| International Business Machines Corporation | |
|---|---|
| Unternehmensform | Corporation |
| Gründung | 1896 |
| Unternehmenssitz | Armonk, New York, USA |
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Samuel J. Palmisano (Chairman & CEO) |
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| Mitarbeiter | 355.766 (2006) |
| Umsatz | 91,4 Mrd. US-Dollar (2006) |
| Branche | Informationstechnik |
| Website | www.ibm.com |
Die International Business Machines Corporation (IBM) ist eines der ältesten US-amerikanischen IT-Unternehmen mit Firmensitz in Armonk bei North Castle im US-Bundesstaat New York, das mittlerweile eines der weltweit führenden Unternehmen für Hardware, Software und Dienstleistungen im IT-Bereich ist.
Inhaltsverzeichnis |
IBM geht zurück auf die von Herman Hollerith 1896 gegründete Tabulating Machine Company. Diese Firma stellte damals die von Herman Hollerith entwickelten Maschinen zur Auszählung und Erfassung von per Lochkarten eingegebenen Daten her. Dazu zählten auch Maschinen zum Auszählen der Stimmzettel bei Wahlen in den USA. Die Produktion derartiger Maschinen stellte IBM jedoch ein, nachdem die Herstellerfirmen für durch ihre Maschinen nicht gezählte Stimmen haftbar gemacht wurden. 1924 erfolgte dann die Umbenennung der Firma in IBM, da ein Großteil der Produktpalette nun aus Maschinen für den Gebrauch in Firmen bestand, wie Locher, Prüfer, Sortier- und Tabelliermaschinen. Diese wurden im Regelfall nicht verkauft, sondern vermietet. IBM hatte auf dem Gebiet der standardisierten Lochkarten und deren Auswertung weltweit eine monopolartige Stellung. In Deutschland war IBM bis 1949 durch die ertragreiche Tochtergesellschaft DEHOMAG vertreten.
Thomas J. Watson (1874–1956) wurde 1914 Chef der Computing-Tabulating-Recording Company, eine der Firmen, aus denen IBM hervorging, und leitete IBM bis 1955. Er prägte eine spezielle Firmenkultur mit einer starken Vertriebsorientierung. Großer Wert wurde auf unbedingte Loyalität der Mitarbeiter gelegt.
Im Jahr 1943 soll Watson folgenden denkwürdigen Satz gesagt haben: „I think there is a world market for maybe five computers.“ („Ich denke, es gibt weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer.“). Der Autor Kevin Maney hat versucht, den Ursprung dieses Zitats zu ergründen, konnte aber weder in den Reden Watsons noch in anderen Dokumenten einen Hinweis darauf finden.
In den fünfziger und frühen sechziger Jahren wurden erste Computer (701 und 1401) und die zugehörige Peripherie (Magnetplatten- und Trommelspeicher, wie z. B. der IBM 305 RAMAC, Bandstationen), sowie Drucker entwickelt.
Im Jahr 1964 kam eine neue Großrechnergeneration, die S/360 auf den Markt. Die zugrunde liegende Architektur wurde bis heute evolutionär weiter entwickelt (S/370, S/390, zSeries, System z9). Parallel dazu wurde das Betriebssystem OS/360 über OS/VS1, MVS/370, MVS/XA, MVS/ESA und OS/390 zum aktuellen z/OS weiterentwickelt.
Das System/3 wurde 1969 als Low-End-Rechner eingeführt und bis 1985 vertrieben. Neu war hier das kleinere Lochkartenformat (1/3 der herkömmlichen Lochkarten) welches jedoch mehr Daten (96 statt bisher 80 Zeichen) speichern konnte.
Das blaue Logo des Konzerns führte zu dem Spitznamen Big Blue oder auch Mother Blue.
Im Jahr 1975 kam der erste „tragbare“ (25 Kilo Gewicht) Computer, der IBM 5100, auf den Markt (16 KByte RAM, BASIC, 16*64-Display, Bandspeicher). Der Rechner hatte auch wegen seines hohen Preises von ab 9.000 US-Dollar keinen Erfolg.
