| Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Hessen (Begriffsklärung). |
| Landesflagge | Landeswappen |
|---|---|
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| Basisdaten | |
| Landeshauptstadt: | Wiesbaden |
| Fläche: | 21.114,94 km² (7.) |
| Einwohner: | 6.075.359 (5.) (31. Dezember 2006) |
| Bevölkerungsdichte: | 287,7 Einwohner/km² (7.) |
| Landeshymne: | Hessenlied |
| Schulden: | 4.959 € pro Einwohner (Ende 2005) |
| Schulden gesamt: | 28,6 Mrd. € (2004) |
| ISO 3166-2: | DE-HE |
| Homepage: | www.hessen.de |
| Politik | |
| Ministerpräsident: | Roland Koch (CDU) |
| Regierende Partei: | CDU |
| Sitzverteilung im Landtag (110 Sitze): |
CDU 56 SPD 33 B90/Grüne 12 FDP 9 |
| Letzte Landtagswahl: | 2. Februar 2003 |
| Nächste Landtagswahl: | 27. Januar 2008 |
| Parlamentarische Vertretung | |
| Stimmen im Bundesrat: | 5 |
| Karte | |
Hessen ist ein Land in der Bundesrepublik Deutschland. Der Name Hessen ist die abgewandelte Form des Stammesnamens der germanischen Chatten, deren Siedlungsschwerpunkt im heutigen Nord- und Mittelhessen lag. Das in der Mitte der Bundesrepublik gelegene Land gehört vor allem durch seine südlichen Landesteile zu den am dichtesten besiedelten und wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands. Die Landeshauptstadt ist Wiesbaden, die größte Stadt Frankfurt am Main. Hessen wurde am 19. September 1945 unter dem Namen Groß-Hessen gegründet und hatte als erstes Land der Bundesrepublik eine neue demokratische Verfassung. Seine unmittelbaren Vorgängerstaaten waren der Volksstaat Hessen und die preußischen Provinzen Kurhessen und Nassau, die der Freistaat Preußen am 1. April 1944 durch Teilung der Provinz Hessen-Nassau schuf.
In der Mitte Deutschlands liegend grenzt das Land Hessen mit einer Gesamtgrenzlänge von 1.410,736 km an die Länder Nordrhein-Westfalen (Grenzlänge: 269,330 km), Niedersachsen (167,013 km), Thüringen (269,647 km), Bayern (261,881 km), Baden-Württemberg (176,540 km) und Rheinland-Pfalz (266,325 km).
Mit der naturräumlichen Gliederung erfolgt eine systematische geographische Landesaufnahme. Sie stellt damit eine flächendeckende Bestandsaufnahme dar, die sich auf den Naturraum bezieht und von Großregionen bzw. sogar ozeanübergreifenden Zonen bis hin zu sogenannten Fließen als Grundeinheit reicht.
Hessen gehört in vollem Umfang zum deutschen Mittelgebirge. Innerhalb dieser Einstufung erfolgt eine weitere Unterteilung in sogenannte Regionen. In Hessen sind dies das Deutsche Schichtstufentafelland, die Oberrheinische Tiefebene, das Grundgebirgsschollenland und das Hessische Bruchschollentafelland. Weitere Untergliederungen sind im Artikel Liste der naturräumlichen Einheiten in Hessen zu finden.
Hessens Landschaft besteht aus zahlreichen Mittelgebirgen; nach deren jeweils höchsten (hessischen) Bergen sortiert sind dies: Rhön, Taunus, Upland (hessischer Teil des Sauerlandes), Vogelsberg, Hoher Meißner, Kellerwald, Westerwald, Kaufunger Wald, Knüllgebirge, Habichtswald, Odenwald, Stölzinger Gebirge, Spessart, Schlierbachswald, Schelderwald, Seulingswald und Reinhardswald. Die höchste Stelle des Landes befindet sich auf der Wasserkuppe (950,2 m ü. NN) in der Rhön (im Landkreis Fulda) (zu den hessischen Mittelgebirgen und weiteren Bergen: Liste der Berge in Hessen).
