Hyperämie
Eine Hyperämie ist ein übermäßiges Blutangebot in einem Organ oder Gewebe, meistens bedingt durch Gefäßweitstellung. Eine Hyperämie ist das Gegenteil einer Ischämie oder Anämie.
Eine Hyperämie entsteht durch eine Reizung. Dies kann
- endogen als Entzündungsvorgang im Rahmen einer Infektion vorkommen
- bei Anomalien des Blutkreislaufs
- exogen auch durch körperfremde Reizstoffe. In der Haut entsteht beispielsweise eine Hyperämie, nachdem eine durchblutungsfördernde Salbe (wie Finalgon®) aufgetragen wurde. Dies wird unter anderem zur Arterialisierung des Blutes bei der kapillären Blutgasanalyse angewandt.
- eine reaktive Hyperämie entsteht bei der Messung der maximalen Durchblutung, durch Stauung des Blutflusses mit einer Blutdruckmanschette und anschließende Verringerung des Manschettendruckes.
- nach einem Kältereiz kann es zur reaktiven Hyperämie kommen.
Im Rahmen des Morbus Raynaud kann es häufig zu einer schmerzhaften Hyperämie kommen.