Als Antwort auf den sehr erfolgreichen Apple II brachte IBM im Jahr 1981 dann den ersten IBM-PC auf den Markt. Der Rechner war aus am Markt frei erhältlichen Standardkomponenten zusammengebaut worden und teuer, so dass IBM schnell Mitbewerber bekam. In den 90er Jahren hat IBM seine Marktführerschaft an seine Mitbewerber verloren.
Aus der Arbeit in den Laboratorien (allein vier aus dem IBM-Forschungslabor Zürich in Rüschlikon) rund um die Welt gingen mehrere Physik-Nobelpreise hervor. Die Preisträger waren: Leo Esaki (1973, experimenteller Nachweis von Tunnelphänomenen in Halbleitern und Supraleitern), Gerd Binnig und Heinrich Rohrer (1986, für die Erfindung des Rastertunnelmikroskops) sowie Johannes Georg Bednorz und Karl Alexander Müller (1987, für die Entdeckung der Hochtemperatursupraleiter). 2006 war IBM das vierzehnte Jahr in Folge das Unternehmen mit den meisten Patentanmeldungen weltweit und konnte den eigenen Rekord mit 3.621 Patenten nochmals steigern [1].
1989 schrieb Don Eigler auf eine Ni (110) Oberfläche mit 35 Xenonatomen den Schriftzug „IBM“ und somit die „kleinsten“ Buchstaben.
1990 beschäftigte IBM weltweit 373.820 Mitarbeiter.
Im Februar 2001 veröffentlichte der amerikanische Autor Edwin Black das Buch IBM und der Holocaust. In diesem wirft er IBM vor, während des Dritten Reiches über seine Tochtergesellschaft DEHOMAG mit dem Hitlerregime zusammengearbeitet zu haben und so durch die Lieferungen der Hollerith-Rechner und der Lochkartentechnik den Holocaust logistisch möglich gemacht zu haben. Davor war IBM Deutschland GmbH bereits dem Entschädigungsfonds für NS-Zwangsarbeiter beigetreten. Klagen der GIRCA (Gypsis International Recognition and Compensation Action) gegen IBM sind von Schweizer Gerichten wegen Nichtzuständigkeit (da Genf in den Jahren 1933 bis 1945 nicht Firmensitz der IBM gewesen sei) bzw. Verjährung abgewiesen worden.
Seit Ende der 1990er Jahre unterstützt IBM Open Source Projekte, so wurde Linux z. B. auf IBM-Servern eingesetzt.
Ein Open-Source-Projekt, das von der IBM stark unterstützt wurde, war zum Beispiel das Eclipse Projekt. Diese Anstrengungen waren allerdings nicht unproblematisch. So verklagte die Firma SCO Group IBM im Jahr 2003 wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung in den Codes, die IBM zu Linux beigetragen hat.
Als Reaktion auf veränderte Kundenbedürfnisse insbesondere bei Großrechnern wurde das Unternehmen seit den Neunzigerjahren radikal umgestaltet: Der Anteil an Beratung und Dienstleistungen wurde stark erhöht, organisatorisch zusammengefasst und zuletzt durch den Zukauf von PwC Consulting (ca. 30.000 Mitarbeiter weltweit) im Oktober 2002 inhaltlich und personell weiter ausgebaut. Mit der Übernahme von PWC Consulting wurden alle Beratungsbereiche in der IBM organisatorisch zusammengefasst. Diese Geschäftseinheit heißt heute IBM Global Business Services. IBM versteht sich als global integrierter Business- und Technologiepartner. Neben Hard- und Softwarelösungen wird ein breites Spektrum von Beratungs- und Implementierungsleistungen sowie Finanzierung angeboten.
Im Dezember 2004 entschied sich IBM zum Ausstieg aus dem Geschäft mit PCs und verkaufte die PC-Sparte zum 1. Mai 2005 für 1,75 Milliarden US-Dollar an den chinesischen Computerhersteller Lenovo. Davor wurde bereits die Festplattensparte an Hitachi verkauft.
Im Jahr 2006 erreichte IBM mit weltweit 355.766 Mitarbeitern in 170 Ländern einen Umsatz von 91,4 Milliarden US-Dollar und einen Nettogewinn von 9,4 Milliarden US-Dollar.
