Idealverein ist ein Fachausdruck aus der Gesetzgebung und der Wirtschaft. Der Idealverein ist die typische und häufigste Form eines Vereins. Man versteht darunter einen nichtwirtschaftlichen Verein, also einen Verein, der nicht auf die Erzielung von Gewinn ausgerichtet ist. Er verfolgt statt materieller, vorwiegend ideelle Zwecke.
Das deutsche Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) unterscheidet in § 21 ff. zwischen Vereinen ohne wirtschaftlichen Zweck (Idealvereinen) und Vereinen, deren Zweck auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb ausgerichtet ist (wirtschaftliche Vereine).
Idealverein ist ein Verein, der
Dabei kann ein Idealverein in gewissen Umfang in untergeordneter Funktion auch wirtschaftlich tätig werden (Nebenzweckprivileg).
Idealvereine können als rechtsfähige oder nichtrechtsfähige Vereine bestehen. Idealvereine erhalten ihre Rechtsfähigkeit durch Eintragung ins Vereinsregister. Diese ist auch Voraussetzung für die steuerliche Anerkennung ihrer Gemeinnützigkeit. Ein Verein wird als gemeinnützig eingestuft, wenn der Vereinszweck gemeinnützig, mildtätig oder kirchlich ist. Dabei muss dieser Zweck selbstlos sein, ausschließlich sowie unmittelbar verfolgt werden und in der Satzung festgeschrieben sein. Die vom Verein tatsächlich verfolgten Ziele müssen mit dem Satzungszweck übereinstimmen. Sollte ein rechtsfähiger Verein wirtschaftliche Zwecke verfolgen, kann ihm die Rechtsfähigkeit aberkannt werden.
Die Gemeinnützigkeit wird vom Staat durch steuerliche Begünstigungen gefördert. So können die einzelnen Einnahmequellen des Vereins ganz oder teilweise von der Besteuerung befreit werden.
Mit dem Gesetz zur Bereinigung des Umwandlungsgesetzes vom 28. Oktober 1994 wurden für große Idealvereine ( z. B. ADAC, Bayern München ) erweiterte Möglichkeiten zur Umwandlung in Kapitalgesellschaften geschaffen.
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