| Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen finden sich unter Hoffnung (Begriffsklärung). |
Hoffnung (verwandt mit engl.: hope, vgl. mittelniederdt.: hopen = hüpfen, (vor Erwartung unruhig) springen, zappeln) zu haben bedeutet, eine zuversichtliche innerliche Ausrichtung gepaart mit einer positiven Erwartungshaltung dahingehend zu haben, dass etwas, das dem Hoffenden wünschenswert erscheint, in der Zukunft eintritt, ohne dass wirkliche Gewissheit darüber besteht. Das kann ein bestimmtes Ereignis sein, aber auch ein grundlegender Zustand; viele Menschen hoffen auf lange Gesundheit oder finanzielle Absicherung. Hoffnung ist die umfassende emotionale und unter Umständen handlungsleitende Ausrichtung des Menschen auf Zukunft. Hoffend verhält sich der Mensch positiv zur Zeitlichkeit seiner Existenz.
Hoffnung kann begleitet sein von der Angst und der Sorge, dass das Erwünschte nicht eintritt. Ihr Gegenteil ist die Verzweiflung, die Hoffnungslosigkeit, die Resignation oder die Depression.
Hoffnung ist auch eine der drei christlichen Tugenden Glaube, Liebe und Hoffnung.
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Der Begriff der Hoffnung ist im Sprachgebrauch nicht neutral, d. h. wenn von Hoffnung die Rede ist, wird dadurch in der Regel auch zum Ausdruck gebracht, dass diese berechtigt ist. Beispiel: Es besteht noch Hoffnung. Soll ausgedrückt werden, dass die Hoffnung nicht berechtigt ist, spricht man von einer Illusion.
Steht das Wort dagegen im Plural, hat es im Sprachgebrauch meist eine negative Wertung: Du solltest dir besser keine Hoffnungen machen.
In der Hoffnung sein oder auch guter Hoffnung sein sind außerdem veraltete Wendungen für Schwangerschaft.
Immanuel Kants Begriff der Würde des Menschen ist mit dem der Hoffnung eng verbunden. In seinem Werk "Kritik der praktischen Vernunft" argumentierte er, dass dem einzelnen Menschen die Würde dann genommen werde, wenn seine Hoffnung auf Glück schwinde. Der stimmungsaufhellende Charakter der Hoffnung und deren Verbindung mit der individuellen Sehnsucht nach Glück sind demzufolge notwendig für die Prinzipien der Achtung und Würde.
Vor allem in der Theorie Ernst Blochs ist Hoffnung auch ein philosophisches Prinzip. Bloch bezieht sich auf gesellschaftliche Kämpfe, die immer wieder durch Hoffnungen vorangetragen werden. Diese Hoffnungen durchflössen - in seiner eigenen Begrifflichkeit - gesellschaftliche Entwicklungen wie ein "Wärmestrom".
Als historisches Beispiel führt er die in den Bauernkriegen 1525 in Deutschland unterlegenen Bauern an, die dennoch auf die Verwirklichung ihrer Forderungen durch die nachfolgenden Generationen hofften:
| Wiktionary: Hoffnung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
Brockhaus-1809: Das Vorgebirge der guten Hoffnung
DamenConvLex-1834: Vorgebirge der guten Hoffnung · Hoffnung
Kirchner-Michaelis-1907: Hoffnung
Meyers-1905: Hoffnung, mathematische · Mathematische Hoffnung · Moralische Hoffnung · Bretonische Hoffnung · Guten Hoffnung, Vorgebirge der · Hoffnung
Pierer-1857: Vorgebirge der Guten Hoffnung · Hoffnung · Guten Hoffnung