| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Bild:Emblem Horb.svg |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | |
| Landkreis: | Freudenstadt | |
| Koordinaten: | 48° 27′ N, 8° 41′ O | |
| Höhe: | 437 m ü. NN | |
| Fläche: | 119,84 km² | |
| Einwohner: | 26.136 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 218 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 72160 (alt: 7240) | |
| Vorwahlen: | 07451, 07482, 07483, 07486 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FDS | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 37 040 | |
| Stadtgliederung: | Kernstadt und 17 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 8 72160 Horb am Neckar |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Michael Theurer (FDP) | |
Horb am Neckar ist eine Stadt im Südwesten des Bundeslandes Baden-Württemberg zwischen Stuttgart im Norden (ca. 40 km entfernt) und Rottweil im Süden (ca. 45 km entfernt). Sie ist die größte Stadt des Landkreises Freudenstadt und bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Nordschwarzwald. Die Stadt ist 8 km vom Landkreis Böblingen entfernt
Seit 1. Januar 1981 ist Horb am Neckar Große Kreisstadt. Mit den Gemeinden Empfingen und Eutingen im Gäu hat die Stadt Horb am Neckar eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.
Inhaltsverzeichnis |
Horb liegt am östlichen Rande des Nord-Schwarzwalds im oberen Gäu in der Einmündung des Grabenbachs in den Neckar. Die gut erhaltene Altstadt mit einer alten Burg inklusive Burggarten und altem Marktplatz, wo sich noch heute das Rathaus befindet, liegt auf einem Hochflächensporn oberhalb des Neckars. Die Vorstädte erstrecken sich in die Täler der beiden Flüsse.
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Horb am Neckar. Sie werden im Uhrzeigersinn – beginnend im Osten – genannt: Starzach (Landkreis Tübingen), Haigerloch (Zollernalbkreis), Empfingen (Landkreis Freudenstadt), Sulz am Neckar (Landkreis Rottweil), Glatten, Schopfloch und Waldachtal (alle Landkreis Freudenstadt) sowie Haiterbach und Nagold (beide Landkreis Calw).
Das Stadtgebiet gliedert sich in die Kernstadt Horb und die im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingemeindeten Stadtteile Ahldorf, Altheim, Betra, Bildechingen, Bittelbronn, Dettensee, Dettingen, Dettlingen, Dießen, Grünmettstetten, Ihlingen, Isenburg, Mühlen, Mühringen, Nordstetten, Rexingen und Talheim, die heute zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung sind, das heißt, sie haben jeweils einen von der wahlberechtigten Bevölkerung gewählten Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher. Die Ortschaft Talheim besteht aus den ehemals selbständigen Gemeinden Obertalheim und Untertalheim.
Neben den genannten Stadtteilen gibt es darüber hinaus noch weitere Wohngebiete mit eigenem Namen (etwa Hohenberg oder Haugenstein), deren Grenzen jedoch meist nicht genau festgelegt sind. Ferner gibt es noch Wohnplätze mit eigenem Namen, die meist nur sehr wenige Einwohner haben. Hierzu gehören die zahlreichen verstreut gelegenen Einzelhöfe, unter anderem Fronholzhof, Frundeckhof, Heidgrundhof, Hohenfichtehof, Markstallhof, Auchtert-Höfe, Breitenbaum-Höfe, Josefshof, Käppleshof, Kegelhof, Isenburger Höfe, Kreuzhöfe, Plattenhöfe, Ziegelhof, Kapellenhöfe, Röteberg oder auch kleinere Weiler, wie zum Beispiel der Buchhof,die Heidenhöfe, Neckarhausen oder dem Priorberg.
Die Einwohnerzahl Horbs gliedert sich wie folgt auf:
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Horb am Neckar bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Nordschwarzwald, in der die Stadt Pforzheim als Oberzentrum ausgewiesen ist. Zum Mittelbereich Horb gehören neben der Stadt Horb am Neckar noch die Gemeinden Empfingen und Eutingen im Gäu.