Die größten Ebenen sind das Rhein-Main-Gebiet, die Oberrheinische Tiefebene und die Wetterau. Nach Norden schließen sich die so genannten „Hessischen Beckenlandschaften“ an: Amöneburger Becken, Fritzlar-Waberner Senke, Gießener Becken und Kasseler Becken. Abseits davon bildet das Limburger Becken an der westlichen Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz zwischen Taunus und Westerwald einen größeren intramontanen Senkungsraum innerhalb des Rheinischen Schiefergebirges. Diese meist tektonisch angelegten Becken sind jedoch im geomorphologischen Sinn eigentlich keine Becken, sondern teils weiträumige Niederungen, die von Flüssen durchflossen werden. Vielfach finden sich hier Lößdecken, welche zusammen mit der Klimagunst die Grundlage für eine ertragreiche Landwirtschaft bilden. Die niedrigste Stelle Hessens befindet sich bei Lorch am Rhein (81 m ü. NN) im Rheingau-Taunus-Kreis.
Unter anderen durchfließen die nachfolgend genannten Flüsse das Bundesland Hessen ganz oder nur teilweise. Während der Strom Rhein im Südwesten des Landes die Grenze zu Rheinland-Pfalz bildet, ist der Neckar auf kleiner Strecke südlicher Grenzfluss zu Baden-Württemberg, und die Werra bzw. die Weser bilden im Osten bzw. in Nordhessen teilweise die Grenze zu Thüringen und Niedersachsen oder kreuzen diese politischen Grenzen; die längsten bzw. bekanntesten Fließgewässer (mit jeweiliger Gesamtlänge) in Hessen sind:
In Hessen liegen keine sehr großen natürlichen Seen. Der größte hessische Stausee ist der Edersee in Nordhessen. Das zweitgrößte Binnengewässer Hessens ist der Werratalsee im Werra-Meißner-Kreis. Nicht unbedeutend für den Tourismus ist auch der Aartal-See in der Gemeinde Bischoffen im Lahn-Dill-Kreis.
Der größte Teil der hessischen Bevölkerung lebt im südlichen Landesteil, im Rhein-Main-Gebiet. Weitere urbane Zentren sind in Mittelhessen Wetzlar, Gießen und Marburg, in Nordhessen Kassel und in Osthessen Fulda. Zur Bevölkerungsentwicklung siehe Bevölkerungsprognose Hessen.
Siehe Hauptartikel: Geschichte Hessens
Der Name Hessen entstand durch allmähliche Wortwandlung des Stammesnamens der germanischen Chatten hin zu Hessen.
Im heutigen Bundesland Hessen sind die ehemaligen Territorien der hessischen Fürstentümer Landgrafschaft Hessen (später u. a. Hessen-Kassel, Hessen-Darmstadt, Hessen-Rotenburg und Hessen-Homburg), der Grafschaft Erbach, des Fürstentums Solms und große Teile des Herzogtums Nassau, der Grafschaft Hanau, der Grafschaft Isenburg, des Fürstentums Waldeck, sowie der Freien Reichsstädte Frankfurt am Main, Friedberg, Gelnhausen und Wetzlar respektive die ehemaligen Territorien der Nachfolgestaaten vereint.
Zur Zeit des Deutschen Bundes bis 1866 existierten in diesem Gebiet:
Die Verfassung für das Land Hessen trat am 1. Dezember 1946 in Kraft und war damit die erste Nachkriegsverfassung eines deutschen Landes. Bereits am 19. September 1945 hatte die Militärregierung der US-amerikanischen Besatzungsmacht mit ihrer Proklamation Nr. 2 „Groß-Hessen“ hergestellt. Mit Gründung der späteren Bundesrepublik Deutschland wurde daraus das Bundesland Hessen.
41,3 Prozent der Bevölkerung gehören den evangelischen Landeskirchen von Hessen und Nassau, von Kurhessen-Waldeck sowie des Rheinlandes an.
