Hillbilly-Musik

Die Country-Musik hatte Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts noch keinen einheitlichen Namen. Sie wurde häufig als Mountain Music oder Old-Time bezeichnet. 1925 griff der Produzent Ralph Peer eine Bemerkung eines Musikers auf, der sich und seine Band als "eine Gruppe von Hillbillies" bezeichnete. Hillbilly kann etwa mit Hinterwäldler oder Landei übersetzt werden.

Als erste öffentliche Erwähnung des Begriffs gilt ein Artikel im New York Journal vom 23. April 1900, der sich mit dem ausgelassenen Treiben der Landbevölkerung beschäftigte: "A Hill-Billie (sic!) is a free and untrammeled white citizen of Alabama, who lives in the hills, has no means to speak of, dresses as he can, talks as he pleases, drinks whiskey when he gets it, and fires off his revolver as the fancy takes him."[1] Daraus hat sich wohl auch die landläufige Definition entwickelt, die in etwa lautet: "Ein Hillbilly ist jemand, der nichts besitzt, redet wie er will, trinkt wann er will und schießt, wenn er dazu Lust hat".

Die griffige Bezeichnung setzte sich schnell durch und blieb mehrere Jahrzehnte lang gültig. In den dreißiger Jahren begann die Country-Musik ihren ehemals ländlichen Charakter zu verlieren. Ab Mitte der vierziger Jahre setzte sich dann zunehmend der Begriff Country-Musik durch. Noch heute taucht Hillbilly hin und wieder in Liedtexten (z. B. Hillbilly Heaven) oder Band-Namen (z. B. Notting Hillbillies) auf.

Bekannte Hillbilly-Musiker

Einzelnachweise

  1. zitiert nach Oermann, Robert K.: A Century of Country, S.11.
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