| Karte | |
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| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Kreis: | Rhein-Sieg-Kreis |
| Stadt: | Bornheim |
| Einwohner: | 4.523 (01. Dezember. 2006)
Quelle: Stadt Bornheim) |
| Postleitzahl: | 53332 |
| Telefonvorwahl: | 02222 |
| Kfz-Kennzeichen: | SU |
| Politik | |
| Ortsvorsteher: | Frank W. Krüger (SPD) |
Hersel ist ein Stadtteil von Bornheim im Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Hersel liegt zwischen Bonn und Köln direkt am Rhein.
Der Ortsname Hersel wurde zum ersten Mal im Jahre 1136 n. Chr. erwähnt. Dies geht aus einer Urkunde (1149) hervor, in der festgehalten wurde, dass 1136 der damalige Kölner Erzbischof Bruno II. von Berg (1131 - 1137) Bestimmungen getroffen hatte, ein Herseler Oratorium (Anbetungsraum) dem Stift St. Cassius in Bonn zu unterstellen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Ortschaft ist durch die Autobahn 555 und die Stadtbahnlinie 16 wie auch die Buslinien 635, 626 und 818 gut an die Nachbarstädte angebunden.
Im Wahlkreis III des Rhein-Sieg-Kreises gewann Ilka Keller (CDU). Die alte und neue Landtagsabgeordnete setzte sich gegen Werner Albrecht (SPD) durch.
26. September 2004: Kommunalwahlen in Nordrhein Westfalen und damit auch in Bornheim: Hier stellten sich als Bürgermeisterkandidaten Manfred Schier (CDU), Wolfgang Henseler (SPD) und Berthold Rothe (Bündnis 90/Die Grünen) und die Kandidaten von FDP und UWG/Forum auf. Der alte Bürgermeister Wilfried Henseler (CDU) durfte aus Altersgründen nicht mehr antreten. Manfred Schier holte 47,1 Prozent der Stimmen, Wolfgang Henseler 36,7 Prozent und Berthold Rothe die beachtliche Anzahl von 16,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,9 Prozent. Da keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit, die bei der Kommunalwahl erreicht werden muss, bekam, gab es Stichwahlen.
10. Oktober 2004: Stichwahl in Bornheim zwischen Manfred Schier (CDU) und Wolfgang Henseler (SPD): Bei dieser Wahl gewann Wolfgang Henseler mit 57 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 42,89 Prozent.
Das Ergebnis ist historisch für Bornheim. Zum ersten Mal nach dem Krieg wird das Rathaus nun nicht mehr von der CDU regiert.
Nicht nur hier verlor die CDU gegenüber der Kommunalwahl 1999 an Stimmen. Im Stadtrat muss die CDU die Alleinherrschaft nach 58 Jahren abgeben. Die Christdemokraten brachten es auf 44 Prozent der Stimmen. Die SPD kam auf 26,8 Prozent, die UWG/Forum auf 11,6 Prozent, die Grünen auf 11,2 Prozent und die FDP auf 5,7 Prozent der Stimmen.
Bei den Kreistagswahlen gewann für Hersel/Uedorf/Widdig Michael Donix (CDU).
Bei den Ortsvorsteherwahlen kämpften im Süden von Hersel Adolf Hönighausen (CDU) gegen Frank W. Krüger (SPD) und im Norden von Hersel, der Uedorf mit einschließt, Franz Josef Faßbender (CDU) und Wolfgang Schausten (SPD) um die Gunst der Wähler. Frank W. Krüger und Franz Josef Faßbender gewannen. Bei der Ratsitzung am Mittwoch, dem 13. Oktober 2004 setzte sich jedoch Frank W. Krüger mit 24 zu 21 Stimmen gegen den alten Ortsvorsteher Franz Josef Faßbender durch.