25,6 Prozent sind römisch-katholischen Bekenntnisses. Die Bistümer und Diözesen sind kirchengeschichtlich wie folgt aufgeteilt: Diözesen Fulda, Limburg, Mainz und Paderborn.
33,0 Prozent der hessischen Bevölkerung gehören zu einer anderen oder keiner Religionsgemeinschaft. (lt. EKD Statistik, Stand 31. Dezember 2004)[1]
Vorab: Das in Rundfunk und Fernsehen häufiger gebrauchte und irreführend als Hessisch bezeichnete Rhein-Main-Deutsch („Fernsehhessisch“) unterscheidet sich grundsätzlich von den Dialekten des historischen hessischen Kernbereiches, wie sie heute zum Teil noch in Nieder-, Ober- oder Osthessen vorkommen. Auch der südhessische Dialekt weist deutlich Unterschiede von der in Radio und Fernsehen propagierten Mundart auf und ist wie alle (hessischen) Dialekte heute stark bedrängt.
Die hessischen Dialekte, die zu den rheinfränkischen, also mitteldeutschen Dialektgruppen gehören, sind vielfältig. Das Dialektkontinuum unterscheidet hier zwischen Frankfurter und südhessischen Dialekten, zwischen niederhessischen und oberhessischen sowie osthessischen Mundarten, die noch von der einheimischen Bevölkerung gesprochen werden.
Das Hessische schlechthin, das heißt, die nördlichen Dialekte des Rheinfränkischen, gibt es nicht. Die unterschiedlichen in Hessen (noch) gesprochenen Dialekte gehören zu der mitteldeutschen/westmitteldeutschen Dialektgruppe und weisen in den verschiedenen Landesteilen aufgrund des deutschen Dialektkontinuums starke Unterschiede auf.
Die rheinfränkischen Dialekte werden nördlich der Linie Wiesbaden-Aschaffenburg gesprochen und reichen bis einschließlich Siegen und Kassel im Norden. Im Westteil reicht im Limburger Becken und dem Westerwald vor allem in den ehemals Kurtrierischen Orten der moselfränkische Sprachraum nach Hessen hinein. Südlich davon werden die südlichen Dialekte des Rheinfränkischen gesprochen.
In den Ballungsgebieten sind wegen der hohen Zuwanderungsrate allerdings Dialekte nur noch selten zu hören, es herrscht das Hochdeutsche vor oder es bilden sich moderne städtische Ausgleichssprachen heraus, wie etwa das so genannte Neuhessisch im Rhein-Main-Raum. Im Nordwesten Hessens im Gebiet um Waldeck werden zudem niederdeutsche, genauer gesagt: niedersächsische, so genannte plattdeutsche Dialekte, gesprochen. (Siehe auch: Literatur zur Volkskunde in Hessen unten und Deutscher Sprachatlas.)
Hessen ist laut seiner Verfassung Glied der deutschen Republik. Die Staatsform ist eine demokratische und parlamentarische Republik. Außerdem bekennt sich Hessen zu Frieden, Freiheit und Völkerverständigung. Der Krieg ist geächtet. In der hessischen Verfassung ist sowohl ein Widerstandsrecht gegenüber verfassungsfeindlichen Gesetzen und Handlungen, als auch die Todesstrafe verankert[2].
Die Legislative wird vom Landtag ausgeübt, soweit sie nicht dem Volke durch Volksentscheid zugedacht ist. Der Landtag besteht aus den vom Volke gewählten Abgeordneten. Das passive Wahlrecht haben alle Stimmberechtigten, die das einundzwanzigste Lebensjahr vollendet haben. Alle Parteien mit mehr als 5 Prozent der Stimmen sind im Landtag vertreten.