Die erste urkundliche Erwähnung Horbs war um 1090 unter dem Namen horv oder horva, was in der althochdeutschen Sprache Sumpf bedeutet. Da die althochdeutsche Sprache zu dieser Zeit allerdings schon wieder am Verschwinden war, wird angenommen, dass Horb älter ist. Dieser Sumpf entlang des Neckars zwang die Stadtbauer dazu, die Stadt an den Ausläufern des sogenannten Schüttebergs zu bauen, was das Stadtbild heute noch prägt, da sich die gesamte Altstadt auf einem Hügel befindet und daher von überall einsehbar ist.
Wann die Siedlung die Stadtrechte erhielt ist nicht genau feststellbar, jedoch wurde 1244 bereits ein Schultheiß und 1277 erstmals ein Markt genannt. Bis 1305 gehörte der Ort den Pfalzgrafen von Tübingen, dann den Grafen von Hohenberg und 1381 kam Horb an Österreich (Vorderösterreich) und wurde Sitz des hohenbergischen Obervogteiamtes Horb. Im Jahre 1806 kam Horb an das Königreich Württemberg und wurde ein Jahr später Sitz eines Oberamtes, das in den folgenden Jahren mehrmals in seinen Grenzen verändert wurde. Im Jahr 1938 wurde das Oberamt in den Landkreis Horb überführt.
Die heutigen Horber Stadtteile Betra, Dettensee, Dettingen, Dettlingen und Dießen gehörten zur Grafschaft Hohenzollern-Sigmaringen und waren dem Oberamt Hechingen, ab 1838 dem Oberamt Haigerloch und 1854 wieder dem Oberamt Hechingen zugeordnet. Hieraus entstand 1925 der Landkreis Hechingen.
Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurden die Landkreise Horb und Hechingen aufgelöst. Der überwiegende Teil des Landkreises Horb, darunter die Stadt Horb, wurde dem Landkreis Freudenstadt eingegliedert, welcher gleichzeitig Teil der neu gegründeten Region Nordschwarzwald wurde, die damals dem neu umschriebenen Regierungsbezirk Karlsruhe zugeordnet wurde. Damit wurde die ehemals württembergische Stadt Horb nunmehr von der ehemals badischen Hauptstadt Karlsruhe aus verwaltet.
Zwischen 1971 und 1975 wurden insgesamt 18 umliegende Gemeinden nach Horb eingegliedert. Dabei wurden die ehemals zum Landkreis Hechingen gehörigen Orte Betra, Dettensee, Dettingen, Dettlingen und Dießen dem Landkreis Horb bzw. dessen Rechtsnachfolger, dem Landkreis Freudenstadt, zugeordnet.
Im Jahr 1979 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Horb am Neckar die 20.000-Grenze. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 1981 beschloss.
Horb am Neckar gehörte zunächst zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat Vor dem Walde, Landkapitel Dornstetten, zugeordnet. Aufgrund der Zugehörigkeit zu Vorderösterreich blieb die Stadt überwiegend katholisch. Es wurden nach der Reformation nur wenige Protestanten geduldet. Nach dem Übergang an das Königreich Württemberg wurde Horb dem 1821/27 gegründeten Bistum Rottenburg (heute Rottenburg-Stuttgart) zugeordnet und Sitz eines Dekanats, das 1976 mit dem Dekanat Freudenstadt zum neuen Dekanat Freudenstadt vereinigt wurde. Der Sitz des neuen Dekanats blieb in Horb. Zu ihm gehören nahezu alle Pfarrgemeinden des Landkreises Freudenstadt. Auf dem Gebiet der Stadt Horb am Neckar gibt es heute zwei Seelsorgeeinheiten: Die Seelsorgeeinheit Steinachtal umfasst die Pfarrgemeinden Altheim, Grünmettstetten, Bittelbronn und Untertalheim sowie Obertalheim, die Seelsorgeeinheit Horb umfasst die Pfarrgemeinden Horb mit Ihlingen und Isenburg, Bildechingen, Mühlen, Rexingen und Nordstetten, Ahldorf, Mühringen sowie das zur politischen Gemeinde Empfingen gehörige Wiesenstetten. Die Pfarrgemeinden der Horber Stadtteile Betra, Dettensee, Dettingen, Dettlingen und Dießen gehören infolge der früheren Zugehörigkeit zur Grafschaft Hohenzollern-Sigmaringen seit 1827 zum Erzbistum Freiburg, Dekanat Zollern.