Die katholische Kirchengemeinde Hersel wurde im Jahre 1149 gegründet. Nach einigen Zerstörungen der Kirche wurde 1744 eine neue Kirche gebaut: Der heutige Aegidiussaal (Hallenkirche, Ziegelstein-Barock, Zwiebelturm). Seit 2006 ist der Aegidiussaal, der bis 2005 als Pfarrsaal der Gemeinden diente, der erzbischöflichen Ursulinenschule übereignet worden. Als im 19. Jahrhundert die von Clemens August geförderte Kirche zu klein für die wachsende Gemeinde wurde, wurde 1899 eine größere neugotische Kirche gebaut, die 1901 eingeweiht wurde. Diese Kirche ist bis heute die Pfarrkirche der Gemeinde.
Die Pfarrgemeinde gehört zu dem Pfarrverband „An Rhein und Vorgebirge“ und zählt 2924 Gemeindemitglieder. Der Pfarrer ist Msgr. Anno Burghof, der gleichzeitig auch Kreisdechant ist (Rhein-Sieg-Kreis, linksrheinisch).
Zur evangelischen Kirchengemeinde Hersel gehören neben unter anderem die Orte Widdig, Uedorf, Sechtem und Bonn-Buschdorf. Die Gottesdienste finden in der Dreifaltigkeitskirche in Hersel, dem evangelischen Gemeindezentrum ARCHE in Sechtem und in der Kirche von Buschdorf statt. Die Gemeinde wird derzeit von den Pfarrern Eckart Wüster (z.Zt. Superintendent in Bonn) und Guido Konieczny betreut.
Die Rheininsel Herseler Werth liegt zwischen Bonn und Köln an der Ortschaft Bornheim-Hersel (Rheinkilometer 660,80 L) und ist ein Naturschutzgebiet. Sie ist 1.678,5 m lang und hat eine Fläche von 14,8 Hektar. Seit Dezember 1993 darf das Werth nicht mehr betreten werden und ist somit die letzte nicht frei zugängliche Rheininsel in Nordrhein-Westfalen. Zwischen 1202 und 1237 gab es einen großen Wassereinbruch des Rheines nach Westen. Dabei wurden wohl Teile von Hersel und der alten Römerstraße zwischen Bonn und Köln weggeschwemmt und die Rheininsel entstand.
Die Insel ist durchgehend mit Pappeln bepflanzt, die nach dem Zweiten Weltkrieg von Menschenhand gesetzt wurden. Nachdem das Herseler Werth seit Ende 1993 nicht mehr betreten werden darf, wachsen dort Pflanzen und leben auf der Insel Tiere, die sehr gefährdet sind und zum Teil in der sogenannten Roten Liste der gefährteten Arten der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen sind.
Früher wurde der Kies direkt aus dem Rhein geholt. So gab es auch eine kleine Kiesgrube am Rhein. Erst in den letzten Jahrzehnten entstanden die groß angelegten Kiesgruben an den Feldern. Die größten Kieswerke gehören der Familie Horn und der Familie Hünten.
Nach der Ausbeutung mancher Kiesgruben wurden diese von der Stadt Bonn als Mülldeponie genutzt. Doch nach Protesten einiger Bürger und dem Bau der Müllverbrennungsanlage in Bonn wurden diese Mülldeponien zwischen den Bornheimer Stadtteilen Hersel und Roisdorf vor einigen Jahren mit Erde bedeckt.
In Hersel wird das Teehäuschen oft Weinhäuschen genannt, doch dieser Name ist falsch. Der heute rosa angestrichene Pavillon gegenüber der Gastwirtschaft "Zur Tränke" an der Kreuzung Rheinstraße/Richard-Piel-Straße diente vor dem Krieg als Teehäuschen und gehörte zum Besitz des Gutes Marienhof. In Hersel und Uedorf soll es früher einmal insgesamt vier solcher Teehäuschen gegeben haben.
Die Germania-Brauerei Hersel wurde am 10. Oktober 1864 gegründet und 126 Jahre später, genau am 1. Oktober 1990, geschlossen. Bevor dies aber passierte, schloss sie sich 1922 mit der Rhein-Sieg-Brauerei in Wissen zusammen. Heute sind in dem umgebauten Brauereigelände Wohnungen untergebracht.
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