Seit März 2002 ist Samuel J. Palmisano CEO von IBM. Sam Palmisano ist der Nachfolger von Louis Gerstner Jr. der von 1993 bis 2002 CEO war. Mit Louis Gerstner Jr. wurde der Posten des CEO erstmalig nicht durch einen eigenen Mitarbeiter besetzt.
IBM Global Business Services (Umfirmierung des Beratungszweigs nach Übernahme von PricewaterhouseCoopers Consulting)
Mit Beratern in über 160 Ländern ist IBM Global Business Services (GBS) die größte Unternehmensberatung der Welt. Sie bildet einen Bereich innerhalb der IBM Global Services (s. u.). Rund 80.000 Berater unterstützen Unternehmen aus fast 20 Branchen inklusive Mittelstand. Die Beratungsthemen reichen von Strategieberatung über Supply Chain Management, Financial Management, Customer Relationship Management bis hin zum Human Capital Management und Application Management. Das Services- und Beratungsgeschäft macht mit 48,3 Milliarden Dollar (2006) die Hälfte des Gesamtumsatzes von IBM aus.
IBM Systems and Technology Group
Die IBM STG ist für die Entwicklung und den Vertrieb von IT Infrastrukturlösungen den eServer Systemen, TotalStorage Speichersystemen und Drucksystemen verantwortlich. System i5 mit dem Betriebssystem i5OS wird als integriertes Rechnersystem häufig im Mittelstandsbereich eingesetzt. System p5 mit AIX ist das Unix-basierte System. xSeries mit Microsoft Windows sind die Intelsysteme der IBM. System z9 mit z/OS bzw. z/VM oder z/VSE sind die Mainframesysteme. Auf allen eServern stehen weiterhin unterschiedliche Linux Distributionen zur Verfügung. Zu den IBM Speicherlösungen gehören die Plattensubsysteme DS300/DS400 (Low-End), DS4000 (Midrange) DS6000 und DS8000 (High-End) sowie die Bandsysteme 3590, TS1120 oder VTS, optische Systeme und SAN Infrastrukturkomponenten.
Mit der Ankündigung der IBM Systems Agenda werden sukzessive die Produkte der Systems and Technology Group umbenannt. Vorreiter ist hier das Mainframe Flaggschiff IBM System z9. Weitere Produkte werden äquivalent umbenannt z. B. in IBM System Storage DS4000 etc.
IBM Software Group
Die IBM Software Group besteht aus den Marken
IBM Global Finance
Mit Geschäftstätigkeit in über 40 Ländern stellt Global Finance weltweit den größten IT Finanzdienstleister dar. Eines der Betätigungsfelder ist das Leasing-Geschäft für Software, Hardware und Services des Konzerns.
IBM Global Services
Mit einem Jahresumsatz von 47,357 Mrd. USD (2005) hat sich Global Services in den letzten Jahren als wichtiger Bestandteil des Unternehmens etabliert in dem zusätzlich weit mehr als die Hälfte der Mitarbeiter ihr Tätigkeitsfeld finden. Neben dem Beratungszweig finden hauptsächlich in diesem Bericht die zahlreichen Service-Angebote ihr Zuhause. Ein Beispiel für mögliche Leistungen stellt der Bereich Strategic Outsourcing dar, der die teilweise oder komplette Übernahme von IT-Abteilungen anbietet.
Betätigungsfelder von Global Serivces sind im Einzelnen:
Der Sitz der IBM Deutschland GmbH befindet sich in Stuttgart-Vaihingen. Die Geschäftsführung setzt sich seit Mai 2007 aus Martin Jetter (Vorsitzender), Rudolf Bauer (Public Private Partnership), Christian Diedrich (Finanzen), Thomas Fell (Mittelstand), Christoph Grandpierre (Personal), Michael Diemer (Global Technology Services) und Matthias Hartmann (Global Business Services) zusammen. Den Vorsitz des Aufsichtsrat führt Hans Ulrich Maerki. Nach den Restrukturierungsmaßnahmen 2005 waren im Jahr 2006 etwa 22.000 Mitarbeiter in Deutschland beschäftigt.