Im 19. Jahrhundert zogen auch Protestanten nach Horb. Im Jahr 1866 konnten sie ihre erste Gemeinde gründen und später auch eine eigene Kirche, die Johanneskirche, bauen. Die Kirchengemeinde Horb, die zum Kirchenbezirk Sulz am Neckar innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg gehört, umfasst alle Gemeindeglieder der Kernstadt Horb und der Stadtteile Altheim, Isenburg, Grünmettstetten, Nordstetten und Bildechingen sowie die Nachbargemeinde Eutingen im Gäu. Im Horber Stadtgebiet gibt es ferner noch die Kirchengemeinde Dettingen, welche zusätzlich die Gemeindeglieder aus Betra, Diessen, Ihlingen und Rexingen sowie der Nachbarorte Fischingen und Glatt umfasst und die Kirchengemeinde Mühlen, zu der auch die Protestanten aus Ahldorf, Dettensee und Mühringen zählen. Die Protestanten von Talheim (früher Ober- und Untertalheim) gehören als Teilkirchengemeinde zur Gesamtkirchengemeinde Haiterbach-Talheim im Kirchenbezirk Nagold und die Gemeindeglieder aus Bittelbronn und Dettlingen zur Kirchengemeinde Schopfloch im Kirchenbezirk Freudenstadt.
Neben den beiden großen christlichen Kirchen gibt es in Horb am Neckar auch Gemeinden, die zu Freikirchen gehören, darunter eine Gemeinde der Volksmission entschiedener Christen.
Auch die Neuapostolische Kirche ist in Horb vertreten. Ihre Gemeinde gehört zum Apostelbereich Tübingen.
Folgende Gemeinden wurden in die Stadt Horb am Neckar eingegliedert. Einige davon, nämlich Betra, Dettensee, Dettingen, Dettlingen und Dießen, waren Teil des ehemaligen Landkreises Hechingen. Mit der Eingliederung kamen alle zum Landkreis Horb bzw. ab 1973 zu dessen Rechtsnachfolger, dem Landkreis Freudenstadt:
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Die Zahlen sind Schätzung oder Volkszählungsergebnisse (¹) sowie amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).
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¹ Volkszählungsergebnis
Der Gemeinderat der Stadt Horb am Neckar hat seit der letzten Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 insgesamt 44 Mitglieder, die den Titel „Stadträtin/Stadtrat“ führen. Sie gehören folgenden Parteien an:
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Das Wappen der Stadt Horb am Neckar zeigt einen von Silber und Rot geteilten Schild.
Die Stadt Horb wurde um die Mitte des 13. Jahrhunderts von den Pfalzgrafen von Tübingen gegründet; der schon bestehende Ort Horb wurde in die Stadt einbezogen. Das älteste erhaltene Siegel der Stadt aus dem Jahre 1261 zeigt das Wappen der Pfalzgrafen mit der Fahne; auch ein Stadtsiegel aus dem Jahr 1301 zeigt noch das Wappen der Tübinger.
Im Jahr 1305 kam Horb durch Heirat von den Pfalzgrafen von Tübingen an die Grafen von Hohenberg. Seit dieser Zeit führt die Stadt das Wappen der Hohenberger; das älteste Siegel der Stadt mit diesem Wappen stammt aus dem Jahr 1308.
Die Stadt Horb am Neckar unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:
| Salins-les-Bains (Frankreich) seit 1991 |
| Haslemere/Surrey (England) seit 1991 |
| Sant Just Desvern (Spanien), seit 1999 |
Der Tourismus zählt zu den wirtschaftlichen Hauptfaktoren Horbs und wird dementsprechend durch diverse Projekte stark unterstützt.
Das Projekt Zukunft Kulturzentrum Kloster beschreibt sich selber als soziokultureller Provinzverein und hat sich als Ziel gesetzt, die kulturelle Vielfalt der Region Horb aufrechtzuerhalten und zu stärken. Dies geschieht durch eine Vielzahl von kulturellen Aktivitäten wie Konzerte, Kabarett oder Theater.