Die Exekutive ist die Hessische Landesregierung und die ihr unterstellte Landesverwaltung. Die Landesregierung setzt sich aus dem Ministerpräsidenten und den Ministern zusammen. Der Ministerpräsident bestimmt die Richtlinien der Regierungspolitik und ist dafür dem Landtag verantwortlich. Innerhalb dieser Richtlinien leitet jeder Minister den ihm anvertrauten Geschäftszweig selbständig und unter eigener Verantwortung gegenüber dem Landtage. Der Ministerpräsident vertritt das Land Hessen nach außen. Der Landtag wählt ohne Aussprache den Ministerpräsidenten mit mehr als der Hälfte der gesetzlichen Zahl seiner Mitglieder. Der Ministerpräsident ernennt daraufhin die Minister. Eine Besonderheit ist, dass Angehörige der Adelshäuser/ Familien, die bis 1918 in Deutschland oder einem anderen Land regiert haben oder in einem anderen Land regieren, nicht Mitglieder der Landesregierung werden können.
Die Jurisdiktion wird vom Hessischen Staatsgerichtshof und den weiteren Gerichten des Landes ausgeübt. Der Staatsgerichtshof besteht aus elf Mitgliedern, und zwar fünf Richtern und sechs vom Landtag nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählten Mitgliedern, die nicht dem Landtag angehören dürfen. Der Staatsgerichtshof entscheidet über die Verfassungsmäßigkeit der Gesetze, die Verletzung der Grundrechte, bei Anfechtung des Ergebnisses einer Volksabstimmung, über Verfassungsstreitigkeiten sowie in den in der Verfassung und den Gesetzen vorgesehenen Fällen.
Bei der Landtagswahl am 2. Februar 2003 erhielt die CDU zum ersten Mal in Hessen die absolute Mehrheit im Parlament (56 Sitze). Die nächste Landtagswahl wird am 27. Januar 2008 stattfinden.
Siehe auch: Ergebnisse der Landtagswahlen in Hessen
Eine Besonderheit der hessischen Verfassung ist die Erwähnung der Todesstrafe (Artikel 21 Absatz 1 Satz 2). Dies ist kein Ausdruck strafrechtlicher Rückständigkeit oder eines besonderen Hanges zu drakonischen Strafen, sondern rührt schlicht aus dem Umstand, dass bei Erlass der hessischen Verfassung im Jahre 1946 das deutsche Strafrecht noch die Todesstrafe kannte, die in Strafverfahren von deutschen Gerichten tatsächlich auch noch regelmäßig verhängt und vollzogen wurde. Entsprechend mussten die Landesverfassungen im Sinne der Exekutivgewalt der Länder darauf Bezug nehmen. Erst das Grundgesetz von 1949 verfügte die Aufhebung der Todesstrafe im (west)-deutschen Strafrecht. Da aber Bundesgesetze (Art. 102 GG[3]) Vorrang vor Landesgesetzen haben, kann die Todesstrafe in Hessen (wie im übrigen Bundesgebiet) nicht mehr verhängt werden. Der entsprechende Verfassungsartikel ist also gegenstandslos und damit als obsoletes Recht anzusehen. In Bayern, dessen Verfassung ebenfalls unter amerikanischer Besatzungsherrschaft entstanden ist, wurde die Todesstrafe gleichfalls (durch Regelung des Begnadigungsrechts in Fällen der Todesstrafe) in der Verfassung verankert. Dort wurde der entsprechende Artikel nachträglich per Verfassungsänderung entfernt.
Der entsprechende Artikel in der hessischen Verfassung soll bei einer zukünftigen Reform der Verfassung wohl geändert werden. Bemerkenswert ist jedoch, dass er trotz mehrerer Änderungen der Verfassung seit Inkrafttreten, die letzte Änderung war 2002, immer noch in dieser Form besteht. Da Verfassungsänderungen in Hessen neben der Zustimmung des Parlaments einer Volksabstimmung bedürfen, wird möglicherweise eine Zustimmung der hessischen Bevölkerung als nicht sicher angesehen. Im Januar 1970 stellte die Fraktion FDP einen Antrag zur Änderung der hessischen Verfassung, der als ersten Punkt die Streichung von Artikel 21 Absatz 1 Satz 2 vorsah - dieser Antrag wurde jedoch nach knapp zwei Monaten zurückgezogen.
