Hirsutismus ist der übermäßige Haarwuchs mit männlichem Verteilungsmuster bei Frauen, der entweder durch die vermehrte Bildung männlicher Sexualhormone (Testosteron) oder aber durch psychogene Faktoren wie sozialer Stress oder ein Angstsyndrom ausgelöst werden kann. Nicht mit dem Hirsutismus zu verwechseln ist die Hypertrichose.
Ein typisches Kennzeichen des Hirsutismus ist der Damenbart.
Hirsutismus kann verschiedene Ursachen haben:
Hirsutismus ist häufig mit Übergewicht und Insulinresistenz vergesellschaftet.
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Aufgrund gesellschaftlicher Normen wird ein Damenbart häufig als unschicklich betrachtet. Daher wird versucht, ihn mit den verschiedensten Mitteln „unsichtbar“ zu machen (Blondieren) oder zu entfernen (Epilation).
Die mexikanische Malerin Frida Kahlo hat ihren "kleinen Bart" bei Selbstporträts stets mitgezeichnet, was als Zeichen verstanden werden kann, dass ein Oberlippenflaum gerade bei dunkelhaarigen Frauen alles andere als ein Makel ist, sondern im Gegenteil sogar zur Schönheit der Person beitragen kann. Fläumige Frauen werden von vielen Männern als besonders "rassig" geschätzt.
Bärtige Frauen waren ein wichtiger Bestandteil der sogenannten Freak-Shows, die im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch die Lande zogen.
Die betroffenen Frauen können unter ihrem Bartwuchs stark leiden. Der psychosoziale Druck kann sehr groß werden, dass so manche sich sozial isolieren. Eingesetzt werden medikamentöse und mechanische Haarentfernung.
Alle Antiandrogene wirken teratogen (fruchtschädigend) und dürfen nur eingenommen werden, wenn eine Schwangerschaft sicher auszuschließen ist. Ein Effekt auf den Haarwuchs ist meist erst nach 4-6 Monaten zu erwarten und verhindert meist nur eine weitere Verschlimmerung. Einmal voll ausgebildete Barthaarfollikel bilden sich nicht wieder zurück.
siehe hierzu auch Depilation und Epilation.
| Wiktionary: Hirsutismus – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
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