Hochschule für Bildende Künste Dresden

Dieser Artikel geht auf die Hochschule für Bildende Künste Dresden ein. Nicht zu verwechseln mit der Sächsischen Akademie der Künste.
Die Hochschule für Bildende Künste an der Brühlschen Terrasse
Die Hochschule für Bildende Künste an der Brühlschen Terrasse

Die Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK Dresden, auch genannt Kunsthochschule Dresden oder Kunstakademie Dresden) wurde 1764 gegründet und ist damit eine der ältesten Hochschulen Dresdens.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gebäude

Pheme bzw. Fama auf der Spitze der Zitronenpresse der Dresdner Kunstakademie
Pheme bzw. Fama auf der Spitze der Zitronenpresse der Dresdner Kunstakademie

An exponierter Stelle der Stadt, an der Brühlschen Terrasse und gleich neben der Frauenkirche, steht die 1894 erbaute ehemalige Königliche Kunstakademie, eines der drei Gebäude der heutigen Hochschule für Bildende Künste Dresden. Das von Constantin Lipsius zwischen 1887-1894 erbaute und auch als Zitronenpresse bekannte Gebäude auf der Brühlschen Terrasse wurde seit 1991 umfangreich saniert und im zweiten Weltkrieg zerstörte Teile wurden rekonstruiert. An der Brühlschen Terrasse befinden sich die Ateliers der Malerei/Grafik/Bildhauerei/andere bildnerische Medien, die Grafischen Werkstätten, das Rektorat und die Ausstellungsräume der Hochschule, in denen unter anderem die jährliche Diplomausstellung der Absolventen stattfindet. Die Hochschule verfügt neben diesem prachtvollen Bau über den Standort für Bildhauerei in der Pfotenhauerstraße, dessen Ateliers und Werkstätten 1910 in einem großen Freigelände entstanden sind. Die Werkstätten und Ateliers der Studiengänge Restaurierung, Bühnen- und Kostümbild und der Fachhochschulstudiengang für Theaterausstattung sind an der Güntzstraße in den Gebäuden der ehemaligen Akademie für Kunstgewerbe angesiedelt.

Die Glaskuppel der Hochschule - Zitronenpresse genannt
Die Glaskuppel der Hochschule - Zitronenpresse genannt

Institution

1764 wurde die "Allgemeine Kunst-Academie der Malerey, Bildhauer-Kunst, Kupferstecher- und Baukunst" im Auftrag von Kurfürst Friedrich Christian gegründet. Sie war die Nachfolgeeinrichtung der 1680 gestifteten ersten "Zeichen- und Malerschule". Sie gehörte zu den ältesten Kunstakademien im deutschsprachigen Raum. 1950 wurde die Akademie der Bildenden Künste Dresden mit der Staatlichen Hochschule für Werkkunst, der Nachfolgerin der 1875/76 gegründeten Königlich Sächsischen Kunstgewerbeschule, zur Hochschule für Bildende Künste Dresden vereint. Heute gehört sie zu den Kunsthochschulen in Deutschland, die durch ein unverwechselbares Profil und mit besten Rahmenbedingungen für ein Kunststudium besonders attraktiv sind. Den Studierenden stehen großzügige Ateliers und sehr gut ausgestattete Werkstätten zur Verfügung. Die Ausstellungsmöglichkeiten der Hochschule sind hervorragend: Das Oktogon unter der das Stadtbild prägenden Glaskuppel -"Zitronenpresse" genannt, den beiden angrenzenden großen Ausstellungsräumen und der ehemaligen Bibliothek sowie der "Galerie Brühlsche Terrasse" verfügt die Hochschule über großzügige Präsentationsflächen, die von allen Studiengängen und den Kooperationspartnern der Hochschule genutzt werden können. Die 1990 einsetzende Neuausrichtung der Hochschule bot die Chance, eine Akademie mit langer, erfolgreicher Geschichte und ausgeprägten Traditionen innovativ und organisch weiter zu entwickeln. Namhafte Künstlerinnen und Künstler des internationalen Kunstgeschehens lehren an der Hochschule. Die Angebote und unterschiedlichen künstlerischen Positionen für das Studium der Malerei und Grafik wie der Bildhauerei sind breit gefächert. Diese klassischen Eckpfeiler der künstlerischen Lehre an der Dresdner Hochschule finden Ergänzung, Diskurs und künstlerischen Austausch mit der Projektklasse Neue Medien und einer Fachklasse für übergreifendes künstlerisches Arbeiten. Die Studienmöglichkeiten erlauben es, sich innerhalb und zwischen den einzelnen Fachklassen zu bewegen und die Studienangebote optimal für die eigenen künstlerischen Anliegen und Projekte zu nutzen. Der Studiengang Kunsttechnologie, Konservierung und Restaurierung von Kunst- und Kulturgut zählt zu den ältesten und renommierten Ausbildungseinrichtungen auf universitärem Niveau in Deutschland. Der Studiengang Bühnen- und Kostümbild und der Fachhochschulstudiengang Theaterausstattung stellen mit ihrer praxisnahen Verflechtung von entwerfenden und umsetzenden Disziplinen Arbeits- und Studienmöglichkeiten, wie sie andernorts kaum zu finden sind. Mit dem im April 2000 fertiggestellten Labortheater in der Güntzstraße, einem gut ausgestatteten Probe- und Experimentierbühnenraum, kann die Hochschule auch für die Theaterstudiengänge zusätzlich zu den Ateliers optimale Arbeitsmöglichkeiten in der Lehre anbieten. Der an der Hochschule für Bildende Künste Dresden vor wenigen Jahren frisch etablierte postgraduale Studiengang Kunst-Therapie, wird bundesweit nur noch ein zweites Mal an einer Kunsthochschule angeboten. Künstlern und Kunstpädagogen werden nach ihrem Hochschulstudium interessante neue Qualifikationsperspektiven im künstlerisch-sozialen Bereich eröffnet.


Aktuelle Künstlerprofessoren

Zahlreiche bekannte Künstlerprofessoren wie Canaletto, Giovanni Casanova, Caspar David Friedrich und Gottfried Semper, bescherten der Akademie ein internationales Ansehen. Die Lehrtätigkeit von Oskar Kokoschka und Otto Dix haben in Dresden eine lang anhaltende Malertradition begründet.

Innenansicht unter der Glaskuppel
Innenansicht unter der Glaskuppel

Folgende Künstler lehren zur Zeit an dieser Hochschule:

Ehemalige Künstlerprofessoren

Bekannte ehemalige Studenten

Blick zur Kunstakademie
Blick zur Kunstakademie

Studiengänge

Es können folgende Studiengänge absolviert werden:

Standorte

Die Hochschule für Bildende Künste Dresden ist auf drei Standorte entlang der Elbe aufgeteilt:

In jedem Jahr findet Anfang Juli die Diplom- und Jahresausstellung in den Standorten Brühlsche Terrasse und Pfotenhauerstrasse statt.

Weblinks

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