Die Hessische Landesregierung hat als Mitglieder:
Das Land Hessen unterhält Partnerschaften zu:
Viele Hessische Kreise und Gemeinden haben in diesen Regionen ebenfalls Partnerregionen.
„Das Landeswappen zeigt im blauen Schilde einen neunmal silbern und rot geteilten steigenden Löwen mit goldenen Krallen. Auf dem Schilde ruht ein Gewinde aus goldenem Laubwerk mit von blauen Perlen gebildeten Früchten.“[4]
Der Löwe wurde ursprünglich von den Ludowingern benutzt, die auch Landgrafen in Thüringen waren. Er wird bis heute in Hessens Wappen verwendet. Die älteste Wappendarstellung ist der Wappenschild Landgraf Konrads von Thüringen (†1240), Regent von Hessen (bis 1234) und Hochmeister des Deutschen Ordens (ab 1239), auf seinem Grabmal im Landgrafenchor der Elisabethkirche in Marburg.
„Die Landesflagge besteht aus einem oberen roten und einem unteren weißen Querstreifen; die Höhe der Flagge verhält sich zu ihrer Länge wie 3 : 5. Die Landesflagge ist zugleich Handelsflagge. Die Landesdienstflagge ist die Landesflagge, die in der Mitte das Landeswappen zeigt.“[5] Die rot-weiße Farbgebung der Landesflagge ist dem Wappentier entnommen; die Landesdienstflagge darf nur von hessischen Dienststellen, wie zum Beispiel den Ministerien, verwendet werden.
Da das Wappen durch seine hoheitliche Funktion nur von den hessischen Behörden geführt werden darf, hat das Land im Jahr 1981 das Hessenzeichen veröffentlicht, welches von jedermann frei verwendet werden darf. Damit kam Hessen dem Wunsch von Privatpersonen, Vereinen und Unternehmen nach, deren Verbundenheit zu "ihrem Land" mit einem Symbol zum Ausdruck zu bringen. Es kann wahlweise in den Landesfarben rot oder weiß verwendet werden.[6]
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| Landeswappen | Landesflagge | Landesdienstflagge | Wappenzeichen (rot) | Wappenzeichen (weiß) |
Hessen ist seit 1981 verwaltungsmäßig unterteilt in die drei Regierungsbezirke Darmstadt, Gießen und Kassel, diese wiederum in 5 kreisfreie Städte und 21 Landkreise mit 426 Gemeinden.
Folgende Landkreise gibt es in Hessen (eingeordnet in die jeweiligen Regierungsbezirke). Die jeweiligen Kreisstädte werden in kleiner Schrift dargestellt.
| Regierungsbezirk |
Regierungsbezirk |
Regierungsbezirk |
|---|---|---|
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Im Land gibt es nachfolgende fünf kreisfreie Städte, von denen die Stadt Kassel im gleichnamigen Regierungsbezirk liegt, alle anderen im Regierungsbezirk Darmstadt.
Mit der Gebietsreform von 1974 verloren vier der größeren Städte ihre Kreisfreiheit. Sie erhielten zusammen mit drei weiteren Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern einen Sonderstatus, der ihnen nach wie vor ermöglichte, einige sonst von den Landkreisen übernommene Aufgaben weiterhin selbstständig zu übernehmen (wie. z.B. die Schulträgerschaft).
Die sieben Sonderstatusstädte sind:
Mit Frankfurt am Main liegt eine der bedeutendsten deutschen Städte in Hessen. Die eigentliche Stadt hat etwa 650.000 Einwohner, mit dem engeren Umland sind es knapp 2 Millionen. Im ganzen Ballungsraum Rhein-Main lebt über die Hälfte der hessischen Bevölkerung, auch die meisten anderen großen Städte befinden sich hier: Wiesbaden (275.000 Einwohner), Darmstadt (140.000), Offenbach am Main (119.000), Hanau (89.000), Rüsselsheim (60.000) und Bad Homburg vor der Höhe (52.000).
