Holzwirtschaft

Holzwirtschaft beinhaltet den Holzhandel und die Industrien des sekundären Sektors wie Zellstoffndustrie und Papierherstellung einerseits, die Holzverarbeitung von den Sägewerken über die Spanplatten- und Furnierholzherstellung bis zur Möbelindustrie andererseits. Die Industrien des primären Sektors wie die Anzucht und Ernte von Holz im Wald werden hingegen unter Forstwirtschaft gefasst.

Die Holzindustrie ist dabei entscheidend von der Primärproduktion abhängig. Aufgrund der Globalisierung der Handelsbeziehungen hat die Holzwirtschaft im Rahmen des allgemeinen wirtschaftlichen Strukturwandels in Europa und anderen Industrieländern an Bedeutung verloren. Davon wurden in der Vergangenheit vor allem Länder wie Finnland getroffen. Derzeit ist unklar, ob in Mitteleuropa mit einem Wegbrechen der Sägewirtschaft, wie es derzeit in Ansätzen festzustellen ist, die in der Wertschöpfungskette folgenden Industrien (z.B. Möbelproduktion) entscheidend geschwächt werden könnten.

Durch die steigenden Energiepreise und der Notwendigkeit, den CO2-Haushalt der Erde zu „sanieren“, entstehen aber auch neue Entwicklungschancen für den Holzhandel. Die Nachfrage nach Brennholz - als Abfallprodukt der Holzwirtschaft oder auch als Endprodukt eigens angelegter Energiewälder - steigt, sowohl in der Form des Stückgutes als auch in der neuen Form der Pellets.

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