Hypophysenhinterlappen

Der Hypophysenhinterlappen (HHL, Neurohypophyse, lat.: Neurohypophysis) ist ein Teil der Hypophyse. Im Gegensatz zum Hypophysenvorderlappen, bei dem es sich um eine endokrine Drüse handelt, ist der HHL entwicklungsgeschichtlich ein Teil des Gehirns, namentlich des Hypothalamus. Der Begriff „Hinterlappen“ bezieht sich auf die topografische Situation beim Menschen, da er hier den hinteren Abschnitt der Hypophyse bildet. Vergleichend-anatomisch ist er unzutreffend, da der HHL bei einigen Säugetieren (etwa Fleischfressern, Pferden) vom Hypophysenvorderlappen umgeben wird. Daher ist der Begriff Neurohypophyse angebracht.

Hormone

In der Neurohypophyse sind zwei Hormone nachweisbar:

Anatomie

Der Hypophysenhinterlappen wird unterteilt in:

  • Infundibulum (Hypophysenstiel)
  • Lobus nervosus (Nervenlappen)

Der HHL steht über den Tractus hypothalamohypophysialis mit dem Hypothalamus in Verbindung. Im Nucleus supraopticus gebildetes ADH und im Nucleus paraventricularis gebildetes Oxytocin werden an Neurophysine gebunden durch Axone dieses Tractus vom Hypothalamus zum Hypophysenhinterlappen transportiert und dort gespeichert. Bei Bedarf werden die Hormone proteolytisch von ihrem Neurophysin gespalten und in die Blutbahn abgegeben. Der HHL ist damit ein Neurohämalorgan.

Siehe auch: Hypophysenvorderlappen, Hypophysenzwischenlappen

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
Quelle:
Artikel Hypophysenhinterlappen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
Lizenz:
Kategorien:
Tipp: Zeno.org bei Google Maps
Empfehlungen
Huber, Johannes
34,90 €

Zabransky, Siegfried (Hrsg.)
49,80 €

Nickel, Richard; Schummer, August; Seiferle, Eugen
129,00 €
Bookmarks
delicious wong linkarena google