Die größte Stadt der übrigen Landesteile ist Kassel, die historische Hauptstadt Nordhessens, mit knapp 200.000 Einwohnern heute die drittgrößte Stadt des Landes. Marburg (79.000 Einwohner), Gießen (73.000) und Wetzlar (53.000) liegen in Mittelhessen, Fulda (63.830) in Osthessen.
Im Frankfurter Umland liegen zehn weitere Städte mit mehr als 30.000 Einwohnern (Rodgau, Oberursel, Dreieich, Maintal, Hofheim am Taunus, Neu-Isenburg, Langen, Dietzenbach, Mörfelden-Walldorf und Bad Vilbel). An der südhessischen Bergstraße liegen drei weitere Städte dieser Größenordnung (Bensheim, Viernheim und Lampertheim). Trotz der geringen Einwohnerzahl von nur 33.000 hat Limburg an der Lahn eine gewisse Zentrumsfunktion für den dünn besiedelten Westen des Landes.
| Stadt | Kreis | Einwohner 31. Dez. 2000 |
Einwohner 30. Juni 2005 |
Einwohner 31. Dez. 2006 |
|---|---|---|---|---|
| Frankfurt am Main | Frankfurt am Main (Stadt) | 646.550 | 648.325 | 652.610 |
| Wiesbaden | Wiesbaden (Stadt) | 270.109 | 274.318 | 275.562 |
| Kassel | Kassel (Stadt) | 194.766 | 194.171 | 193.518 |
| Darmstadt | Darmstadt (Stadt) | 138.242 | 140.129 | 141.257 |
| Offenbach am Main | Offenbach am Main (Stadt) | 117.535 | 119.616 | 117.564 |
| Hanau | Main-Kinzig-Kreis | 88.294 | 88.792 | 88.472 |
| Marburg | Marburg-Biedenkopf | 77.390 | 78.412 | 79.375 |
| Gießen | Gießen | 73.138 | 73.351 | 73.958 |
| Fulda | Fulda | 62.510 | 63.830 | 63.886 |
| Rüsselsheim | Groß-Gerau | 59.357 | 59.457 | 59.203 |
| Wetzlar | Lahn-Dill-Kreis | 52.608 | 52.460 | 52.269 |
| Bad Homburg v.d.Höhe | Hochtaunuskreis | 52.838 | 52.081 | 51.903 |
| Rodgau | Offenbach | 43.123 | 43.443 | 43.325 |
| Oberursel (Taunus) | Hochtaunuskreis | 42.096 | 42.865 | 42.810 |
| Dreieich | Offenbach | 40.114 | 40.558 | 40.674 |
| Bensheim | Bergstraße | 38.557 | 39.642 | 39.521 |
| Hofheim am Taunus | Main-Taunus-Kreis | 37.441 | 37.852 | 38.085 |
| Maintal | Main-Kinzig-Kreis | 38.179 | 38.157 | 37.920 |
| Neu-Isenburg | Offenbach | 35.524 | 35.392 | 35.336 |
| Langen (Hessen) | Offenbach | 35.208 | 35.189 | 35.184 |
| Limburg a.d.Lahn | Limburg-Weilburg | 33.572 | 33.936 | 33.832 |
| Mörfelden-Walldorf | Groß-Gerau | 32.173 | 33.348 | 33.721 |
| Dietzenbach | Offenbach | 32.982 | 33.413 | 33.110 |
| Viernheim | Bergstraße | 32.427 | 32.884 | 32.593 |
| Lampertheim | Bergstraße | 32.231 | 31.779 | 31.529 |
| Bad Vilbel | Wetteraukreis | 29.716 | 30.927 | 31.117 |
| Bad Nauheim | Wetteraukreis | 30.199 | 30.394 | 30.929 |
| Bad Hersfeld | Hersfeld-Rotenburg | 30.778 | 30.475 | 30.415 |
| Kelkheim | Main-Taunus-Kreis | 27.131 | 27.886 | 28.437 |
| Taunusstein | Rheingau-Taunus-Kreis | 29.348 | 29.168 | 28.311 |
| Friedberg | Wetteraukreis | 28.169 | 27.332 | 27.727 |
Eine Auflistung aller Städte und Gemeinden des Landes findet sich in der Liste der Städte und Gemeinden in Hessen.
