsbestandteil und größter Gebietsanteil des (Teil-) Herzogtums Mecklenburg-Strelitz, zugleich bis 1918 einer von drei ritterschaftlichen Kreisen des mecklenburgischen Gesamtstaates.

Kreis Stargard

1934 wird der Kreis Stargard gebildet, der bis zur DDR-Kreisreform 1952 Bestand hatte.

Stargarder Land

Umgangssprachlich wird die Herrschaft Stargard auch als "Stargarder Land" bzw. "Land Stargard" bezeichnet.

Siehe auch

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