Die hochdeutschen Sprachen sind ein Teil des deutschen Dialektkontinuums der kontinentalen westgermanischen Sprachen, zusammen mit den niederdeutschen Sprachen (nördlich der Benrather bzw. Uerdinger Linie). Letztere sind im Gegensatz zu den Hochdeutschen nicht von der hochdeutschen Lautverschiebung betroffen.
Oft wird Hochdeutsch als Bezeichnung für die deutsche Standardsprache verwendet im Gegensatz zu den deutschen Dialekten. Für diese Bedeutung siehe deutsche Sprache.
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Zu den hochdeutschen Sprachen gehören das Standarddeutsche, das Jiddische und das Luxemburgische, sowie die deutschen Dialekte im mittleren und südlichen Deutschland, in Österreich, Liechtenstein, der Schweiz und Luxemburg nebst angrenzenden Gebieten in Italien (Südtirol), Frankreich (Elsass, Lothringen), Belgien und Polen. Darüber hinaus gibt es verschiedene hochdeutsche Sprachinseln infolge deutscher Ansiedlung, beispielsweise in den USA, in Russland oder in Rumänien.
Das hoch in der Bezeichnung hochdeutsche Sprachen bezieht sich darauf, dass die hochdeutschen Sprachen in den bergigen Regionen des mittleren und südlichen deutschen Sprachraums gesprochen werden, im Gegensatz zu den niederdeutschen Sprachen, die in den Ebenen Norddeutschlands, der Niederlande und Belgiens (Flandern) gesprochen werden.
Althochdeutsche Glossen aus dem 8. Jahrhundert gehören zu den frühesten Belegen deutscher Sprache.
Um das Jahr 1200 gewann das auf schwäbischen Varietäten beruhende Mittelhochdeutsch als Dichtersprache überregionale Überdeutung bis in den norddeutschen Raum.
In der frühen Neuzeit entwickelte sich die moderne deutsche Sprache auf Grundlage ostmitteldeutscher, oberfränkischer und österreichischer Kanzleisprachen als überregionale Schriftsprache, die sich bis ins 17. Jahrhundert in Norddeutschland, bis ins 18. Jahrhundert im gesamten heutigen Sprachraum durchsetzte.
Die hochdeutschen Sprachepochen werden wie folgt unterteilt:
Es ergeben sich einige Probleme bei der genaueren Datierung. Zum einen ist mit dem Jahr 800 nur der vermutete Beginn althochdeutscher Sprache bezeichnet, da der bisherige Forschungsstand die ältesten bekannten schriftlichen Sprachquellen in dieser Zeit lokalisiert. Weiterhin sind die Übergänge zwischen den einzelnen Epochen sehr fließend (über einen Zeitraum von ca. 50 Jahren). Der Sprachwandel vollzieht sich auf vielen Ebenen und beileibe nicht gleichzeitig.
Die verschiedenen Varietäten der hochdeutschen Sprachen sind stark gegliedert. Oft sind nur benachbarte Varietäten gegenseitig verständlich, während sich Sprecher entfernterer Varietäten nicht in ihren eigenen Dialekten miteinander unterhalten können.
Alle hochdeutschen Varietäten sind von der hochdeutschen Lautverschiebung betroffen, allerdings in sehr verschiedenem Maß: Nur Tirolerisch, Höchst- und Hochalemannisch haben die Lautverschiebung vollständig durchgeführt, die meisten hochdeutschen Varietäten jedoch nur teilweise, bis zum Extrem von Ostbergisch und Mölmsch, die nur die Verschiebung von ik zu ich mitgemacht haben, aber sogar noch nördlich der maken–machen Isoglosse (Benrather Linie) liegen, weshalb sie oft nicht den hochdeutschen, sondern den niederdeutschen Sprachen zugeordnet werden. Insbesondere in Westmitteldeutschland ist die Auswirkung der hochdeutschen Lautverschiebung vielfach abgestuft, mit zunehmend größerem Einfluss gegen Süden (Rheinischer Fächer).
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Brockhaus-1837: Romanische Sprachen
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