Das stark durch ein Nord-Süd-Gefälle geprägte Bundesland unterscheidet sich auch in seiner regionalen Verkehrsinfrastruktur. Während im Rhein-Main-Gebiet insbesondere rund um den Flughafen Frankfurt hervorragende Straßen und Schienenverbindungen bestehen, ist der eher ländlich geprägte Norden nicht so gut erschlossen.
siehe auch Liste der Bahnhöfe in Hessen
Ein Verzeichnis der in Hessen ansässigen Hochschulen findet sich unter Hochschulen in Hessen. Nachfolgend eine Auswahl:
Das Rhein-Main-Gebiet in Südhessen besitzt nach dem Ruhrgebiet die größte Industriedichte in Deutschland. Hier sind chemisch-pharmazeutische Industrie, Maschinen- und Fahrzeugbau und, vor allem in Frankfurt am Main und Wiesbaden, Dienstleistungsunternehmen und internationale Banken und Versicherungen als auch die Börse ansässig. Offenbach war bekannt für seine Lederindustrie, Hanau als Standort der Materialforschung und -verarbeitung, Rüsselsheim (Opel) wie Baunatal in Nordhessen (VW) als Standort der Automobilindustrie und Wetzlar mit dem Zentrum der optischen- und feinmechanischen Industrie (Leica) sowie der Schwerindustrie (Buderus). Im Lokomotivbau hat Kassel eine bedeutende Stelle inne (heute Transrapid).
Etwa 1/3 der hessischen Fläche wird landwirtschaftlich genutzt.
Im hessischen Biblis befindet sich eines der deutschen Kernkraftwerke.
Ende November 2006 zählte Hessen 253.379 Erwerbslose, somit beträgt die Arbeitslosenquote 8,2 % (9,3 % im Vorjahresmonat). Mit 5,8 % hat der Arbeitsamtbezirk Fulda die niedrigste Quote, während der Arbeitsamtbezirk Kassel mit 10,0 % die höchste Quote landesweit aufweist.
Hessen ist nach dem BIP das wohlhabendste Flächenland Deutschlands, nach Bundesländern ist es das drittwohlhabendste nach Hamburg und Bremen. Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Hessen einen Index von 130.8 (EU-25:100) (2003).[7]
| Beschäftigte 2003 | |
| 1. Deutsche Lufthansa AG | 34.500 |
| 2. Deutsche Bahn AG | 25.000 |
| 3. Deutsche Post AG | 24.700 |
| 4. Rewe-Zentral-Aktiengesellschaft | 23.500 |
| 5. Adam Opel GmbH | 20.000 |
| 6. Deutsche Telekom AG | 19.000 |
| 7. Allianz Group | 17.400 |
| 8. Siemens AG | 16.300 |
| 9. Fraport AG | 15.900 |
| 10. Volkswagen | 15.300 |
Seit dem 1. Dezember 2006 ist in Hessen das Einkaufen montags bis samstags rund um die Uhr erlaubt. Nur die Sonn- und Feiertage stehen mit vier von den Kommunen festlegbaren Ausnahmen pro Jahr weiterhin unter Schutz. An den Ausnahmetagen, die nur in Verbindung mit einem Markt verkaufsoffen sein können, dürfen die Geschäfte bis zu sechs Stunden öffnen.
Hessen bietet aufgrund seiner zentralen Lage viele Sportmöglichkeiten. In der Rhön, im Taunus und um Willingen herum gibt es zum Beispiel gute Wintersportmöglichkeiten und die Lahn sowie der Edersee sind als Wassersportzentren für Kanuten sehr bekannt. Allerdings kamen nach dem Zweiten Weltkrieg mit der United States Army auch Sportarten wie Basketball ins Land, in denen Hessen deutschlandweit ein Zentrum ist.
In der Deutschen Eishockey Liga spielen die Frankfurt Lions, in der 2. Liga die Kassel Huskies.