Horb ist ein regional bedeutsamer Eisenbahnknoten an der ICE-Verbindung von Stuttgart nach Zürich. Neben den im Zweistundentakt verkehrenden Fernzügen sind über die Gäubahn Stuttgart–Singen Stuttgart, Rottweil und Singen (Hohentwiel) mit Regionalexpresszügen erreichbar. Über den benachbarten Bahnhof Hochdorf an der Gäubahn Eutingen–Freudenstadt besteht eine stündliche Anschlussverbindung nach Freudenstadt. Der Horber Stadtteil Bittelbronn liegt ebenfalls an dieser Bahnstrecke. In Freudenstadt führen die Murgtalbahn sowie die Kinzigtalbahn zu Zielen im nördlichen und südlichen Schwarzwald.
Darüber hinaus ist Horb Anschlussbahnhof für die in Richtung Tübingen (Obere Neckarbahn) sowie in Richtung Pforzheim (Nagoldtalbahn) verkehrenden Regionalbahnen, die teilweise umsteigefrei zwischen diesen beiden Städten verkehren.
Horb hat einen direkten Autobahnanschluss an der Bundesautobahn A 81 Stuttgart–Singen. Ferner führen die Bundesstraßen B 14, B 32 und B 463 durch das Stadtgebiet.
Über das lokale Geschehen Horbs berichten als Tageszeitung die Südwest-Presse aus Ulm und der Schwarzwälder Bote aus Oberndorf.
Horb am Neckar hat ein Amtsgericht, das zum Landgerichtsbezirk Rottweil und zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart gehört sowie ein Notariat. Ferner befindet sich hier eine Außenstelle des Landratsamts Freudenstadt.
Die Stadt ist auch Sitz des Dekanats Freudenstadt des Bistums Rottenburg-Stuttgart.
Horb am Neckar ist Sitz einer Außenstelle der Berufsakademie Stuttgart. Im Studienangebot sind die Studiengänge Informationstechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen.
An allgemein bildenden Schulen hat Horb ein Gymnasium (Martin-Gerbert-Gymnasium) und eine Realschule; der Vorläufer des Gymnasiums, die Lateinschule bestand bereits vor 1282. Ferner gibt es die Hauptschule mit Werkrealschule Horb, drei Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule in Altheim, Dettingen und Talheim, die Gutermann-Grundschule Horb, die Berthold-Auerbach Grundschule Nordstetten und je eine eigene Grundschule in den Stadtteilen Bildechingen, Bittelbronn, Mühlen, Rexingen und (bedingt) Grünmettstetten.
Der Landkreis Freudenstadt ist Träger der Gewerblichen und Hauswirtschaftlichen Schule Horb, der Förderschule (Roßbergschule) und der Pestalozzischule für Geistigbehinderte. Die Private Abendrealschule Horb rundet das schulische Angebot der Stadt ab.
Seit geraumer Zeit hat sich der Kunstverein Oberer Neckar e. V. in Horb etabliert. Es finden regelmäßig Ausstellungen hochkarätiger Künstler statt.
Theaterdarstellung gibt es unter anderem innerhalb des Projekts Kultur im Kloster.
Horb hat mehrere Museen, darunter ein Heimatmuseum, ein wehrgeschichtliches Museum im Ringmauerturm, das Freilichtmuseum Steinerner Geschichtsgarten in Horb-Hohenberg, das Wassermuseum in Ihlingen, das Dorfmuseum in Altheim und das Berthold-Auerbach-Museum in Nordstetten.
Die bedeutendsten Bauwerke der Stadt sind das Rat- und Wachthaus am Marktplatz mit dem Marktbrunnen, das Geßlersche Haus, die Stiftskirche zum Heiligen Kreuz (das Wahrzeichen der Stadt), das ehemalige Dominikanerinnenkloster, der Schurkenturm mit Burggarten, der Luziferturm, das Stubensche Schlösschen, die Hirschgasse mit Steinhaus, die Liebfrauenkapelle, der Untere Markt mit zahlreichen Fachwerkhäusern und dem Platzbrunnen, das Talhaus und der Ringmauerweg mit den Ringmauertürmen.
| Commons: Horb am Neckar – Bilder, Videos und Audiodateien |
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