Die Hildesheimer Börde, auch Braunschweig-Hildesheimer Lössbörde genannt, ist ein Landstrich im nördlichen Landkreis Hildesheim, der sich durch seine ausgesprochen guten Schwarzerde-Lössböden kennzeichnet.
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Die Bördelandschaft erstreckt sich im Städtefünfeck von Hannover - Peine - Braunschweig - Salzgitter - Hildesheim. In ihrem Inneren herrscht eine weitläufige Agrarlandschaft ohne größere Städte vor. Die natürlichen Landschaftsgrenzen sind im Westen die Leine, im Norden die Burgdorf-Peiner-Geest, im Süden das Innerstebergland mit dem Hildesheimer Wald. Im Osten ist in Richtung Braunschweig ein allmählicher Übergang in die Magdeburger Börde vorhanden.
Das Gebiet der Hildesheimer Börde wird fast geschlossen von einem Schleier eiszeitlichen Lößes in einer Stärke von bis zu 2 m bedeckt. Die Böden sind die fruchtbarsten in Deutschland. Sie werden schon seit über 4.000 Jahren ackerbaulich genutzt. Heute sichern die Bördeböden der ansässigen Landwirtschaft jährlich Rekordernten. Dadurch können anspruchsvolle Kulturen wie Zuckerrüben und Weizen angebaut werden. Pro Quadratmeter werden durchschnittlich 0,8 kg Weizen und 5,5 kg Zuckerrüben geerntet. Die dunkle Bodenfarbe erhöht die Temperatur des Bodens. Dies verlängert den Zeitraum des Pflanzenwachstums.
Das Gebiet ist eine leicht gewellte Landschaft mit hügeligem Relief. Es wird großflächig als Agrarlandschaft genutzt. Wälder sind wegen der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung im Gebiet der Börde selten. Man kann daher auch von einer Weizen- oder Rübensteppe sprechen. Es gibt meist nur einzel stehende Bäume. Zur Auflockerung des Landschaftsbildes tragen Sträucher und Hecken entlang von Wegen oder Bächen bei. Die Siedlungen sind meist Haufendörfer. Ihre Häuser wurden eng zusammen gebaut um nicht wertvolles Ackerland zu verschwenden.
Als Bundesrichtbetrieb für die Bodengüte wurde ein Betrieb in Harsum Ortsteil Machtsum in der Hildesheimer Börde festgesetzt. Dieser ist mit der Landwirtschaftlichen Vergleichszahl (LVZ) 100 bewertet. Machtsum liegt zehn Kilometer nordöstlich von Hildesheim. Allerdings wurde bei späteren Messungen ein noch höherer Wert mit der LVZ von 102,8 in Mölme (20 Kilometer östlich von Hildesheim) gefunden. Er ist der höchste je gemessene in Deutschland.
Die BAB 7 durchquert die Hildesheimer Börde in ihrem westlichen Bereich. Von der auf einer Erhebung liegenden Autobahnraststätte Hildesheimer Börde wenige Kilometer südöstlich von Hildesheim hat man einen kilometerweiten Ausblick in Richtung Osten auf die Landschaft. Im Norden der Börde verläuft der Mittellandkanal in West-Ost-Richtung. Die Fuhse durchquert das Gebiet von Südosten nach Norden.
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