Es besteht ein Leistungeszentrum für Kunstturnen (Damen und Herren) in Wetzlar.
Überregionale Bekanntheit erreicht der Fußball-Bundeserstligist Eintracht Frankfurt, welcher gelegentlich auch im UEFA-Pokal vertreten war. Weiterhin bekannt sind auch die anderen beiden Profivereine Kickers Offenbach, der zurzeit in der 2. Fußball-Bundesliga spielt, und der SV Darmstadt 98, der derzeit in der Oberliga Hessen spielt. Unter diesen drei südhessischen Traditionsvereinen besteht eine große Rivalität. Des Weiteren ist hier der SV Wehen aus Taunusstein zu nennen, der 2007 in die 2. Bundesliga aufgestiegen ist. Der SV Wehen hat allerdings bei weitem nicht so viel Fanzuspruch wie die Clubs aus Frankfurt, Offenbach, Kassel oder Darmstadt. Im Norden ist der KSV Hessen Kassel zu Hause. Der Zuschauer Krösus der Regionalliga Süd trägt seine Spiele im Auestadion aus.
Die HSG Wetzlar und MT Melsungen spielen in der 1. Handball-Bundesliga.
Im Rhein-Main-Gebiet ist American Football sehr verbreitet. Dort ist der Verein Frankfurt Galaxy, der in der inzwischen aufgelösten NFL Europe regelmäßig um den Titel mitgespielt hat, beheimatet. In Darmstadt findet man das GFL Team der Darmstadt Diamonds. Das Traditionsteam das durch seine hervorragende Jugendarbeit und den Aufstieg in die höchste Spielklasse, sich immer größerer Beliebtheit erfreut.
Mit den Gießen 46ers, dem letzten Gründungsmitglied der Basketball-Bundesliga und den Frankfurt Skyliners sind zwei Erstligisten in Hessen zuhause. Wetzlar ist eine Hochburg im Rollstuhlbasketball, der dort beheimatete RSV Lahn-Dill ist bereits u.a. jew. fünffacher deutscher Meister und Pokalsieger, außerdem noch Vize Weltcupsieger 2006. Vor allem in Mittel-und Südhessen hat fast jeder Ort eine eigene Basketball-Mannschaft, in Mittelhessen gibt es daneben noch ein Basketball-Leistungszentrum.
Mit dem VfB Friedberg, dem WFF Fulda , Frankfurt und Darmstadt sind gleich 4 Vereine in der 2.höchsten deutschen Liga vertreten.
Für die Zulassung von Radio und Fernsehsendern zuständig ist die LPR Hessen
In Frankfurt erscheinen mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung und der Frankfurter Rundschau zwei der wichtigsten Tageszeitungen Deutschlands. Zusammen mit der Frankfurter Neuen Presse und der Regionalausgabe der BILD dominieren diese auch den regionalen Zeitungsmarkt in der Rhein-Main-Region.
Siehe auch: Kategorie:Zeitung (Hessen)
Aus Hessen kommen auch sehr viele unterschiedliche Musiker wie z.B. Vanessa Jean Dedmon aus Wetzlar (Deutschland sucht den Superstar), Mark Medlock aus Offenbach (Deutschland sucht den Superstar) und die Band Juli aus Gießen. Vor allem aus Frankfurt am Main kommen sehr viele Musiker wie z.B. Böhse Onkelz, Senna, Mitglied der Band Monrose (Popstars), Nadja Benaissa, Mitglied der ersten Popstarband No Angels, die Band Glashaus mit den Mitgliedern Cassandra Steen und Moses Pelham, ebenso viele aus der nationalen Hip Hop-Szene, wie z. B. Moses Pelham, Thomas H., Sabrina Setlur, Illmatic, Chima, Azad, Jeyz, D-Flame, Jonesmann, der Freestylerapper Gregpipe, SheepNot, cookingjustusp, walker the stalker und viele mehr. Außerdem produzierte Frank Farian lange Zeit berühmte Gruppen wie Boney M. in der Nähe von Friedberg.
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