Heutige Tochtergesellschaften:
In den Dotcom-Boomjahren hatte IBM und ihre Tochterfirmen in vielen deutschen Städten Niederlassungen geöffnet. Nach 2000 wurden jedoch viele wieder geschlossen bzw. zusammengelegt.
Eines der ersten Outsourcing-Projekte der IBM in Deutschland war die Übernahme der EDV Abteilung von FAG Kugelfischer. Die daraus entstandene Niederlassung in Schweinfurt wurde 2005 von IBM geschlossen und die Arbeit ins Ausland verlagert. Die Art und Weise der Standortschließung hat viele IBM Mitarbeiter verunsichert. Das gleiche gilt auch für die von der Continental AG übernommenen Mitarbeiter in Hannover, Salzgitter und Aachen (vorübergehend in den Gemeinschaftsunternehmen „ICA“ und „ICG“).
2003 wurde das europäische Rechenzentrum der Deutschen Bank von IBM übernommen und die IBM Business Services GmbH gegründet, in der sämtliche Outsourcing-Bestrebungen der IBM zusammengefasst wurden. Dazu gehören unter anderem die ehemaligen Töchter DVO und IBB.
Der Sitz der IBM Österreich befindet sich in Wien. Geschäftsstellen sind in fast jedem Bundesland vorhanden. Leo Steiner ist seit dem 9. Januar 2007 Vorsitzender der Geschäftsführung.
Der Sitz der IBM Schweiz befindet sich in Zürich. Geschäftsstellen sind in fast jedem Kanton vorhanden. Daniel Rüthemann ist Vorsitzender der Geschäftsführung.
IBM begann, zusammen mit Microsoft OS/2 als Desktopbetriebssystem für IBM-kompatible PCs zu entwickeln. Als Microsoft aus diesem Geschäft ausstieg, um sich ganz auf Windows als Betriebssystem für IBM-kompatible Rechner zu konzentrieren, entwickelte IBM das Betriebssystem alleine weiter. Trotz technischer Überlegenheit konnte sich OS/2 gegenüber MS Windows nicht bei Endanwendern durchsetzen, was zur Einstellung der Weiterentwicklung führte. Hauptsächlich bei Banken, aber auch bei Versicherungen, Fluggesellschaften und in der Fertigungsindustrie ist OS/2 auch heutzutage noch anzutreffen.
Bei Großrechnern dominieren IBM-Betriebssysteme (z/OS) den Markt. Eine regionale Ausnahme ist Deutschland mit dem Betriebssystem OSD von Fujitsu Siemens.
IBM kündigte im Februar 1999 zum ersten Mal offiziell an, Linux als Betriebssystemplattform zu unterstützen, und gehörte schon bald zu dessen größten Förderern. 2000 investierte der Konzern etwa eine Milliarde US-Dollar in die Entwicklung des freien Betriebssystems. Unter anderem wurde eine Möglichkeit geschaffen, Linux auf z/Series-Rechnern zu betreiben; wahlweise direkt oder als Gastsystem unter dem Betriebssystem z/VM. Dadurch werden Serverkonsolidierungen auf dem Großrechner möglich. Die meisten Linux-Distributionen sind heute auch für z/Series erhältlich.
Auf den Power-Prozessor-basierten Workstations und Enterpriseservern (z. B. RS/6000 oder pSeries) von IBM läuft AIX, ein von IBM entwickeltes Unix-Derivat. IBM stellt für AIX eine Auswahl von meist durch Linux bekannte freie Software vorkompiliert bereit. Dazu gibt es auf den Webseiten von IBM die sogenannte AIX Toolbox. Auch ein reines 64-Bit-Linux kann auf allen modernen pSeries-Servern eingesetzt werden.
Weiterhin werden die PowerPC-CPUs in den i5-Servern verwendet, die neben dem IBM-eigenen Betriebssystem i5/OS auch Linux, AIX sowie über spezielle Steckkarten (IPCS; Integrated PC-Server) auch Windows als Betriebssystem in einer Maschine integriert ausführen können. Die i5-Server-Reihe der IBM ist derzeit das System mit dem – aus technischer Sicht korrekt – höchsten Integrationsfaktor, daher kommt auch die Namensvergabe „I“ von Integration.
Von IBM entwickelte Computerprozessoren:
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